Fashion Camp Vienna 2016

Letztes Wochenende war es endlich so weit! Das alljährliche Fashion Camp in Wien öffnete für alle Blogger und die, die es noch werden möchten, seine Pforten. Dieses mal war einiges neu: Location, KooperationspartnerInnen, Vortragende usw. Meine Highlights habe ich für euch zusammengefasst.

Das war ein Wochenende! Der Termin des Fashion Camps in Wien fiel genau mit unserem Kurztrip in die Südsteiermark zusammen. Was tun? Ganz klar, einen Tag „Auszeit“ für das Fashion Camp nehmen. Ich hatte auch alles gut durchgeplant: Kleidung, Make Up, Unterlagen – alles lag bereit. Doch was musste natürlich passieren: Mein Wecker läutete nicht! Das neue Update auf IOS10 sollte mir doch nicht den Tag schon gleich in der Früh vermiesen? Keine Ahnung wie ich das letztendlich anstellte, aber ich kam doch noch pünktlich zur Registrierung in Wien an.

Gut, dass das Park Hyatt Hotel so zentral liegt – und am Samstag genug Parkplätze im 1. Bezirk frei sind bzw. keine Kurparkzone ist. Dies war nämlich die neue Location des diesjährigen Fashion Camps und – was soll ich sagen – sehr sehr nobel! Wir wurden sogleich mit einem leckeren Frühstück empfangen, bevor es zur Begrüßung bzw. zur ersten Keynote ging. Die 3 Gründerinnen des Fashion Camps Maria (wohnZin), Anna (h.anna) & Sophie (The Lipstick), die so viel Zeit, Engagement und Herzblut in die Organisation des Events gesteckt hatten, wurden mit einem kräftigen Applaus begrüßt und hießen alle Blogger herzlich willkommen.

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Die erste Keynote fand ich persönlich am interessantesten: Heiko Hebig, Partnership Manager bei Instagram berichtete über das Medium „Instagram“ – seine Geschichte, seine Wandlung und wie es auch funktionierte. Natürlich gab er uns auch ein paar Insights bzw. Tipps & Tricks weiter, wie wir beispielsweise die Anzahl unserer Follower erhöhen könnten:

POSTEN – und dies am besten GEMEINSAM

Die Quantität und auch die Kontinuität spielt bei Instagram eine sehr große Rolle, speziell wenn man Instagram für sein Business benötigt und nicht nur als Hobby betreibt. Dies erhöht die Reichweite und auch die Chance, dass die Bilder aber auch die Videos (!) in der Suchfunktion unter den Vorschlägen angezeigt werden. Aber nicht nur das: Heiko rät auch allen, sich mit größeren oder auch kleineren Accounts zusammenzutun und „gemeinsame Sache“ zu machen. Heißt konkret, sich gegenseitig zu taggen! Dies erhöht wiederum die Reichweite und man kann so weitere Follower auf sich aufmerksam machen. Somit ist auch hier Teamwork gefragt, denn gemeinsam erreicht man mehr!

#HASHTAGS?

Manche Menschen lieben sie, andere hassen sie: die Hashtags. Ich persönlich nutze sie recht gerne, denn durch diese erhöhe ich meine Reichweite. Dies hat auch Heiko bestätigt: „Nutzt Hashtags als Sammeleimer für eure Fotos!“ Soll heißen: Ich kann mir als Account sogenannte Themenwelten schaffen und mir dazu Hashtags kreieren, sodass die Follower leichter auf meinen Account aufmerksam werden. Je spezifischer die Hashtags sind, desto weniger Fotos hängen an diesen und desto einprägsamer werden diese für eure Follower. Der Wiedererkennungswert macht es aus! #AniweißBescheid oder so ähnlich 🙂

STORYTELLING

Instagram = einfach ein Bild posten? Nein, nein! So funktioniert es nicht bzw. hat dies keinen Nutzen für eure Follower. Generell geht es im Marketing immer um Storytelling, somit auch hier bei diesem Marketing-Tool, denn Instagram ist nichts anderes. Versucht mit euren Bildern eine Geschichte zu kreieren und nutzt auch hier etwas längeren Content zu produzieren. Heißt, beschreibt die Geschichte – auch gerne etwas ausführlicher – um dieses Bild herum im Kommentarfeld.

DO YOUR THING!

Ein etwas anderer Ausdruck für: Sei du selbst! Ja, es klingt abgedroschen, aber es bewahrheitet sich immer wieder. Traut euch und steht zu euren Vorlieben, was und wie ihr fotografiert! Ihr mögt schwarz/weiße Bilder, oder einen bestimmten Filter? Dann zieht es durch! Auf Dauer bringt es nichts den „großen Instagram-Stars“ nachzueifern und deren Fotos nachzustellen etc. Es hat auf der einen Seite keinen Wiedererkennungswort, da ihr euch so nicht von der Masse abhebt und auf der anderen Seite seid das eben nicht ihr – und genau dies fällt auch euren Followern auf. Dies bringt wiederum keinen Erfolg. Somit: Findet euren Style und geht euren eigenen Weg! Ist leichter gesagt als getan – kostet auch viel Zeit und Arbeit – aber sobald ihr diesen gefunden und umgesetzt habt, kommt der Erfolg von ganz alleine. Wenn man Heiko glaubt 🙂

Natürlich wurde auch über gekaufte Follower gesprochen. Fakt ist: Es zahlt sich nicht aus! Bei Instagram gibt es sogar ein eigenes Team, welches nur damit beschäftigt ist, diese Fake Follower zu löschen.

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Nach dieser Keynote ging es auch schon zum Workshop: Ich entschied mich – wie passend – für den Instagram Photography Workshop mit Vicky Heiler und Kathi Schmalzl von The Daily Dose (powered by EOS). Darauf freute ich mich besonders, da die Insta-Fotos von den beiden Mädels wirklich toll aussehen, und wenn man schon die Möglichkeit hat von Profis zu lernen, diese auch ergreifen muss. Da es bei Instagram hauptsächlich um so genannte „flatlays“ (engl. für „platt liegen“) geht, haben sie uns dahingehend ein paar Tipps und Tricks verraten:

  1. Die Vogelperspektive ist ein Muss!
  2. Die Objekte im Bild sollten eine Art „Fluss“ ergeben, also einen fließenden Verlauf haben!
  3. Die Farbkomposition ist sehr wichtig und sollte stimmig sein!
  4. No Go: Schatten! Achtet auf den richtigen Lichteinfall!
  5. Der Hintergrund sollte Basic sein – am besten im schlichten weiß!
  6. Definiert euer „hero piece“ in der gesamten Komposition und kreiert um dieses herum eine „story“

Einen ausführlicheren Beitrag zu diesem Thema findet ihr direkt bei The Daily Dose.

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Diese praktischen Tipps durften wir dann auch gleich mit Hilfe der süßen EOS Produkte umsetzen. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt und auch an reichlich Deko Material war gedacht. Meine persönliche Kreation könnt ihr übrigens hier bewundern.

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Nach diesen vielen nützlichen Tipps und den wertvollen Input ging es ans wohlverdiente Mittagessen. Das Park Hyatt Hotel hat sich wirklich für uns ins Zeug gelegt: für jeden Geschmack war etwas dabei – auch eine vegane Speise! In dieser entspannten Atmosphäre blieb auch genug Zeit zum Netzwerken, denn was gibt es schöneres, als seine KollegInnen mal „live und in Farbe“ kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen. Dabei habe ich auch viele bekannte Gesichter getroffen, aber auch viele neue kennengelernt. Darüber hinaus gab es verschiedene PartnerInnen-Firmen, die am Fashion Camp ausgestellt haben: So konnte man sich einen neuen Look von Maybelline verpassen lassen, den neuesten Haarfön von Dyson testen, die neuen süßen iPhone Cases von Anna Laura Kummer bewundern oder einfach nur vor der Fotobox von Treatwell herumblödeln.

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Weiter ging es im Programm und zwar mit den anstehenden Talks. Klara Fuchs erzählte aus ihrer Erfahrung, wie man sich mit seinem Blog von der Masse abhebt, Anna Laura Kummer berichtete über die Details zur Gründung ihres Online Shops und wie sie auf die Idee gekommen ist, Handy Cases zu designen. Viktoria Resch (My Mirror World) hielt die Rede des Nachmittags/Abends und zwar zum Thema „Von der Idee zum Blogbeitrag“, die so mitreißend und motivierend war, dass ich am liebsten gleich vor Ort zu Schreiben begonnen hätte. Danach gaben Julia Fodor und Luisa Lion (Our Clean Journey) zum Abschluss noch ein paar wertvolle Tipps, wie man die eigene Community weiter vergrößern kann:

  1. Authentizität: Bleib dir treu und versuche nicht eine Rolle zu spielen
  2. Menschlichkeit: Sprecht auch Probleme, miese Tage etc. an
  3. Videos: Nutzt YouTube oder Snapchat um mehr von euch zu zeigen
  4. Keine Angst zu polarisieren: Du kannst nicht „Everybody’s Darling“ sein
  5. Gefühl gebraucht zu werden: Gib deiner Leserschaft das Gefühl gebraucht zu werden, lass sie mitentscheiden oder auch helfen

Die letzte Key Note des Abends hielten die beiden Mädels Lisa Banholzer und Tanja Trutschnig von Blogger Bazaar zum Thema „Erfolgsfaktoren zur Blogger-Weltherrschaft“, welche den krönenden Abschluss des Tages bildete und uns nochmals mit der richtigen Portion an Selbstvertrauen und Motivation ausstattete.

Natürlich durfte die verdiente Afterparty nicht fehlen: Ramazotti sponserte uns dafür die nötigen Drinks, sodass das Netzwerken noch leichter fiel. Für mich leider nicht, denn ich fuhr danach noch in die Südsteiermark zurück und konnte das Wochenende im Grünen ausklingen lassen. Ein „Souvenir“ nahm ich jedoch mit: Da ich in meinem Stress im Halte- und Parkverbot parkte (nur für Anrainer mit Parkpickerl), bekam ich noch einen Strafzettel oben drauf. Was soll’s – das war’s wert 🙂

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**Ani**

 

P.S.: Vielen herzlichen Dank an die gelungene Organisation! Ihr habt wirklich an alles gedacht: Top Speaker, Top Workshops, Top Essen und und und! Ich hab mich wirklich wohl gefühlt und freue mich schon auf das nächste Jahr! Es wird echt schwer dies zu toppen 🙂

12 thoughts on “Fashion Camp Vienna 2016

  1. liebe ani, dein positives feedback freut mich wirklich sehr! vor allem, dass du so viele tipps und motivation mitnehmen konntest. nur blöd, dass mit dem strafzettel😦 ich hoffe, wir sehen uns nächstes jahr wieder!🙂 🙂
    alles liebe, anna

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