Berlin im Sommer: What’s Hot and what’s Not!

Ich glaube wir hatten uns das heißeste Wochenende ausgesucht um nach Berlin zu fliegen! Letztes Wochenende statteten wir der Hauptstadt einen Wochenend-Besuch ab, um das größte Kraftklub Konzert ihres Bestehens zu besuchen. Bei über 30 Grad wurde dies zu einer richtigen Herausforderung. Wir wollten natürlich trotzdem das beste aus dem Wochenende machen, was uns denke ich auch gut gelungen ist. Ich habe euch aber meine “Hot’s” & “Not’s”, also die Do’s and Don’t’s bei über 30 Grad in Berlin zusammengefasst …

 

Hot in tha City!

Was tut man nicht alles, nur um eine Band zu sehen! Diesen Satz dachte ich mir letztes Wochenende des öfteren, doch es war ja auch nicht irgendeine Band. Die Jungs von Kraftklub lieferten immer eine grandiose Show ab, da durfte ein Besuch bei ihrem größten Konzert natürlich nicht fehlen. Dadurch, dass Berlin zu meinen Lieblingsstädten zählt, in denen ich mich schon fast wie zu Hause fühle, freute ich mich schon sehr auf dieses Konzert Wochenende. Es konnte ja keiner ahnen, dass die Temperaturen an diesem Wochenende so in die Höhe schossen, dass fast alle aus der Stadt flohen, nur eben wir hineinwollten. Bei über 30 Grad wird der Stadtbesuch schon zu einer Herausforderung. Was kann man da schon unternehmen? Shoppen? Essen? Trinken? Ja, Konzert sowieso – dies lässt sich ja bei jeder Temperatur bestreiten. Meine Freundin und ich versuchten das beste aus dem Stadtbesuch herauszuholen, alles, was auch unser Kreislauf mit uns mitmachte. Nachträglich betrachtet haben wir diesen auch recht gut gemeistert. Trotzdem würden wir beim nächsten Mal ein paar Dinge anders machen. Unsere Do’s and Don’t’s als Empfehlungen für einen heißen Berlin-Besuch sind also:

 

 

HOT

 

UBahnfahren und die echte “Berliner Luft” schnuppern

Ich kann euch sagen: UBahnfahren ist besser als Fernsehen! Die echten Dramen in Berlin spielen sich nämlich dort ab! Da sieht man obdachlose Menschen, die sehr höflich auf einem zukommen und nach Geld schnorren, Menschen, die mit sich selbst sprechen und sich die Welt erklären, aufgetakelte 15-jährige Mädels und Männer, die bei über 30 Grad mit langer Hose und Hoodie neben einem sitzen. Wenn man Glück hat, dann erwischt man eine Bahn, in der vorher jemand reingekotzt hat – nein, dafür müsst ihr nicht bis lange in die Nacht aufbleiben, dies passiert auch Nachmittags …  Die “Berliner Luft” als Drink kann jede/r haben, die echte gibts nur vor Ort in der Bahn. Wer braucht denn auch schon RTL2?

 

zentral Wohnen inkl. Klimaanlage

Mit ein großer Grund, warum ich mich in Berlin so wohlgefühlt habe, war das Apartment, in das wir eingecheckt hatten. Es war groß, das Bad war der Hammer, das Bett richtig gemütlich und geräumig UND: es war mit einer Klimaanlage ausgestattet! Am liebsten hätte ich es nie wieder verlassen. So gut hatte ich die letzten Wochen schon lange nicht mehr geschlafen. Doch nicht nur der Raum an sich war der Hammer, sondern auch die Lage. Wir checkten im Amano Home ein, welches direkt an der UBahn Station “Rosa Luxemburg Platz” lag. Alle coolen Plätze (Restaurants, Bars, Geschäfte etc.) waren also direkt zu Fuß zu erreichen, was unser Leben aufgrund der Temperaturen ein wenig einfacher gestaltet hatte.

 

 

Brunchen gehen

Mit das beste an Berlin: die vielen verschiedenen Möglichkeiten zu brunchen! In jedem Bezirk, an jeder Ecke gibt es die verschiedensten Lokale, um lecker zu essen. Ich hatte mir vor unserer Reise ein paar Brunch-Lokale herausgesucht, die ich unbedingt sehen wollte, die wir dann auch abgeklappert hatten. Wir hatten teilweise Glück mit dem Platz, jedoch nicht immer. So zogen wir weiter und fanden per Zufall ein sehr cooles und nettes Lokal, das “Bona”, wo es ua. polnische Spezialitäten gab. Es war super gemütlich, mit viel Liebe und sehr stylish eingerichtet. Fazit: So ein leckeres Frühstück hatte ich schon lange nicht mehr. Vielleicht steht es noch in keinem Reiseführer oder Blog, weil es noch ein echter Geheimtipp ist. Tja, spätestens jetzt eben nicht mehr 🙂

 

Konzerte besuchen & Souvenirs mitnehmen

Es muss ja nicht immer gleich ein Kraftklub Konzert sein 🙂 Berlin hat ja bekanntlich viel zu bieten! Kraftklub spielten beispielsweise ein Open Air Konzert auf der Wuhlheide, die ein wenig außerhalb der Stadt lag. Die Berliner Verkehrsbetriebe hatten leider wenig Mitgefühl bei der Instandhaltung ihrer Strecken gezeigt, denn sie mussten genau an diesem heißen Wochenende einen Streckenabschnitt reparieren. Hieß: Es gab Schienenersatzverkehr (=Busse) für alle 17.000 KonzertbesucherInnen. Die Beschilderung ließ sehr zu wünschen übrig, doch wir hatten unseren Weg gefunden – auch wieder zurück ins Apartment, was mich sehr überrascht hatte. Doch das Wetter war perfekt für eine Open Air Veranstaltung! PS: Nicht vergessen ein paar Andenken vom Merch-Stand mitzunehmen!

 

an die Spree flüchten

Wenn die Temperaturen steigen, sehnt man sich auch immer mehr nach (kühlen) Wasser. So auch wir und deshalb flüchteten wir an die Spree! Rein in den Liegestuhl, ein kaltes Getränk in die Hand und schon lässt sich die Hitze etwas besser aushalten. Die Gegend um die Hackeschen Märkte ist dafür perfekt! Und man wir auch schon mal mit einem netten “Moin” begrüßt – dies bringt wenigstens gefühlt etwas kühles nordisches mit sich.

 

beim Späti einkaufen und sich nach draußen setzen

Ein Grund warum ich Berlin liebe sind die “Späti’s” – also die Spätkäufe. Spätestens seit “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” wollte ich schon immer mal einen besuchen. Die gibts in der Hauptstadt auch an jeder Ecke und sind mit allen guten Sachen gefüllt, die man so braucht. Auch ein Geldautomat befindet sich darin, was durchaus praktisch ist. Deshalb auch im Sommer in toller Tipp: kalte Getränke kaufen und sich draußen auf die Bänke setzen, die vor jedem Späti stehen. Von dort aus kann man am besten alle Dramen der Straße beobachten – am besten Samstag Abend!

 

 

spontan tätowieren gehen

Der Sommer eignet sich perfekt, um sich ein kleines Tattoo stechen zu lassen, da im Sommer die wenigstens eines haben möchten. Ist generell auch recht unpraktisch, da man ja danach nicht ins Chlorwasser bzw. in die Sonne darf. So ein kleines Tattoo geht aber immer. Wie der Zufall so möchte, sah ich auf Instagram, dass bei meinem Lieblingstätowierer noch ein Slot frei war. Ich schrieb ihn an, wir fixierten Termin und Motiv und zack, ich stattete ihm einen Besuch ab. Auch die Location war so verrückt, wie Berlin eben auch ist: Im Dachgeschoss einer Kirche bei gefühlten 60 Grad lies ich mich von Philipp tätowieren. Was es geworden ist, gibts bald auf Instagram zu bewundern – versprochen 😉

 

Berliner Local Brands supporten & sich treiben lassen

Dies gilt natürlich nicht nur bei über 30 Grad, sondern auch für alle anderen Temperaturen! Bin ich in einer anderen Stadt, so suche ich immer nach kleinen Shops von Local Brands. In Berlin spontan gefunden: Horizn, Lala Berlin, Paper & Tea uvm. Es lohnt sich jedenfalls, auch bei so heißen Temperaturen, durch die Gassen zu schlendern und sich von Berlin treiben zu lassen. PS: Dies gilt übrigens auch für das Nachtleben 😉

 

mit lieben Menschen reisen, die all dies mitmachen

Der letzte Punkt ist gleichzeitig auch der wichtigste! Nämlich, dass man mit jenen Menschen reist, die all dies und noch viel mehr verrückte Sachen mitmachen! Denn nur wenn man auf einer Wellenlänge ist, macht das Reisen so richtig Spaß! An dieser Stelle ein großes Dankeschön an meine allerliebste Kathi, die seit Jahren jeden Blödsinn mit mir mitmacht! Mit dir wird’s nie langweilig! <3 <3

 

 

NOT

 

UBahnfahren und die echte “Berliner Luft” schnuppern

Ja, ich weiß, diesen Punkt hatte ich auch schon bei “Hot” angeführt, aber er ist auch ein echtes “Not”, da keine einzige UBahn, S-Bahn etc. klimatisiert ist! Wie ich da die lieben Wiener Linien vermisst habe… ich dachte, dass Berlin in dieser Hinsicht schon so fortschrittlich ist, Klimaanlagen in ihre Züge einzubauen, aber falsch gedacht. In Verbindung mit der vorhin erwähnten “Berliner Luft” macht Bahnfahren so echt keinen Spaß…

 

Blickkontakt mit Menschen in den öffentlichen Verkehrsmitteln aufnehmen

Wie vorhin schon geschrieben, rennen in Berlin auch ziemlich viele komische Menschen herum. Ein Tipp: Am besten nicht ansehen und sie einfach machen lassen. Sie sind ja nicht gewalttätig oder aggressiv, einfach nur in ihrer eigenen Welt. Handy raus, miteinander quatschen oder einfach mal auf den Boden starren sind gut gemeinte Ratschläge 🙂

 

Shopping als Ausweg aus der Hitze

Wenn man gerade nicht im KaDeWe unterwegs ist (inkl. Klimaanlage), dann ist ein klimatisierter Shop etwas, was man in Berlin nicht so schnell findet. Es gibt wirklich nur ganz wenige, die mit einer solchen ausgestattet waren. Somit ist Shopping eine schlechte Ausrede für heiße Temperaturen… Leider! Und es hat mich echt verwundert …

 

 

fremden Menschen beim Kotzen zusehen

Ja, richtig gelesen! Es ist nämlich folgendes passiert: Samstag, 11 Uhr – Wir waren gerade auf dem Weg jenes Lokal zu suchen, welches ich mir für einen netten Brunch ausgesucht hatte. Wir liefen also die Hermannstraße entlang, und da stand ein Mann am Straßenrand neben einem Baum. Er sah mich mit einem leicht glasigen Blick an und plötzlich beugte er sich nach unten und kotzte. Ich weiß nicht wie es euch mit sowas geht, aber mir wird dann automatisch schlecht. Und ja, wir waren gerade auf dem Weg zum Brunch. Hm! Vielen Dank!

 

Lokale ohne Reservierung aufsuchen bzw. zu späterer Uhrzeit kommen

Berlin war zwar richtig ausgestorben, doch die guten Lokale waren trotzdem recht voll. Mal hatten wir noch Glück einen Platz zu ergattern, mal nicht, was natürlich schade war, da wir teilweise extra dorthin fuhren. Deshalb ist es auch im Hochsommer ratsam in seinem Lieblingslokal zu reservieren oder einfach früh hinzufahren.

 

die Reise zu detailliert planen

Ich bin zwar eher diejenige, die sich spontan treiben lässt, doch habe ich mich diesmal hinreißen lassen, doch ein wenig vorher zu recherchieren. Natürlich habe ich mir viel zu viele Locations herausgesucht, die ich besuchen wollte, die wir aber so nicht schaffen konnten. Dies enttäuschte mich ein wenig, da sie online bereits so toll ausgesehen haben, doch ja, wenn man den ganzen Tag bei diesen Temperaturen auf den Beinen ist, hält man zwangsläufig nicht so durch, als wenn es 10 Grad weniger gehabt hätte. Tja, deshalb ist es ratsam den Tag nicht voll durchzuplanen, sondern sich treiben lassen und sich dazwischen auch mal auszuruhen und sich mal abzuduschen.

 

 

Berlin ist jedenfalls eine Reise wert, egal was das Thermometer sagt! Ich freue mich jedenfalls schon auf meinen nächsten Besuch in der deutschen Hauptstadt, wann auch immer dies sein wird 🙂 Welche Tipps habt ihr für einen Stadtbesuch im Hochsommer?

 

**Ani**

 

6 Comments

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Mellyreply
August 09 at 07:08 AM

Danke für die vielen Tipps – vor allem für NOT ???? Citytrip bei so heißen Wetter is wirklich immer eine Herausforderung. Ich hoff, dass es Ende September in Berlin (und Wien) dann doch schon ein bisserl herbstelt ????
Liebe Grüße Melly
http://mellygolucky.com

Anireply
August 12 at 03:08 PM
– In reply to: Melly

Hallo Nelly! Ja sehr gerne 🙂 Sind wirklich alle aus eigener Erfahrung entstanden! Ja, Ende September sollte diese Hitze ja hoffentlich schon vorbei sein. Ich wünsch dir ganz viel Spaß in meiner Lieblingsstadt <3 Alles Liebe, Ani

Kathireply
August 09 at 08:08 AM

Da kann ich wirklich nur zustimmen! Es war super!!!

Anireply
August 12 at 03:08 PM
– In reply to: Kathi

Bussi!!!

Alice Christinareply
August 12 at 11:08 PM

Das ist ja ein witziger Beitrag 😉 ich war bisher einmal in Berlin und hab mich gleich verliebt in die Stadt. Kann gar nicht sagen warum genau, aber ich finde Berlin einfach ganz toll.

Lieben Gruß,
❤ Alice von alicechristina.com
Alice Christina  auf Instagram

Anireply
August 19 at 01:08 PM
– In reply to: Alice Christina

Danke liebe Alice! Schön zu lesen, dass auch dir die Stadt so gefällt <3 Alles liebe, Ani

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