Bist du ein Opfer des Queen Bee Syndroms?

Woran denken wir, wenn wir Queen Bee hören? Richtig, an die Sängerin Beyoncé. Das Queen Bee Syndrom hat jedoch nichts mit der Künstlerin (= Queen Bey) zu tun. Dieses gab es in der Arbeitswelt schon, bevor sie überhaupt noch geboren wurde und wirkt teilweise heute noch nach. Bist vielleicht du selbst diesem Phänomen auch schon zum Opfer gefallen, ohne es gemerkt zu haben?

Es gibt sie ja bereits: weibliche Führungskräfte – besonders auch in männerdominierten Branchen. Jene „Stars“, die die gläserne Decke durchbrochen haben und am „Stockerlplatz“ unserer Gesellschaft stehen. Sie werden erwähnt, hervorgehoben, in Magazinen gefeatured und gefeiert. Sie haben Vorbildwirkung, und viele Frauen schauen zu ihnen auf, eifern ihrem Erfolg nach. Regelmäßig werden sie zu Talks eingeladen, um „ihre“ Erfolgsgeschichte zu erzählen bzw. um den anderen Frauen Tipps & Tricks zu verraten, wie sie es denn geschafft haben.

Kennen wir! Hört sich auch alles ganz plausibel und löblich an, gäbe es nicht eine Haltung, die als „typisch weiblich“ abgestempelt wird: die sogenannte Stutenbissigkeit. Ein stereotypes Verhalten, welches uns Frauen – neben der Emotionalität, einem übertriebenen Kommunikationsverhalten und noch vielen weiteren nichtssagenden negativen stereotypen Verhaltensweisen – angehaftet wird. Gleich vorweg: Dieses Bienenköniginnen-Syndrom trifft nicht auf alle weiblichen Führungskräfte zu! Ich denke, dass die meisten Frauen in diesen Positionen erkannt haben, dass man durch Förderung von anderen Frauen mehr erreicht, also diese „auszuboten“.

Die Definition des Queen Bee Syndroms von G.L. Staines, T.E. Jayaratne, and C. Tavris aus dem Jahr 1973  ist nun:

“It describes a woman in a position of authority who views or treats subordinates more critically if they are female.”

Und dies herrscht in unserer Gesellschaft leider noch vor. Dadurch, dass viele Frauen sehr hart dafür gekämpft haben, in eine gewisse hierarchische Position zu kommen, möchten sie nun kein Stück von ihrem Kuchen abgeben. Als weibliche Mitarbeiterin spürt man dieses Verhalten sofort und wird oft als „unfair“ oder „eigenartig“ wahrgenommen. Da wir Frauen nun gleich an uns selbst zweifeln, interpretieren wir es so, dass es an unserer Qualifikation und Leistung liegt, warum wir nun häufiger kritisiert oder unfair behandelt werden.

Ich persönlich finde es schade, dass es dieses Phänomen gibt, aber gleichzeitig bin ich auch nicht verwundert darüber. Es liegt meiner Einschätzung daran, dass es eben noch so wenige Frauen in diesen Position gibt, die großen Einfluss ausüben können. Sie sind meistens eine von vielen und somit eine Ausnahme. Ich denke, wenn es „normal“ wird und Frauen eben in einer gewissen Führungsriege nicht mehr so unterrepräsentiert sind, sich dieses Syndrom auch legen wird. Frauen werden dann mehr den Nutzen daraus erkennen, weibliche Mitarbeiterinnen zu fördern und gemeinsam an der selben Front zu kämpfen.

Wichtig ist jedenfalls, auf dieses Phänomen aufmerksam zu machen, denn nur so lässt sich auch dementsprechend entgegenwirken. In diesem Punkt können und müssen wir von den Männern dazulernen: Genauso wie es Männerbündnisse gibt, müssen sich auch Frauen zusammentun und vor allem ehrlich gemeinsam zusammenhalten – denn nichts anderes ist es, was Männer tun! Sie haben ihre Netzwerke, halten zusammen, helfen sich gegenseitig und unterstützen wo es geht. Dort müssen wir als Frauen noch hinkommen, sind aber bereits auf einem guten Weg.

Abschließend möchte ich euch noch ein recht eigensinniges aber witziges Video zeigen, welches ich zum Thema „Queen Bee Syndrom“ auf YouTube gefunden habe:

Lasst uns doch das Queen Bee Syndrom ins Positive kehren und es der wahren Queen Bey, Beyoncé, nachmachen, denn: „Who run the World? GIRLS!“ und zwar miteinander und nicht gegeneinander!

**Ani**

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