„Du treibst mich in den Wahnsinn!“ Mit diesen männlichen Kollegen will niemand zusammenarbeiten

Es gibt ja gewisse Typen von ArbeitskollegInnen, die einem das Arbeitsleben recht schwer machen können. In meinem heutigen Beitrag beschränke ich mich auf meine Erfahrungen mit meinen (ehemaligen) männlichen Kollegen, da hier doch in all den Jahren ein paar ausgeprägte Charaktere dabei waren, die die Zusammenarbeit nicht immer so einfach aussehen ließen.

Die meiste Zeit unseres Lebens verbringen wir in der Arbeit – zumindest kommt es mir so vor. Fakt ist, dass wir in jener Phase des Lebens, in der wir arbeiten und Geld verdienen, mehr Zeit mit unseren ArbeitskollegInnen verbringen, als mit unserer Familie. Diese Personen kann man sich wie man so schön sagt „nicht aussuchen“, weshalb hier Professionalität gefragt ist, um eine Basis der guten Zusammenarbeit zu finden. Wo es „menschelt“ tauchen früher oder später aber auch Konflikte auf. Diese sind ganz normal und gehören zu unserem Arbeitsalltag dazu.

In meinem heutigen Beitrag möchte ich wiedermal ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern: Da ich doch schon ein paar Jährchen Berufserfahrung in den verschiedensten Firmen und Branchen mitbringe, habe ich somit auch schon die unterschiedlichsten Typen von ArbeitskollegInnen getroffen. Komischerweise sind mir ein paar männliche Exemplare sehr im Gedächtnis geblieben, die auf der einen Seite sehr skurril waren, aber mich gleichzeitig auf der anderen Seite fast in den Wahnsinn getrieben hätten. Von diesen Kollegen-Typen möchte ich euch heute berichten.

Da es einfacher ist, diese Personen zu typifizieren, findet ihr nachfolgend jene 4 Typen von  männlichen Kollegen, die meine Geduld in all den Jahren sehr auf die Probe gestellt hatten:

**DER LAUTE AUS DER 2. REIHE**

Ich beginne sogleich mit dem schlimmsten Kollegen-Typus, der euch vielleicht ja schon selbst untergekommen ist: Ich meine damit jene Personen, die einen stark ausgeprägten Charakter haben, weshalb sie auch zu jeder noch so kleinen Sache ihre Meinung sehr forsch und fordernd äußern müssen, sich jedoch nie in die 1. Reihe stellen würden, um ein Thema anzugehen und zu lösen. Dies würde ja Arbeit bedeuten bzw. dass sie ihre Meinung so konkretisieren und „auf den Boden“ bringen müssen, sodass dies zu einer Lösung führt. Reden ist immer leichter, als dann gewisse Dinge umzusetzen, denn dies ist ganz und gar nicht ihr Fall. Im Gegenteil: Sie bleiben lieber in der 2. Reihe und äußern von diesem „safe place“ aus ihre Meinung. Kommt man dann mit einem möglichen Lösungsvorschlag auf sie zu, nehmen sie diesen nur ungern an, denn sie wissen es bereits besser…!

**DER MACHT- UND KARRIEREGEILE**

Immer öfter ist es kein geschlechtsspezifischer Stereotyp mehr, sondern die Realität: Männer, die auf Biegen und Brechen ihre eigene Karriere verfolgen und vorantreiben möchten. Dabei nehmen sie dementsprechend keine Rücksicht auf Verluste: Sie nehmen ausgewählte Projekte dankend an, passieren jedoch Fehler, sind natürlich immer die anderen Schuld. Dieser Typus schreckt auch nicht davor zurück, seine unmittelbaren KollegInnen in den Dreck zu ziehen, nur um daraus profitieren zu können. Dabei ist es noch erschreckender zu sehen, dass er mit diesem Verhalten noch Erfolg hat und weiterkommt. Für mich unverständlich – ist anscheinend ein „Männer-Ding“, was wir Frauen nicht verstehen. Ich sag nur „Karma is a bitch!“ – und dies ist geschlechtsunabhängig…

**DER TRATSCHTANTE**

Ja, richtig gelesen! Hier ist mir kein Rechtschreibfehler passiert. Leider existieren in unserem Sprachschatz hauptsächlich abfällige Wörter – betreffend eines „zu viel Redens“ – in Verbindung mit Frauen, weshalb ich es nun einfach umgedreht habe. Denn ja, es gibt auch Männer, die einfach so viel quasseln, dass man kaum zu seiner Arbeit kommt. Dies sind meistens Personen, die es gar nicht böse oder ungut meinen, sie haben nur einen erhöhten Kommunikationsbedarf und tauschen sich gerne mit anderen aus. Eigentlich sind sie ja ganz liebenswerte Menschen, ohne böse Hintergedanken, doch auch jeder nette Austausch muss ein Ende haben. Überhaupt traf ich in der Vergangenheit Männer, die es dann so gar nicht duldeten, wenn man die Konversation freundlich aber bestimmt beenden wollte. Sie reagierten darauf erst gar nicht und quasselten einfach weiter…

**DER EWIGE PESSIMIST**

Auch diese Art von Kollege raubte mir den letzten Nerv, denn alles – und wirklich alles – ist schlecht und kann einfach nicht funktionieren. Sei es, da es die letzten Jahre bereits genau so gemacht wurde und ja gut geklappt hatte, oder aber auch weil es sowieso ein Blödsinn ist. Auch wenn keine Argumente mehr gefunden werden, es ist trotzdem schlecht und die Arbeit ist sowieso ein Wahnsinn. Dieser Menschentypus kann sehr schwer mit Veränderungen umgehen und sieht Arbeit als übles Muss an, um Geld zu verdienen. Er fühlt sich gefangen und manchmal sogar bedroht, da ihm Veränderungen einfach zu schnell gehen. Diese Kollegen versuchte ich immer zu meiden, speziell wenn Projektarbeiten etc. anstanden, denn die Energie, die man im Umgang mit diesen aufwenden muss, wäre anderswo wiederum besser eingesetzt.

Diese Liste ließe sich natürlich noch weiter fortsetzen, doch diese 4 Typen sind für mich wirklich die nervigsten gewesen, die mich nicht nur einmal fast in den Wahnsinn getrieben hätten. Wie beim letzten Typus bereits formuliert, investiert man so viel Energie in den Umgang bzw. das Handling mit diesen Kollegen, die bspw. in Projekten besser aufgehoben wäre. Doch es hilft nun mal nichts! Denn auf der anderen Seite wäre es auch sehr langweilig, wenn alles immer glatt läuft und keine Konflikte im Raum stehen würden. Denn nur die Lösung dieser bringt einerseits uns und andererseits auch das Unternehmen weiter.

Somit hat jede Medaille eine gute und schlechte Seite, doch auf welche sie auch fällt: Es ist alles ein Lernprozess! Welche Art von KollegInnen, welchen Geschlechts auch immer, treiben euch denn regelmäßig in den Wahnsinn? Ich freu mich auf eure Erfahrungen!

**Ani**

10 thoughts on “„Du treibst mich in den Wahnsinn!“ Mit diesen männlichen Kollegen will niemand zusammenarbeiten

  1. Ich meiner Berufsbranche arbeiten eigentlich hauptsächlich Frauen, manche Punkte kann man aber auch auf sie umschreiben 😉 Ich würde deinen Beitrag noch auf die/der Arbeitsfaule erweitern, das ist die Gruppe, die mich nämlich am meisten nervt! Toll zusammengefasst liebe Ani! Liebe Grüße Iris

    1. Ja, natürlich – es gibt auch weibliche Exemplare, auf die dies genauso zutrifft 😉 Und ja, die Arbeitsfaulen schließe ich gleich mit jenen, die immer meinen, dass es so nicht funktionieren kann 🙂 Danke liebe Iris ❤

  2. Oh ja, da kenne ich auch den einen oder anderen!
    Und auch einen der wegen jeder Kleinigkeit eingeschnappt ist und scheinbar grundlos mit dir (bzw.mir) nicht mehr spricht – bis auf ein Hallo, das hat er damals immerhin noch raus bekommen.
    Könnte mindestens zwei Typen auf eine Person beziehen – schrecklich!

    Ein cooler Beitrag wieder mal, meine Liebe 🙂

    Liebste Grüße,
    Patricia

  3. Ein wirklich genialer Beitrag und toll wie du die Typen zusammen gefasst hast! Du hast wirklich jeden dabei – echt lustig, ich habe mich hier beim lesen gerade richtig Gedanken gemacht, wer bei mir auf der Arbeit welche Rolle spielt und ich konnte jeden in eine Rolle Stecken, manche auch in zwei!… Am nervigsten meiner Meinung nach ist Typ Pessimist! Mit solchen Kollegen, kann ich als absoluter Optimist so garnichts anfangen und die bringen mich zur Weisglut!

    Liebe Grüße

    Nicky

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