Rezeptidee: Mama’s Apfelstrudel

„Bei Mama schmeckt’s doch am besten“ – kennt ihr doch alle, oder? Mir gehts da nicht anders. Meine Lieblingsspeise war damals und ist auch noch heute der Apfelstrudel, natürlich so, wie Mama ihn zubereitet.

Sind es die alten Rezepte, oder ist es einfach, weil Mama kocht: Es schmeckt einfach am anders, sogar viel besser, als wenn man es selbst gemacht hätte. Dies ist ein ungeschriebenes Gesetz und betrifft fast jede/n von uns. Meine Mutter ist unmittelbar in der Nachkriegszeit aufgewachsen, wo Lebensmittel sehr rar waren. Damals wurde demnach auch nichts einfach so weggeschmissen, sondern alles so gut wie möglich verwertet.

Aus dieser Zeit stammen einige ihrer Rezepte, teilweise auch Mahlzeiten, die man heutzutage so auch nicht mehr kennt. Da ich sehr gerne süsse Speisen esse, war schon damals, wie auch heute, der Apfelstrudel eine meiner Lieblingsspeisen.  Unsere ganze Familie freute sich immer, wenn dieser frisch und heiß aus dem Backrohr serviert wurde. Und das beste: ohne Rosinen! Ja, ich gehöre zu der Sorte Mensch, die keine Rosinen mögen – und auch meine ganze Familie.

Wie schon in einem meiner letzten Blogposts beschrieben, mussten wir als Familie eine ziemlich schwierige Phase durchstehen, wodurch wir näher zusammengerückt sind. Obwohl wir nun alle an verschiedenen Orten leben, treffen wir uns doch mehr oder weniger regelmäßig, und das gemeinsame Essen spielt dabei immer eine Rolle. Schon meine Oma liebte gutes Essen und auch sie zauberte mir oft meinen heißgeliebten Apfelstrudel. Eigentlich witzig, dass man mit einer Speise so viele Erinnerungen verbindet. Mit diesem Rezept lasse ich euch nun an einem Stück meiner Kindheit teilhaben.

Strudelteig:

  • 250 Gramm Mehl
  • 2 Esslöffel Öl
  • 1 Ei
  • 1/8 l Wasser
  • 1 Teelöffel Essig
  • 1 Prise Salz

Alle Zutaten vermengen und zu einem Teig kneten. Diesen zugedeckt rasten lassen.

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Apfelfülle:

  • ca. 5-6 mittelgroße Äpfel
  • gemahlene Semmelbrösel & Öl
  • Zimt & Zucker
  • nach Geschmack: gemahlene Nüsse, Zitronensaft

Während der Teig nun rastet, werden die Äpfel geschält und klein geschnitten, sowie die Semmelbrösel in Öl braun angeröstet.

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Der Teig hat nun genug gerastet. Jetzt beginnt der letzte und auch kniffligste Teil: Am besten ihr breitet ein altes, aber sauberes Tischtuch aus und rollt den Teig hier grob aus. Danach zupft ihr ihn in die Länge, bis er ganz dünn ist. Jetzt verteilt ihr die angerösteten Semmelbrösel (mit den Nüssen), die kleingeschnittenen Äpfel, den Zimt, den Zucker und noch ein wenig Öl auf der Teigfläche. Zum Schluss schneidet ihr noch den etwas dickeren Rand weg. Jetzt beginnt ihr mit Hilfe des Tischtuches den Teig vorsichtig einzurollen, damit er nicht bricht und hebt dann alles auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.

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Den Strudel noch ein wenig mit Öl bestreichen und bei 180 Grad, ca. 45 Minuten backen. Zubereitungszeit beträgt bei meiner Mama ca. 35 Minuten, ansonsten würde ich hier 50-60 Minuten anberaumen.

Am besten ihr genießt ihn gleich frisch und heiß aus dem Backrohr. Je nach Geschmack, könnt ihr ihn noch mit etwas Staubzucker bestreuen.

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Vielen lieben Dank an meine Mama, dass sie mich hier über ihre Schulter hat blicken und mich das Rezept mit euch hat teilen lassen.

Ich wünsche euch gutes Gelingen und lasst euch den Apfelstrudel schmecken!

**Ani**

 

P.S.: Den Teigrand, den ihr weggeschnitten habt, könnt ihr im Zuge der Zubereitung einer Suppe verwerten. Einfach in die kochende Suppe hineinzupfen und mit der Brühe kochen lassen. Die perfekte Suppeneinlage 🙂 Ich sag ja, es wird nichts weggeschmissen!

3 thoughts on “Rezeptidee: Mama’s Apfelstrudel

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