My Traveldiary: Paris, mein Geburtstag & die Fashion Week

Ich träumte schon immer davon meinen Geburtstag in Paris zu verbringen, ganz klassisch und kitschig mit Baguette, Croissant, dem Eiffelturm und der Pariser Mode. Ob das alles am Ende auch so eingetroffen ist… ?

Es war mein erster Besuch in der Hauptstadt Frankreichs. Ein bisschen Bauchweh hatte ich schon, da die Attentate vom Herbst 2015 immer noch in meinem Kopf präsent waren. Doch diese Gedanken waren schnell verflogen! Paris je t’aime!

DAY 1:

WIEN, SCHWECHAT 06:15 Uhr

Wir flogen mit Air Berlin in Richtung Paris CDG, nachdem wir um 3 Uhr morgens aufgestanden waren *puh*. Nach einem sehr ruhigen Flug kamen wir pünktlich nach ca. 1 1/2 Stunden Flugzeit am Flughafen in Paris an, wo uns leider ganz trübes Regenwetter begrüßte. Mit dem Zug ging es dann in die Stadt und nach weiteren Umsteigen erreichten wir auch unser Apartment im 16. Arrondissement. Ja richtig, Apartment – wir haben uns über Air BnB eine Unterkunft gesucht und für etwa € 40,- pro Person und Nacht eine mit einer tollen zentralen Lage gefunden. Diese hat sich als echtes Schnäppchen entpuppt, da sie für Pariser Verhältnisse dazu recht geräumig war. Gegen Mittags ging es dann auch schon los mit dem Städtetrip. Es gab viel zu sehen und die Zeit war eigentlich relativ kurz.

Deshalb ging es auch vorerst zu Fuß los – den Eiffelturm immer im Blick an der Seine entlang. Vorbei an tollen und unleistbaren Boutiquen a la Armani, Dior, Prada usw., kamen wir endlich am Eiffelturm vorbei, und die Sonne kam nun auch ein wenig hinter den Wolken hervor. Weiter ging es dann in Richtung Arc de Triomphe, wo wir dann mittels Mini-Elektrobus (der war sogar gratis) die Avenue des Champs-Élysées rauf und runter fuhren. Ausgestiegen sind wir dann beim Jardin des Tuileries, worauf es dann gleich weiter zum Louvre ging. Ihr könnt euch vorstellen welche Menschenmassen sich hier tummelten – gerade auch deswegen, weil sich die Sonne jetzt ganz hinter den Wolken hervorgetraut hat.

Einmal ums Eck spaziert, entdeckten wir auf einmal noch mehr Menschen, PolizistInnen, Limousinen und noch mehr FotografInnen. Tadaaaa, wir waren mitten im Tumult der Pariser Fashion Week angekommen. Handy und Kamera waren gezückt und wir warteten darauf einen Blick auf die Fashionistas werfen zu können. Zufällig erfuhren wir, dass hier in ein paar Minuten die Show von Dior startete. Und ein paar Promis kamen wirklich an uns vorbei, wie beispielsweise Jessica Alba & Chiara Ferragni. Die ganzen Eindrücke und vor allem Bilder hier festzuhalten würde den Rahmen sprengen, deshalb werde ich dies in einem eigenen Blogpost für euch tun – versprochen 🙂

Ein bisschen Shopping durfte natürlich nicht fehlen! Deshalb war der Zwischenstopp im Viertel „Le Marais“ Pflicht, auch weil sich mein Magen nach dem langen Marsch meldete. Mit ein paar Taschen mehr in der Hand ging es zum letzten Höhepunkt für diesen Tag: die Kathedrale Notre-Dame de Paris. Bevor es zurück zum Apartment ging, schauten wir noch im Quartier Latin vorbei. Wenn ihr hungrig seid und am liebsten etwas „to go“ hättet, dann kann ich dieses Viertel sehr gut empfehlen. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei, und die Lokale sind alle gleich direkt nebeneinander aufgereiht.

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DAY 2:

PARIS 09:30 Uhr

Happy Birthday to me! Deshalb gabs zum Frühstück auch gleich ein leckeres Croissant, zusammen mit einem kleinen Präsent von meinem Schatz. Die kleine „Feier“ dauerte leider nur kurz an – denn wir mussten schon wieder los: Zufällig bin ich nämlich auf Paris Greeters gestoßen. Die Seite bietet kostenlose Führungen durch Paris an, wo man Plätze kennenlernt, die nicht touristisch sind und in keinem Reiseführer stehen. Dadurch, dass diese Organisation von Freiwilligkeit lebt, ist es dafür möglich, sich mit einer kleinen Spende zu bedanken.

Und es hat sich sehr ausgezahlt: Pünktlich erschien unsere „Reiseleiterin“ Délphine beim vereinbarten Treffpunkt. Sie zeigte uns den 16. Arrondissement, wo sie selbst lebt, von einer ganz anderen Seite: Vorbei an den privaten Straßen & Villen, wo auch Carla Bruni wohnt, hin zu ehemaligen Bahnstrecken, die nun als Grünfläche dienen und eher an einen ruhigen Waldspaziergang erinnern, als an einen Citytrip. Délphine, die selbst ein Faible für Architektur hatte und recht gut Deutsch sprechen konnte, erklärte uns recht ausführlich, welche Stilrichtungen und Architekten Einfluss auf die verschiedenen Gebäude in diesem Bezirk hatten.

Ich konnte ihr auch ein kleines Geheimnis entlocken: Ich fragte mich nämlich immer schon, wie denn die Französinnen bei der leckeren Patisserie so schlank bleiben können. Sie lachte und meinte, dass sie selbst sehr viel zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegt. Das beginnt schon beim täglichen Spaziergang in die Arbeit. Teilweise ist dies nämlich nicht ganz freiwillig: Da das öffentliche Netz in Paris nicht sehr gut ausgebaut ist und man teilweise mit der Metro länger braucht als mit dem Fahrrad, ist die Bewegung ein netter Nebeneffekt.

Nach ca. 2 Stunden war auch unsere Privatführung leider schon wieder vorbei. Jetzt ging es dafür weiter zum Sacré Coer de Montmartre – und nein, nicht mit der kleinen Bahn, sondern die steilen 237 Stufen hinauf. Doch der Blick belohnt die ganze Mühe. Und da es ja mein Geburtstag war, belohnte ich mich auch – und zwar mit einer leckeren Crepe um stolze € 4,-. Man lebt ja bekanntlich nur einmal!

Der Nachmittag neigte sich dem Ende zu. Schnell zurück ins Apartment, frisch gemacht und hergerichtet ging es dann per Metro wieder in die Stadt bzw. ans andere Ende, in den Osten von Paris. Dort erwartete mich nämlich mein Geburtstagsdinner im Gentle Gourmet Café. Perfekt für alle, die sich vegetarisch bzw. vegan ernähren und sich auch mal etwas Besonderes gönnen möchten. Ein kleiner Tipp: Da die Portionen recht klein sind, am besten sein Dinner in 3 Gängen zusammenstellen 🙂

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DAY 3:

PARIS 10:00 Uhr

Der letzte Tag in Paris ist angebrochen. Die Zeit ist leider – wie so oft – zu schnell vergangen. Das Ziel an diesem Tag war das Chateau Versailles, welches ein bisschen außerhalb der Stadt liegt. Mit dem Zug kommt man jedoch recht gut und rasch um € 3,50 zum Ziel. Als wir beim Schloss ankamen, merkten wir, dass wir doch schon zu spät dran waren. Die Menschenschlange war irre lange. Nichts desto trotz nutzten wir die Gelegenheit und schauten uns stattdessen die wunderschöne und riesengroße Gartenanlage an. Auf dem Areal ließ der Sonnenkönig Ludwig XIV sogar für seine Marie-Antoinette ein eigenes Dorf errichten. Heute noch kann man dieses besichtigen bzw. befindet sich auch eine weitläufige Weide mit Ziegen und Schafen auf dem Grundstück. Viele FranzosInnen nutzen diesen Ort für Familienausflüge, Fahrradtrips, Picknicks oder zum Joggen.

Man sollte schon ein paar Stunden einplanen, um alles besichtigen zu können, da es wirklich riesig ist. Oder man verkürzt die Zeit, in dem man sich einen kleinen Elektrowagen (wie die auf den Golfplätzen) oder ein Fahrrad mietet. Weil uns diese kleine Wanderung noch nicht genug war 🙂 schauten wir uns auch noch die Kleinstadt Versailles an. Zu unserem Glück gab es in der Nähe des Bahnhofs einen Bauernmarkt, so richtig typisch französisch: Hier wurde gehandelt, herumgebrüllt und einem gleich Kostproben in die Hand gedrückt. Genauso wie ich mir das vorgestellt habe.

Den Rest der Zeit bis zum Abflug um 21:00 Uhr verbrachten wir mit Shoppen – ja, dies ist seit kurzem auch Sonntags in Paris möglich. Wie sieht nun mein Resümee aus?

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FAZIT:

Wie schon zu Beginn geschrieben: Paris je t’aime!

Diese Stadt hat ein eigenes Flair, in Zeiten der Fashion Week bringt sie auch die Haute Couture auf ihre Straßen. Es war schön und sensationell ein Teil davon zu sein. Abgesehen davon bin ich ein großer Fan der französischen Küche geworden, die schon recht viele vegane bzw. vegetarische Alternativen anbietet, jedoch teilweise doch noch ein wenig überteuert ist. Im Zentrum von Paris habe ich mich durchgehend sicher und wohl gefühlt. An größeren touristischen Plätzen haben natürlich immer Polizei oder Bundesheer patrouilliert, war aber nicht störend. Fährt man ein wenig außerhalb in die Randbezirke von Paris, wird einem zwar teilweise schon ein wenig mulmig, da hier doch die Armut sichtbar wird. Man begegnet dann doch schon ein paar angetrunkenen und berauschten Personen.

Trotzdem: Alle FranzosInnen, mit denen wir zu tun hatten, waren stets freundlich und zuvorkommend zu uns, keine Spur also von der französischen Arroganz von der man doch öfter hört. PARIS, tu as mon coeur – ich freue mich schon auf viele weitere Besuche!

Bisous,

**Ani**

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