Ich habe heute leider keine Rose für dich…

Valentinstag – der Tag der Verliebten und auch der Tag an dem die Blume der Liebe, nämlich rote Rosen verschenkt werden. An diesem Tag schnellt nicht nur das Angebot an in rot und rosa gefärbten Geschenkmöglichkeiten in die Höhe, sondern auch die Preise für Blumen. Doch wer kassiert nun wirklich den Gewinn und wer zahlt womöglich drauf?

Jedes Jahr dasselbe Spiel: 14. Februar ist Valentinstag und die Welt ist scheinbar im Ausnahmezustand. Auf der einen Seite Menschen, die den Tag hassen, ihn ignorieren, abgedroschen finden oder ihn als wirtschaftliches Konstrukt, welches lediglich den Konsum bzw. die Kaufkraft erhöhen soll, abstempeln. Auf der anderen Seite befinden sich jene, die den Valentinstag aufgrund des romantischen Gedankens lieben und diesen Tag (der ursprünglich aus Amerika stammt) mit größter Freude zelebrieren.

Egal zu welcher Sorte Mensch man zählt, solange es den Valentinstag gibt, solange werden immer noch meist materielle Dinge verschenkt. Das Aushängeschild und der Inbegriff für Romantik sind immer noch die roten Rosen, die speziell Frauen die Freudentränen in die Augen schießen und ihr Herz erweichen lässt.

Unter diesen Umständen und mit vielen Herzchen in den Augen, macht sich jedoch keine/r wirklich Gedanken, woher denn die Rosen stammen und unter welchen Bedingungen diese eigentlich produziert werden – denn da würden die Herzchen und die Romantik schnell wieder verschwinden. Des einen Freud, des anderen Leid. Gerade in unserer westlichen Gesellschaft, wo ein regelrechter Preiskrieg herrscht, achtet jede/r nur auf sein eigenes Geldbörserl und schaut, wo man rasch und günstig vermeintlich gute Produkte bekommt, egal wie die eigentlichen Kosten (dahinter) aussehen.

Fakt ist, dass Rosen, für die man pro Bund nur € 1,- bezahlt, nicht unter fairen Bedingungen produziert worden sein können. Die meisten Schnittblumen kommen aus sogenannten Billiglohnländern. Was die ArbeiterInnen dort für ihre Arbeit verdienen, reicht lange nicht aus, um ihre Familie ernähren zu können. Weiters kommen bei der Blumenproduktion Pestizide zum Einsatz, die langfristig gesehen zu Kopfschmerzen, Schwindel und Sehstörungen sowie zu Haut- und Atemproblemen führen. Aber auch Fruchtbarkeitsstörungen bis hin zu Fehlgeburten sind die Folge von diesen Giften.

Die ARD hat vor einigen Jahren einen sehr interessanten und kritischen Beitrag zur Rosenproduktion in Afrika gedreht, den ich euch nicht vorenthalten möchte:

 

Was sind denn nun die Handlungsmöglichkeiten, wenn man am Valentinstag trotzdem rote Rosen verschenken möchte? Auf der einen Seite kauft man bewusst beim Blumenhändler seines Vertrauens ein und stellt so sicher, dass sie aus heimischer Produktion kommen (wenn man unsicher ist, einfach beim Händler nach der Herkunft fragen). Auf der anderen Seite bieten bereits heimische Supermärkte Rosen aus Fairtrade Produktion an. Das bekannte Symbol, was ihr sicherlich kennt, steht für faire Preise, bessere Arbeitsbedingungen und fairen Handel. So kosten Rosen aus Fairtrade Produktionen zwar ein paar Cent mehr, jedoch hat man durch diesen kleinen Beitrag den ArbeiterInnen durch verbesserte Bedingungen immens geholfen. Weiters wird mit dieser Prämie auch in Bildungs-, Gesundheits- und Umweltprojekte investiert.

Deshalb: Warum nicht auch am Valentinstag etwas Gutes tun? Es kann so einfach sein…

**Ani**

Happy Valentine’s Day!!!

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