Ich habe heute leider keine Zukunft für dich!

Es gibt gewisse Angewohnheiten, die uns hinsichtlich unserer beruflichen Karriere behilflich sind, andere, die sie auch ganz leicht ausbremsen können und zum richtigen „Karrierekiller“ mutieren.

In den letzten Jahren meines beruflichen Alltags bzw. in der täglichen Zusammenarbeit mit den verschiedensten Führungsebenen, habe ich schon eine einige Situation miterlebt, in der sich MitarbeiterInnen, BewerberInnen etc. ziemlich ins Out geschossen haben – und zwar durch Verhaltensweisen, die eher für Unmut gesorgt haben, als dass sie sie weitergebracht hätten.

Natürlich kommt es immer auf die Rahmenbedingungen an: was sind die Ziele des Unternehmens für das ich arbeite, welche Vorstellungen und Visionen haben meine Führungskräfte und daraus abgeleitet: Welche Erwartungen haben diese an ihre (zukünftigen) MitarbeiterInnen? Verallgemeinerungen sind selbstverständlich immer etwas plakativ.

Dennoch lassen sich meiner Meinung nach 4 Killer-Habits ableiten, die euch garantiert an einer beruflichen Karriere hindern:

Loyality? No, thanks!

Loyalität ist der Grundstein jeder Beziehung und somit auch zur (künftigen) Beziehung zum Unternehmen. Dies beginnt bereits bei der Anstellung: Was im Bewerbungsgespräch noch so leicht über die Lippen ging („Ich kann mich so gut mit Ihren Unternehmen/Ihren Produkten/Ihren Visionen identifizieren.“), muss man danach, sobald man die Zusage erhalten hat, auch in die Tat umsetzen. Diese Loyalität zeigt sich meist in informellen Gesprächen, da offiziell doch die Fassade gewahrt werden muss. Wird häufig nicht konstruktive Kritik am Management, den KollegInnen, an gewissen Entscheidungen etc. geübt, so wird dies durchaus wahrgenommen. Loyal zu sein heißt schlussendlich auch, vorgegebene Wege mitzugehen, auch wenn man sie selbst so nicht eingeschlagen hätte.

Thankfulness? No, thanks!

Dieser Punkt geht vielleicht mehr in die esoterische Richtung, aber er hat sich im Arbeitsalltag durchaus bewährt. „Tu Gutes und dir wird Gutes widerfahren!“ Klingt jetzt wirklich sehr abgedroschen und manche würden vielleicht auch sagen, sehr naiv – aber ich halte an diesem Credo fest. Begegne ich Personen mit einer positiven Haltung und Einstellung, so wird am Ende des Tages auch etwas Gutes entstehen. Umgekehrt kann ich dies nicht erwarten. Erfolge gilt es natürlich zu feiern und sich diese auch bewusst zu machen, trotzdem ist es wichtig keinen Höhenflug zu bekommen. Eine gewisse grundlegende Dankbarkeit für genutzte Chancen gilt es sich zu behalten. Vergesst nicht: „Karma is a bit**!“

Curiosity? No, thanks!

„Ach, das haben wir ja immer schon so gemacht! Da gibt es aktuell keinen Änderungsbedarf.“ Verliert man seine Neugierde für neue Ansätze/Themen/Richtungen, wird der Weg schnell zu Ende sein. Diese Aussagen, die denke ich jede/r von uns schon zur Genüge gehört hat, sind der Tod jeder wachsenden Organisation. Bleiben Unternehmen im Denken und Handeln über Jahre hinweg stecken, so wird der Eingangsschlüssel nur mehr einmal umgedreht werden und zwar um die Türe für immer und ewig zuzusperren. Dass dies nicht passiert, braucht es engagierte MitarbeiterInnen, die eine gesunde Einstellungen zu Veränderungen haben und diese gerne, mit Einsatz UND Input mittragen.

Passion? No, thanks!

Es ist mir bewusst, dass nicht jede/r von uns ihren/seinen Traumjob ausüben kann. In aller erster Linie geht man arbeiten, um sein Leben finanzieren zu können. Dies ist so auch legitim. Wo es dann zu diesem klitzekleinen aber bedeutenden Unterschied kommt, ist wenn man im aktuellen Job Karriere machen möchte. Ohne Spaß und Leidenschaft bei der und für die Arbeit, wird man auch nie erfolgreich sein können. Denn erst diese zwei Komponenten bringen die gewisse Motivation und den Ehrgeiz für den Erfolg mit. Der Output für ein Thema, welches mit Herzblut bearbeitet wird, wird ein ganz anderer und zwar gehaltvoller sein, als jener, der einfach bearbeitet wird, weil es eben sein muss – und schlimmer noch: Weil es mein/e ChefIn so gesagt hat. Versucht euch mit in ein Thema/Projekt miteinzubringen und zwar, wenn möglich, mit eurer Persönlichkeit, euren eigenen Ideen und Ansichten. Ihr werdet sehen, dann kommt die Leidenschaft, also das Feuer, von ganz allein.

Welche lessons learned habt ihr schon mit gewissen Verhaltensweisen gemacht: Also, was hat euch weiter gebracht bzw. euch vielleicht sogar ausgebremst?

**Ani**

3 thoughts on “Ich habe heute leider keine Zukunft für dich!

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