Neues Jahr – neues Glück im Job!? Der Selbstcheck!

Bist du in deinem Job zufrieden? So eine recht einfache Frage, kann sich dann in der Beantwortung sehr schwierig gestalten. Oft gibt es da kein direktes “Ja” oder “Nein”, was recht schade ist. Nach den stressigen Weihnachtsfeiertagen und dem Jahreswechsel sind wir ja bereits schon wieder gut im Job angekommen. Wir haben nun Ende Jänner – Zeit sich und das berufliche Umfeld zu reflektieren …

 

Wo ist “die Mitte”?

Ich habe euch noch gar nicht gefragt, ob ihr gut ins neue Jahr gestartet seid?! Shame on me, aber durch meinen Umzug ging es bei mir drunter und drüber, wie ihr euch vorstellen könnt. Ich hoffe, ihr hattet es die letzten Wochen ein wenig ruhiger. Normalerweise nutze ich diese Zeit um Weihnachten und Silvester herum, um das Jahr revue passieren zu lassen. Nicht nur, jene Dinge, die ich beruflich oder privat erreicht habe, sondern reflektiere ich auch mich als Person. Natürlich verändert man sich über die Tage, Wochen und Jahre und somit auch die Einstellungen zu gewissen Themen, die Ziele oder auch Werte. Dabei ist es wichtig, sich immer wieder selbst zu checken, sich die Zeit zu nehmen und darüber nachzudenken. Dies muss keine großartige Prozedur sein, sondern es reichen auch kleinere Rituale um dies zu tun. Wer die letzten Wochen auch keine Zeit, keine Nerven oder sonstiges dazu hatte, sollte sich nun spätestens Ende Jänner/Anfang Februar dies zu Herzen nehmen. Ich vergleiche dies immer mit dem Ausdruck “die Mitte finden”. Was ihr ja bereits eher vom Yoga kennt, kann man auch in einem anderen Kontext anwenden. Nur wenn ich mich “mittig” fühle, also mit mir soweit im Reinen bin, einen Plan von mir, meinen Vorstellungen, meinen Zielen und somit meinem Leben habe, fühle ich mich gut und bin glücklich.

 

Bevor es losgehen kann: Die Vorbereitungsphase

Wie kann denn nun so ein Selbstcheck aussehen? Die Grundvoraussetzung ist eine gewisse Stimmung, ein Mood sozusagen. Es sollte ein Zeitpunkt sein, an dem ihr relativ entspannt seid bzw. ihr jedenfalls Zeit habt für euch selbst – MeTime wenn man so möchte. Ich würde auch nicht gleich damit starten, sondern eher Aktivitäten setzen, die euch gut tun, euch zufrieden stimmen: Dies kann beispielsweise ein kurzer Shopping Trip sein, eine gute Tasse Tee oder Kaffee oder ein Besuch im Museum. Dies hilft mir immer um “runter zu kommen” und den Kopf frei zu kriegen. Danach suche ich mich ein gemütliches Plätzchen und lasse meinen Gedanken freien Lauf. Ich muss zugeben, bei mir passiert alles automatisch, da ich ein Mensch bin, der viel nach Bauchgefühl entscheidet. Ich lasse mich dadurch regelrecht treiben und mit der Zeit komme ich auch zu einem Ergebnis und weiterführend auch zu einer Entscheidung. Da bin ich recht entschlossen und auch entscheidungsfreudig. Natürlich weiß ich auch, dass es Menschen gibt, die da nicht so ticken und die sich gerade bei einem solchen Prozess recht schwer tun. Deshalb habe ich für euch eine kleine Start- und Durchführungshilfe zusammengestellt – an Hand von ein paar Fragen, könnt ihr euch selbst durch diesen Prozess führen. Gerne könnt ihr euch auch die Fragen und Antworten mitnotieren, falls es euch damit leichter fällt.

 

3, 2, 1 – GO!

 

Schritt 1: Die Selbstanalyse

Hier geht es besonders darum zu reflektieren, ob die Ziele noch mit euren persönlichen Werten in Einklang sind. Wie schon erwähnt entwickeln wir uns praktische täglich weiter. Das, was uns noch vor 5 Jahren überaus wichtig war, kann wiederum an Wertigkeit verloren haben oder es steht einfach ein anderes Thema an erster Stelle. Dies kann eine unmittelbare Auswirkung auf eure berufliche Orientierung, eure Karrierevorstellungen usw. haben. Folgende Fragen können euch weiterhelfen, euch selbst neu zu positionieren:

 

  • Welche Eigenschaften zeichnen mich als Person aus?
  • Was kann ich besser als die anderen, was fällt mir besonders leicht?
  • Wofür schätzt mich mein Umfeld? Wofür erhalte ich oft Komplimente?
  • Welche Arbeitsumgebung brauche ich, um gute Ergebnisse erzielen zu können? Wo und wie kann ich am produktivsten tätig sein?
  • Was motiviert mich? Wofür brenne ich?
  • Bei welchen Arbeiten vergeht die Zeit wie im Flug, welche bremsen oder blockieren mich?

 

Jetzt habt ihr ein gutes Selbstbild bzw. ein Gefühl, wo ihr gerade steht und wie es um eure Talente, Fähigkeiten und Motivation steht. Gerne könnt ihr euch bereits darüber Gedanken machen, wie der jeweilige Job aussieht, der zu diesen passt. Falls ihr euch nicht sicher seid, welche Jobs es gibt und welche auch zu euren Ergebnissen passen, dann kann ich euch die Page whatchado ans Herz legen. Dort gibt es die Möglichkeit ein Job-Matching durchzuführen und so durch Fragen zu jenem Job zu gelangen, der sich am ehesten mit euren Vorstellungen matcht. Die Selbstanalyse ist also ein sehr guter Start, um diese Fragen dann leichter beantworten zu können.

 

Schritt 2: Die Ziele-Werte-Analyse

Wie schon erwähnt ändern sich unsere persönlichen Werte im Laufe des Lebens. Einscheidende Punkte sind hier jedenfalls der Schul- und/oder Studienabschluss, der erste Job, die Hochzeit, Geburt oder auch Trennungen. Alle Ereignisse, die uns aus unserer bisher gewohnten Bahn werfen, regen uns automatisch an, unser Leben, unsere Vorstellungen und Werte zu reflektieren. Aber auch wenn sich in eurem direkten Umfeld scheinbar nichts verändert, dreht sich die Uhr der Gesellschaft weiter und nimmt somit Einfluss auf uns. Stellt euch also folgende Fragen:

 

  • Was treibt mich an?
  • Ist mir die Sicherheit im Job wichtig, oder gehe ich auch gerne Risiken ein?
  • In die Erreichung welcher Werte wende ich gerne besonders viel Energie auf?
  • Welche Werte müssen in meinem Umfeld gelebt werden, sodass ich mich damit identifizieren kann?
  • Wie wichtig sind mir Freiheit und Unabhängigkeit?

 

Weiterführend helfen euch jene Fragen weiter:

  • Möchte ich gerne andere Aufgaben übernehmen?
  • Möchte ich sogar in einem komplett anderen Bereich wechseln?
  • Kommt eine Reduktion der Arbeitszeit in Frage, im Sinne einer ausgewogenen Work-Life-Balance?
  • Wünsche ich mir eine Gehaltserhöhung, eine/n neue/n ArbeitgeberIn oder gar den Einstieg in die Selbstständigkeit?
  • Was würdest du tun, wenn Geld keine Rolle spielt?

 

Schritt 3: … und Action!

Die Reflektions- und Analysephase ist vorbei – gratuliere euch, ihr habt es soweit geschafft. Doch dies ist noch nicht das Ende. Sich über die eigenen Vorstellungen und Werte im Klaren zu sein ist zwar schon ein sehr großer und wahrlich kein einfacher Schritt, doch was helfen euch all diese Erkenntnisse, wenn ihr diese nicht in die Tat umsetzt. Wie könnt ihr nun an diesen Ergebnissen ansetzen? Es kommt nun darauf an, was ihr euch vorstellt und wünscht: Hier können recherchen weiterhelfen, welche Weiterbildungen, Umschulungen und Ausbildung euch weiterbringen, aber auch ein vertrauliches Gespräch mit eure/n KollegInnen, dem/der Vorgesetzten oder auch der Kontaktperson in eurer Personalabteilung sind gute Schritte in die richtige Richtung. Wichtig ist nur, dass ihr den Mut aufbringt eure Gedanken und Vorstellungen in die Tat umzusetzen – ihr werdet sehen, sobald sich etwas in eurem Leben positiv bewegt, kommt der Motivationsschub für alles weitere von ganz alleine.

 

**Ani**

Share your thoughts

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.