Talk About: The Career Code

Was passiert, wenn sich 2 fashionbegeisterte Frauen zusammentun: Sie gründen ein Imperium und veröffentlichen über die damit verbundenen neuen Karrierewege ein Buch. So geschehen bei Hillary Kerr und Katherine Power und rausgekommen ist: der Career Code!

Welche Fashionista kennt die Page WhoWhatWear nicht? Hier dreht sich alles rund um Fashion, Lifestyle, Celebrities uvm. Ins Leben gerufen wurde sie von Hillary Kerr, frühere Texterin für ELLE, Teen Vogue & Nylon Magazine und von Katherine Power, die ihre Karriere ebenfalls bei ELLE als West Coast Editor startete. Was als Idee und Traum für beide Frauen begann, hat sich zu einem richtigen Imperium mit mehreren Tausend MitarbeiterInnen entwickelt, die sich nun um mehrere Pages & Brands kümmern.

Ich kenne die beiden Girlbosses von den verschiedensten Artikeln aus bekannten Modezeitschriften bzw. Online-Magazinen, aber auch von ihren bereits veröffentlichten Büchern, die ausschließlich das Thema Mode behandelten. Als ich auf Instagram zufällig erfuhr, dass die beiden nun auch ein Buch zum Thema Karriere launchten, war klar, dass ich es haben muss. Und: Es hat mich überrascht – im positiven Sinn!

„The Career Code“ ist, wie ihr euch schon denken könnt, kein gewöhnlicher Karriereratgeber, so wie es ja schon unzählige davon gibt. Vielmehr betrachtet er das Thema von einer etwas anderen Perspektive. Dadurch, dass Kerr & Power keine Karriere im klassischen Sinn hingelegt hatten, zeigen sie gut auf, dass eine „steile Karriere“ auch anders funktionieren kann. Die beiden beschreiben weitestgehend 17 „Codes“ für die Karriere und haben als Bonus noch 27 Life Hacks für mehr Effizienz, Zufriedenheit und weniger Stress im Arbeitsleben mit dazu gepackt.

Die 5 wichtigsten Codes, die auch ich für wertvoll und unerlässlich erachte, möchte ich euch nun näher vorstellen:

CODE 1: „Find something you love to do, and then figure out a way to get paid for it“

Wie schon beschrieben geht es in diesem Buch nicht um eine klassische Karrierelaufbahn. Soll heißen, auch wenn ihr beispielsweise Finance studiert oder gelernt habt, aber begeisterte/r ReiseliebhaberIn seid und vielleicht sogar einen Blog darüber schreibt, ihr durchaus einen Quereinstieg in diesen Bereich schaffen könnt. Wichtig ist, sich darüber im Klaren zu werden, was einem begeistert, wofür man brennt. Dann geht man am besten systematisch an die Sache heran und zwar mit Recherche: Welche Personen/Firmen/Organisationen interessieren mich denn überhaupt bzw. passen zu mir? Möchte ich in einem kleinen KMU/Start Up arbeiten, oder doch in einem Großkonzern? Gibt es Branchen- oder Firmenevents, um näher an die wichtigen AkteurInnen/Themen heranzukommen und vielleicht schon erste Kontakte knüpfen bzw. um mein Fachwissen zu erweitern/vertiefen?

CODE 2: „Your Résumé speaks before you do, so make sure it’s articulate“

Ein sehr wichtiger Code! Hier geht es um eure Visitenkarte: euren Lebenslauf und das dazugehörige Motivationsschreiben. Und eine ordentliche Visitenkarte erfordert Zeit und auch ein bisschen Schweiß. Beide Dokumente sollten kurz, aber prägnant ein Bild eures Könnens und eurer Erfahrung vermitteln. Somit sind eine klare und reine Schriftart, eine übersichtliche Struktur und vor allem der Inhalt, essentielle Punkte, die es hier zu beachten gilt. Das Motivationsschreiben muss personalisiert sein und wie der Name schon sagt, auf die Motivation der jeweiligen Position abzielen. Der Lebenslauf sollte aber genauso auf die angestrebte Position abgestimmt sein, nämlich so, dass man in kürzester Zeit die dafür relevante Erfahrung herauslesen kann. Ganz wichtig: Auf eine korrekte Rechtschreibung achten!!!

CODE 3: „Interview like a Boss“

Hat man die Hürde gemeistert und wird man tatsächlich zu einem persönlichen Bewerbungsgespräch eingeladen, so gilt es auch hier gewisse Punkte zu beachten: Die Vorbereitung hierzu beinhaltet eine weitere, tiefergehende Recherche über das Unternehmen bzw. die wichtigsten Personen darin. Weiters ist es ratsam, eine Art Rollenspiel mit der/dem besten FreundIn zu machen, indem die Bewerbungssituation nochmals geübt wird. Beim Bewerbungsgespräch ist gerade der erste Eindruck der wichtigste und ist auch jener, der im Gedächtnis bleibt. Somit ist eine adäquate Kleidung das A und O. Der Career Code liefert hierzu wertvolle Tipps direkt von den Profis, auch je nachdem ob man sich in einem kreativen, konservativen o.Ä. Unternehmen bewirbt.

CODE 4: „Social Media should help you, not hurt you“

Der 4. Code zielt einerseits darauf ab, vorsichtig im Umgang mit persönlichen Bildern, Daten, Meinungen zu sein, die öffentlich einsichtig sind. Kein/e ArbeitgeberIn möchte gerne betrunkene Rowdies einstellen. Andererseits gibt es Social Media Portale, die helfen sollen, die eigene Arbeit bekannter zu machen, wie beispielsweise Pinterest oder Tumblr. Hier gilt es, darauf zu schauen, dass diese Accounts immer top gepflegt sind. Auch wenn ihr Accounts bei XING oder LinkedIn habt, sollten diese immer professionell und aktuell gehalten werden. Viele PersonalistInnen bzw. sogenannte Head Hunter recherchieren in diesen sozialen Netzwerken nach möglichen potentiellen KandidatInnen. Bitte seid also vorsichtig, welche Daten ihr öffentlich preisgeben wollt, oder welche ihr lieber ganz verschweigt bzw. auf „persönlich“ einschränkt.

CODE 7: „The most proactive people win“

Dieser Code gehört für mich zu den essentiellsten, wenn ihr bereits den Job eurer Träume ergattert habt: seid proaktiv! Ein kleines Wort mit großer Wirkung – aber was heißt denn „proaktiv sein“ nun genau? „Think before everyone else!“ Heißt, ihr arbeitet nicht nur „aktiv“ die euch delegierten Aufgaben ab, sondern denkt dabei auch noch mit: Vielleicht wäre es ja eurer Meinung nach besser, den Ablauf der Aufgabe etwas zu verändern, sodass der Prozess generell effizienter und rascher wird. Oder aber ihr würdet bei der Präsentation, diesen und jenen Inhalt noch erwähnen, da es dann verständlicher für die Zielgruppe wird. Das ist nämlich jener Punkt, der uns von Maschinen unterscheidet. Jede/r sollte gute Ideen, Lösungen, Vorschläge etc. konstruktiv einbringen. Was damit weiters zusammenhängt ist die Kommunikation: Interagiert so viel wie notwendig mit eurem Umfeld, denn niemand mag wichtigen Informationen nachlaufen. Habt ihr eine Aufgabe erledigt, kommuniziert dies auch. Gibt es Probleme, habt ihr Fragen dazu oder ist doch nicht alles klar, dann kommuniziert dies. Ein offenes Gespräch, welches ihr proaktiv sucht, ist aus meiner Erfahrung heraus, immer noch der beste Weg um rasch an Lösungen zu kommen oder Missverständnisse aus der Welt zu schaffen.

Dies war nur ein kurzer Ausschnitt aus dem „Career Code“, aber ihr seht, es sind doch schon ein paar neue und kreative Tipps und Ratschläge dabei, die auch gut umsetzbar sind. Das Buch gibt es derzeit zwar nur in der englischen Originalfassung, jedoch ist es wirklich einfach zu lesen, und alles ist sehr simpel erklärt.

Mein Fazit: Ein wirklich tolles Buch, welches Karriere und Fashion verbindet, jedoch liegt der Fokus klar auf den gut aufbereiteten und strukturierten Karrieretipps (die eben nicht nur für den angloamerikanischen Raum gelten). Sie sprechen sowohl Personen mit mehrjähriger Berufserfahrung an, als auch BerufseinsteigerInnen. So findet ihr beispielsweise Tipps, wie ihr mit einem geringen Einkommen, eure erste Business Garderobe zusammenstellen könnt. Es ist also für jede/n etwas dabei!

Viel Spaß beim Lesen!

**Ani**

4 thoughts on “Talk About: The Career Code

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s