Crime Scene: JOB – es kann uns alle treffen

Dieser Blogpost ist kein Review zu den aktuellen CSI-Folgen im TV, nein, er soll euch die Augen öffnen, euch sensibilisieren, dass gerade die Gewalt nicht nur in Schulen, auf den Straßen, sondern auch am Arbeitsplatz zunimmt. Wie ihr diese präventiv erkennen könnt, erklär ich euch in diesem Blogpost.

Nur weil das Thema medial gerade nicht präsent ist, heißt es nicht, dass es nicht existiert. Speziell in der heutigen Zeit, wo es zu vielen Umstrukturierungen, Firmenfusionen etc. kommt, wächst die Angst des Jobverlustes, und der Druck auf die einzelnen MitarbeiterInnen wird immer größer – Effizienz und Leistungssteigerung sind nur 2 Schlagworte, die uns tagtäglich begleiten.

In einer Studie, durchgeführt vom Institut für Psychologie und Bedrohungsmanagement und der TU Darmstadt zum Thema Gewalt am Arbeitsplatz (2013), wird ersichtlich, dass 21% der befragten Personen schon einmal Gewalt angedroht wurde, 19% waren Opfer von Stalking am Arbeitsplatz und 15% von sexueller Belästigung.

„Gewalt“ ist ein sehr eng gefasster Begriff, ich würde ihn gerne auf „destruktive Verhaltensweisen“ am Arbeitsplatz ausdehnen, da mit dem Begriff der „Gewalt“ eher physische Gewalt in Verbindung gebracht wird. Ein destruktives Verhalten jedoch, beinhaltet neben der physischen auch die psychische und verbale Gewalt. Wie kann es nun überhaupt zu einem destruktiven Verhalten  kommen?

Der Kriminalpsychologe Dr. Thomas Müller beschreibt in diesem Zusammenhang 3 Motive:

  1. Wenn eine Person einer länger andauernden Stresssituation, die von außen erzeugt wird, ausgesetzt ist
  2. Fehlende Identifikation mit dem Unternehmen
  3. Private Problemstellungen, wie beispielsweise Krankheiten, Todesfälle etc., die unvorhersehbar eintreten

Als KollegIn oder außenstehende Person ist es immer schwierig vorab zu erkennen, ob jemand zu destruktivem Verhalten neigt, da man ja bekanntlich nicht in einen Menschen hineinsehen kann. Dazu muss auch gesagt werden, dass so ein Verhalten nicht von heute auf morgen entsteht, sondern dies ein länger andauernder Prozess ist. Dr. Müller formuliert aber auch hier 3 Punkte, an denen sich destruktives Verhalten präventiv erkennen lässt:

  1. Die Personen ändern ihr Verhalten gegenüber dem Betrieb (Bspw. das Zurückziehen aus der Arbeitsgemeinschaft)
  2. Die Personen ändern ihr Verhalten gegenüber anderen Menschen (Bspw. werden sie überfürsorglich oder extrem höflich)
  3. Die Personen ändern ihr Verhalten sich selbst gegenüber (Bspw. mangelnde Hygiene) – in diesen Fällen ist es aber meistens schon zu spät

Es lässt sich jedenfalls sagen, dass, bevor es zu destruktivem Verhalten am Arbeitsplatz kommt, extreme Maße bei den betroffenen Personen sichtbar werden (negativ wie auch positiv). Diese gilt es vorab zu erkennen und aktiv tätig zu werden, in dem man die Personen aktiv darauf anspricht, oder die Beobachtungen seiner Führungskraft mitteilt.

Ihr werdet euch vielleicht fragen, wie ich gerade auf dieses Thema komme? Ich muss dazu sagen, dass ich glücklicherweise mit diesem Thema noch nie persönlich konfrontiert wurde. Trotzdem liegt es mir am Herzen eine gewisse Sensibilisierung dafür zu schaffen. Überdies bin ich ein großer Fan von Herrn Dr. Müller, den ich auch schon live und in Farbe bei einem Vortrag zu genau diesem Thema erleben durfte. Leider wurde dieser Vortrag damals nicht aufgezeichnet, dafür aber sein Auftritt bei der Siemens Academy of Life (eine Veranstaltung für Nachwuchsführungskräfte bei Siemens), den ich euch nicht vorenthalten möchte.

Es gibt auch eine ungeschnittene Fassung, die ca. 1 1/2 Stunden dauert – wer also Zeit, Lust und vor allem Interesse hat, kann sie hier ansehen.

Wie ich vorhin schon betont habe, bin ich ja ein großer Fan von Herrn Dr. Müller, aber noch ein größerer Fan von Farin Urlaub (die Ärzte). Und weil es einen Auftritt bei Willkommen Österreich gibt, wo man beide zusammen bewundern und belachen kann – hier auch noch der Ausschnitt zur Sendung:

 

**Ani**

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