Loyalty is my Responsibility! Die Erwartung, über die niemand spricht

Treue und Verbundenheit sind in jeder partnerschaftlichen Beziehung eine grundsätzliche Voraussetzung, dass diese langfristig bestand hat.  Im privaten Bereich sind die Regeln hierfür durchaus bekannt bzw. werden diese in der täglichen gesellschaftlichen Kommunikation breitgetreten. Doch wie sieht es diesbezüglich in jener mit dem/der ArbeitgeberIn aus?

Wie heißt es doch so schön: „Augen auf bei der PartnerInnenwahl!“ Dies gilt auch für den/die künftige/n ArbeitgeberIn. Seid ihr auf der Suche nach einer Position, die ihr langfristig ausüben möchtet, so spielt auch das berufliche Umfeld, sprich die Branche, die Werte und Visionen des/der ArbeitgeberIn eine sehr wichtige und essentielle Rolle!

In meinem letzten Artikel über Angewohnheiten, die zum Karrierekiller mutieren können (hier nachzulesen), habe ich ja bereits beschrieben, dass Loyalität ein ganz wichtiger Knackpunkt ist. Manchmal müssen auch unpopuläre Wege oder Entscheidungen mitgegangen bzw. mitgetragen werden, die man selbst so nicht getroffen oder gewählt hätte. Nun möchte ich den Begriff der Loyalität, den ich persönlich mit „Verbundenheit“ oder „Identifikation“ definiere, weiter ausdehnen.

Stellt euch vor: Ihr arbeitet für ein Unternehmen, welches Tabakwaren herstellt. Selbst seid ihr überzeugte/r NichtraucherIn und legt Wert auf eure Gesundheit. Ihr werdet dort nie glücklich und zufrieden sein – und das obwohl euch die Tätigkeit an sich und das direkte Umfeld so sehr zusagt. Als MitarbeiterIn gilt es immer, die Werte, Visionen und Wege des Unternehmens mitzugestalten bzw. mitzutragen. Könnt ihr euch mit der Branche bzw. den Produkten nicht identifizieren, werdet ihr euch nie verbunden fühlen und somit auch keine Perspektive haben, die euch zufrieden stimmt und motiviert.

Auf der anderen Seite setzt auch jede Firma voraus, dass ihre MitarbeiterInnen die Philosophie mittragen und sich loyal verhalten. Dies geht sogar noch einen Schritt weiter: Viele Unternehmen setzen zudem voraus, dass ihre Angestellten auch ihre Produkte verwenden und nicht die der Konkurrenz. Auch dies bedeutet Loyalität. Deshalb ist es wichtig, speziell wenn ich auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung bin, mitzubedenken, dass es in meiner Verantwortung liegt, diese Einstellung bei meinem/meiner künftigen ArbeitgeberIn zu vertreten.

Grundsätzlich ist dies auch meine Haltung, jedoch sehe ich es persönlich nicht ganz so strikt. Es kommt für mich vielmehr auf die Rahmenbedingungen bzw. den konkreten Fall an: Bietet mein/e ArbeitgeberIn hochwertige bzw. hochpreisige Produkte (bspw. Kleidung, Accessoires, Autos etc.) an, so kann ich nicht verlangen, dass alle MitarbeiterInnen meine Produkte kaufen und verwenden/tragen etc. Auch wenn die Preise dann meist vergünstigt sind, so ist und bleibt bspw. ein Aston Martin immer noch teuer oder gar unleistbar.

Im Duden wird  Loyalität mit Wörtern wie „Anstand“, „Aufrichtigkeit“ oder „Geradlinigkeit“ in Verbindung gebracht, welche ich persönlich sehr treffend finde. Dies streicht nochmals heraus, dass eine loyale Einstellung sehr wichtig für eine Beziehung – auch auf beruflicher Ebene  – ist.

Habt ihr schon mit diesem Thema Erfahrungen gemacht? Wie loyal seid ihr gegenüber eurem/eurer ArbeitgeberIn bzw. was bedeutet Loyalität für euch? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

**Ani**

3 thoughts on “Loyalty is my Responsibility! Die Erwartung, über die niemand spricht

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