DIY: How To Create The Perfect Workday

Heute versuche ich mich mal als DIY-Blogger, aber keine Angst, wir basteln nicht wirklich etwas zusammen. Daraus würde wahrscheinlich auch nichts werden, da ich in Sachen basteln zwei linke Hände habe. Ich meine es mehr im übertragenen Sinn, denn es geht mehr darum, dass ich euch verrate, wie ihr euch – ganz alleine und ohne Hilfsmittel – euren perfekten  Arbeitstag “zusammenbasteln” könnt. Neugierig geworden?

 

Thoughts & Motivation

Die Kraft der Gedanken darf man nicht vernachlässligen! Ich glaube immer noch fest daran, dass wir durch unser Denken, welches weiterführend auch unser Handeln beeinflusst, sehr viel bewegen können – sei es in die eine oder eben andere Richtung. Die Art wie wir denken kann sehr viel bewegen, sogar Krankheiten werden durch positives Denken geheilt. Jetzt sehe ich zwar einen Arbeitstag nicht als Krankheit an, da mir mein Job sehr viel Spaß macht und mich darüber hinaus bereichert. Doch gibt es auch Zeiten, die arbeitsintensiv, anstrengend und ermüdend sind. Vielleicht geht dabei auch manchmal ein Projekt schief oder läuft einfach nicht nach Plan. Das gehört dazu und darf uns nicht entmutigen. Es gehört vielmehr zu einem Lernprozess dazu, den wir dabei immer reflektieren sollten. Speziell für diese Tage, an denen wir den Spaß und unsere Motivation an unserer Arbeit vermissen, gibt es heute von mir ein kleines DIY. Ich habe mich nämlich die letzten Wochen inspirieren lassen, ganz besonders von einem Menschen, der in meinen Augen großartiges geleistet hat. Die Rede ist von Dr. Roman Szeliga. Wie? Er sagt euch nichts? Mir zu Beginn auch nicht, doch wenn ich euch verrate, dass er die “Klinik Clowns” ins Leben gerufen hatte, dann sollte der große “Aha-Moment” eingetroffen sein. Zu den Klinik Clowns zählen ausgebildete ÄrztInnen, die eine zusätzliche 2jährige Ausbildung absolvieren müssen, damit sie schwerkranke Kinder mit einem speziellen Programm, in dem es darum geht, Spaß und Freude zu verbreiten, aufheitern dürfen.

 

Skills & Happiness

Ich durfte seinen Vortrag vor etwa 2 Wochen im Rahmen der XING New Work Sessions sehen, und er hat mich sofort fasziniert! Dieser Mann hat wirklich großartiges geleistet, versteht es die Leute durch seine witzige und ironische Art zum Lachen zu bringen und versteht es mit seinen doch so simplen Ansichten zu inspirieren. Er hat mir wiedermal gezeigt, dass wir die scheinbar kleinen Dinge einfach verlernt haben. Wir sind als Erwachsene richtig “betriebsblind” geworden und verlieren Kleinigkeiten, die aber so vieles ausmachen, aus den Augen. Diese Erkenntnis macht mich jedes mal aufs Neue wiederum ein wenig traurig. Warum verlieren wir gewisse “Fähigkeiten”, die uns aber als Kind ausgemacht haben? Schon alleine auf seine Frage: “Was hat euch an diesem heutigen Tag so richtig glücklich gemacht?” konnte ich nur schwer und mit langer Bedenkzeit beantworten. Ich habe mich nämlich dabei ertappt, wie ich meinen Fokus auf große Dinge gelenkt habe und die kleinen völlig aus den Augen verloren habe, wie beispielsweise das freundliche Lächeln der Empfangsdame, die mich zur Veranstaltung willkommen geheißen hatte. Genau dies passiert uns eben tagtäglich, auch während unserer Arbeitszeit. Wir sollten auch hier den Fokus öfter auf die kleinen aber feinen positiven Dinge lenken, die uns den Tag bereichern können – würden wir sie nur sehen und damit zulassen. Deshalb habe ich mich entschieden ein kleines DIY hier niederzuschreiben, inspiriert durch Dr. Szeliga’s Ausführungen. Viel SPAß damit 🙂

 

STEP 1:

Der Wecker klingelt, ihr werdet wach und nun heißt es, ganz bewusst mit den richtigen Fuß aufzustehen. Dies meine natürlich im übertragenen Sinne, denn startet ihr den Tag mit negativen Gedanken, dann habt ihr euren eigenen Fokus schon mal falsch eingestellt. Viel wichtiger ist es, sich zu überlegen, auf was man sich an diesen heutigen Tag freut. Und glaubt mir, es gibt immer etwas – sei es die liebe Arbeitskollegin, der Afterwork-Punsch oder das leckere Mittagessen. Ihr müsst euch nur die Erlaubnis dazu geben, diese Kleinigkeiten zu sehen. Alternativ oder auch zusätzlich könnt ihr auch ein “Dankbarkeits-Tagebuch” führen, wo ihr jeden Tag festhält, was euch glücklich gemacht hat. Dies ist besonders hilfreich, wenn ihr euch nur schwer motivieren könnt und ihr merkt, dass ihr in eine Art Negativitätsspirale abrutscht. Lächelt dabei in den Badezimmerspiegel, denn es lächelt garantiert jemand zurück!

 

STEP 2:

Ihr kennt bestimmt jene Tage, an denen man denkt, dass man vom Pech verfolgt wird? Was hier garantiert nicht hilft, ist sich genau in diese Negativität hineinzusteigern und den Fokus noch mehr auf jene zu richten. Ein Perspektivenwechsel ist nun gefragt! Die UBahn ist ausgefallen? Perfekt, um neue Wege auszprobieren und aus dem Hamsterrad ausbrechen zu können! Der Lift funktioniert nicht? Wäre es nicht sowieso an der Zeit mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren? Dann ran an die Stufen! Das schlimmste, was Menschen in solchen Situationen machen können, ist anderen die Schuld für ihre eigene Laune zu geben. Vergesst nie: Ihr seid immer für euer eigenes Glück verantwortlich – keine andere Menschen, keine externen Umstände usw.

 

STEP 3:

Eine Message, die Roman Szeliga bei seinem Vortrag mehrfach transportierte, war jene: “Sucht euch die Quellen guter Laune!” Humor ist für ihn als Gründer der Klinik Clowns natürlich eine Herzensangelegenheit, denn nur so konnte er dieses Projekt mit Leben erfüllen und hilft seither vielen kranken Kindern. Mit Humor lässt sich die Welt zu einem positiveren Ort machen – und ich gebe ihm zu 100 % recht! Humor verbindet und löst Glücksgefühle aus. Deshalb verabredet euch doch mit euren LieblingskollegInnen zum Mittagessen oder zum Afterwork. Davon profitiert sogar auch die eigene Arbeit, denn gemeinsame Gespräche verbreiten gute Laune und fördern dazu noch die Kreativität. Darüber hinaus gibt er als Arzt folgenden Rat: “Schlaft ausreichend – ihr werdet den Unterschied spüren und auch die Stressresistenz steigern.

 

STEP 4:

Besonders eine Geschichte aus seinem Vortrag ist mir im Kopf hängen geblieben, die ich hiermit mit euch teilen möchte. In einer Arbeitswoche hatte er Nachtdienst, der sich anstrengeder als gewohnt herausstellte. Er hatte danach aber gleich Klinik Clown-Dienst, stand also nach nur ein paar Stunden Schlaf wiederum auf, legte sein Clown Make Up auf, zog sich um und setzte seine rote Nase sowie die Clown Perrücke auf. Sein erster Patient war ein kleiner schwerkranker Junge, der sofort erkannte, dass er nicht ganz fit war – er erkannte dies an seinen Augen. Sogleich konfrontierte ihn der Junge damit. Roman Szeliga überlegte kurz, ob er so tun sollte, als ob nichts wäre und somit in seiner Rolle blieb oder ob er zugab, dass er direkt von einer anstrengenden Nachtschicht kam. Er entschied sich für letzteres und damit für Authentizität. Der kleine Patient verstand es sofort und meinte, dass er heute seinen Job übernehmen würde. Szeliga willigte ein, und so gingen beide Zimmer für Zimmer ab und verbreiteten Humor. Der Junge meinte – sichtlich geschwächt durch diese Anstrengung – dass dies der beste Tag in seinem Leben war, weil er den anderen Kindern etwas zurückgeben und sich mit ihnen an den Witzen erfreuen konnte. Dies bestätigte den Klinik Clown in seinem Handeln und er war froh, dass er sich für die Wahrheit, also die Authentizität entschieden hatte.  Ein paar Wochen später verstarb der kleine Patient leider an den folgen seiner schweren Krankheit. Szeliga wollte uns mit dieser Geschichte zeigen, wie wichtig Authentizität ist. Hätte er seinen Zustand überspielt, so hätte der Junge mit Sicherheit gemerkt, dass dies nicht der Wahrheit entspricht, was sich negativ in ihrer beiden Vertrauensbeziehung ausgewirkt hätte.

 

Ich hoffe, dieses kleine DIY hat euch inspiriert, und vielleicht wagt ihr ja sogar die kleine “Positive-Thinking-Challenge”. Ihr werdet es jedenfalls nicht bereuen 🙂 Happy #CareerMonday!

 

**Ani**

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