Kontakte, Kontakte, Kontakte!

Networking – für manche das Unwort des Jahres für manche das berufliche Lebenselixier. Hier scheiden sich oft die Geister und auch die Geschlechter, denn wie wir aus dem Alltag wissen, tun sich Frauen bei diesem Thema noch etwas schwerer als so manche männliche Kollegen. Auch ich fühle mich beim Networken noch nicht so sicher wie ich es gerne hätte. Wie ich dennoch über meinen Schatten gesprungen bin, und welche Gelegenheiten die besten fürs Kontakteknüpfen sind, lest ihr in diesem Blogpost.

Kontakte sind wichtig. Erst durch Kontakte ergeben sich neue berufliche Chancen. Oft werden berufliche Karrieren schon informell vorab besprochen, bevor diese offiziell in die Wege geleitet wird. Je größer das persönliche und/oder berufliche Netzwerk, desto schneller kommt man zu den relevanten Informationen, die einem karrieretechnisch voran bringen.

So die Theorie! Klingt doch ganz einfach. Nur, wie kommt man – gerade am Beginn der beruflichen Karriere – zu einem Netzwerk? Wie und wo lernt man die vielleicht wichtigen Menschen kennen? Zu allererst: Bitte zu Beginn nicht zwangsweise zwischen „wichtigen und nicht-wichtigen Personen“ unterscheiden. Ein gut funktionierendes Netzwerk besteht nämlich aus Geben und Nehmen. Gerade zu Beginn einer Karriere tut man sich mit dem Geben etwas schwerer. Trotzdem ist es wichtig mit seinem Gegenüber ein ausgewogenes Verhältnis zu haben. Deshalb ist es ratsam, sich nicht gleich am Anfang auf die „Global Player“ zu stürzen, sondern Menschen zu finden, die man sehr sympathisch findet oder auch gemeinsame Interessen teilt.

Dann ist es wie ein Schneeballsystem – durch neue Leute, lernt man irgendwann wieder neue Leute und wieder neue Leute kennen usw. Doch ein Netzwerk muss auch gepflegt werden. Keine Angst, ihr müsst nicht mit allen Personen tagtäglich in Kontakt sein, aber so ab und zu nachzufragen wie es geht oder sich zu auf ein Getränk zu treffen, hält die partnerschaftliche Beziehung am Leben. Das nennt sich dann Beziehungspflege – denn, wie schon erwähnt, es besteht aus Geben und Nehmen. Wer möchte denn schon mit solchen Menschen zu tun haben, die sich nur melden, wenn sie wieder einmal etwas benötigen? Genau, diese saugen nur unsere Energie, und von jenen solltet ihr auch Abstand nehmen.

Das Thema Networking ist für mich auch kein einfaches, weil ich meistens einfach zu schüchtern bin, für mich interessante Personen anzusprechen. Was sage ich dann eigentlich? Über welche Themen soll ich dann sprechen? Genau diese Dinge kursieren in meinen Kopf und meine Schüchternheit überkommt mich, sodass ich auch manchmal ohne Erfolg wieder nach Hause fahre. Aber „Übung macht den/die MeisterIn“ und ich schöpfe von mal zu mal mehr Selbstvertrauen. Ja, diese Situationen sind anfangs für viele ungewohnt. Aber viele kommen erst gar nicht in solche, da sie gar nicht wissen, wo ein guter Ort für Networking ist.

Deshalb habe ich für euch folgende 3 Tipps zusammengestellt, wo und wie ihr euer Netzwerk aufbauen könnt:

1.A little Party never killed nobody

Die leichteste und auch unkomplizierteste Variante Leute kennenzulernen ist einschlägige Events zu besuchen. Durch Facebook, XING & Co ist es heutzutage auch sehr leicht an entsprechende Infos zu kommen. Spezielle Interessensgruppen auf Facebook und XING organisieren häufig Events für ihre MitgliederInnen. Ein Vorteil hiervon ist, dass das Thema bei diesen Veranstaltungen eines ist, wo ihr euch auskennt, was euch interessiert und ihr auf Gleichgesinnte trefft. Somit sollte es auch kein Problem sein, ein gemeinsames Thema zu finden. Außerdem stehen diese Events meistens unter der Prämisse des Networkings, deshalb braucht ihre keine Sorge haben, jemanden zu „belästigen“ oder zu „stören“ – denn genau darum geht es ja. Mein persönlicher Tipp: Am effektivsten ist es, wenn ihr diese Events alleine besucht – so kommt ihr schneller mit fremden Personen in Kontakt und könnt euch nicht hinter eurer Freundin/eurem Freund verstecken.

2.Ain’t got far to go

Das Glück liegt manchmal so nah, da lohnt es sich nicht in die Ferne zu schweifen. Soll heißen, sprecht doch beispielsweise beim nächsten Familienfest über berufliche Themen – ihr werdet sehen, dass auch eure Verwandtschaft über ein tolles Netzwerk verfügt und euch durchaus neue Kontakte vermitteln kann. Das Gute ist, ihr bekommt tolle Hintergrundinfos zu Personen/Themen etc. und könnt euch in den meisten Fällen darauf verlassen, dass diese auch der Wahrheit entsprechen.

3.Eat, Pray, Network 

Richtig gelesen! Für alle, die in einem Unternehmen arbeiten, welches mit einer firmeneigenen Kantine ausgestattet ist – geht öfter mal dorthin essen! Am besten ihr macht euch schon gezielte „Mittagsdates“, mit KollegInnen aus anderen Abteilungen (!) aus. So habt ihr keinen Mehraufwand, da die Mittagspause ja sowieso zum Arbeitstag dazu gehört. Die perfekte Methode für alle bequemen NetzwerkerInnen unter euch. Ihr schlagt darüber hinaus auch 2 Fliegen mit einer Klappe: zum einen pflegt ihr euer Firmennetzwerk, zum anderen ist es in der Kantine auch immer ein sehen und gesehen werden. Auch das Top-Management geht ab und zu in die Kantine essen: Dies ist die perfekte Möglichkeit diese Personen zu grüßen bzw. einen guten Appetit zu wünschen. Bringt vielleicht kurzfristig keinen Output für euch, jedoch habt ihr beim nächsten Firmenfest schon wieder einen Grund eure Zielperson anzusprechen und als Einstieg über das tolle Essen in der Kantine zu sprechen 🙂

Ihr seht, Networking muss nichts unmögliches sein und schon mit kleinen Schritten, kommt ihr an euer Ziel. Was ist eure Meinung zu Networking? Seid ihr schon Profis oder ist das noch nicht so ganz eure Welt?

**Ani**

5 thoughts on “Kontakte, Kontakte, Kontakte!

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