Mädels Weekend in Amsterdam

Einmal im Jahr gehts mit meiner Freundin in eine Stadt, wo wir so richtig Mädchen sein können. Soll heißen, alle Girly Things sind erlaubt, ohne, dass jemand meckert, wir quatschen über alte Zeiten und lassen uns ohne Stress einfach treiben – meistens in coole Shops und Café’s. Bereits letztes Jahr entschieden wir uns, dass es heuer nach Amsterdam gehen sollte, auch da wir beide noch nie in dieser coolen Stadt waren.

Letztes Wochenende stand unser langes Mädels Weekend bevor, und so hieß es: gaaaanz früh aufstehen, da unser Flieger nach Amsterdam bereits um 07:00 Uhr früh von Wien Schwechat abhob. Der Flug an sich war sehr angenehm und verlief sehr ruhig. Wir landeten bei perfekten Wetter in einer super schönen Stadt: 18 Grad und Sonnenschein! Gut, dass ich meine Sonnenbrille nicht vergessen hatte. Vom Flughafen Schiphol ging es ins ca. 20 Minuten (!) entfernte West Cord Fashion Hotel, wo wir eingescheckt hatten.

Der Name „Fashion Hotel“ versprach ja an sich schon recht viel, doch dort angekommen, kam die eher ernüchternde Realität – sehr sehr viele Schaufensterpuppen zierten die Fenster des Hotel-Towers, die mehr schlecht als recht gekleidet waren. Auch das Interieur schrie mehr nach Kitsch, als nach Style – doch der Swimmingpool und das zuvorkommende Service machten so einiges wieder wett. Außerdem waren wir tagsüber den ganzen Tag in der schönen Stadt unterwegs und benötigten unser Zimmer ausschließlich als Schlafstätte. Als dies nach der ersten Nacht aber nun nicht mehr möglich war, da sich unser Zimmer direkt neben der Skyy-Bar befand und uns die Hotelgäste als sie beim Lift warteten fast die gesamte Nacht wach hielten, tauschten wir unser Zimmer mit einem ruhigerem in einem der unteren Stockwerke.

Bepackt mit einem neuen Reiseführer, den wir noch kurzfristig in Wien am Flughafen kauften, ging es dann per Straßenbahn in das Stadtzentrum. Wir zahlten übrigens € 22,- für ein 96-Stunden-Ticket, mit dem wir rund um die Uhr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren konnten. Anders als bei uns in Wien, checkt man sich jedesmal ein und beim Verlassen der Straßenbahn wieder aus – vergisst man sich einmal auszuhecken, wird das Ticket kurzerhand ungültig und man muss sich ein neues besorgen. Wir hatten auch kurz überlegt, uns Fahrräder zu leihen, es war dann aber doch zu kühl bzw. war die nächsten Tage Regen angesagt.

Unsere Must-See’s

Da wir nicht so gut auf den Trip vorbereitet waren, ließen wir uns oft treiben bzw. von den Einheimischen beraten und fragten oft nach Empfehlungen. Amsterdam ist keine komplizierte Stadt und viele Reiseführer empfehlen sowieso immer die selben Attraktionen. Deshalb war es wichtig für uns einerseits unseren Trip zu genießen und viele Eindrücke der Stadt aufzusaugen, andererseits natürlich auch unseren kulturellen Horizont zu erweitern. Folgende Must-See’s kann ich euch empfehlen:

++ RED LIGHT DISTRICT ++

Ich muss sagen, dass ich es bereits in Wien echt komisch und eigenartig fand, ein Rotlicht-Viertel als Touristenattraktion zu bewerben. Nach meinem Amsterdam-Trip finde ich es immer noch eigenartig, es ist aber dort zu einer gefestigten Kultur geworden. Uns wurde auch geraten, das Prostitution-Museum zu besuchen, um mehr darüber zu erfahren, was wir auch taten – inkl. Audio-Tour! Ich bekam oft Gänsehaut bzw. ekelte es mich: Ihr müsst euch vorstellen, dass die Prostituierten hinter kleinen Glaskabinen sitzen, in Räumen, die wie Waschräume (also komplett gefliest) aussehen und von dort aus Männer anwerben. Im Museum wurde eine Art Video abgespielt, sodass man sich selbst so fühlt, als säße man in dieser Glaskabine und wird von dort aus von den Männern, die auf der Straße vorbeigehen, begutachtet. Ein wirklich unangenehmes Gefühl, wenn man die Blicke der Fremden so richtig spüren kann.

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++ SOUVENIRS UND KÄSE ++

Die Amsterdamer Innenstadt ist voll von Souvenir-Shops und Käse-Shops. Ja, auch ich bin diesen verfallen und besorgte für meine Lieben spezielle Käsesorten, sowie, ganz klassisch: Magnete. Diese kitschigen Mitbringsel müssen einfach mit 🙂

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++ GRACHTEN RUNDFAHRT ++

Die wohl angenehmste Art und Weise Amsterdam zu erkunden: Die berühmte Bootstour durch die Grachten Amsterdams! Die Tour dauerte insgesamt 75 Minuten und wir konnten einen guten Überblick über die Stadt bekommen. Dazu gab es noch die Audio Tour und so lernten wir noch ein paar interessante Dinge über diese super schöne Stadt. Diese Rundfahrt ist auch perfekt bei schlechtem Wetter, da alle Boote überdacht sind.

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++ ESSEN ESSEN ESSEN ++

Nicht nur BierliebhaberInnen kommen auf ihre Kosten, sondern auch alle, die gutes Essen schätzen. Den Zuckerschock holt man sich am besten in der Innenstadt, Nähe Domplatz, wo an fast jeder Ecke mehrere Shops zu finden sind, die keine Leckereien unter 1.000 Kalorien anbieten. Vegane Alternativen sind jedoch überall recht schwer zu finden – leider! 2 Lokale kann ich hier jedoch wärmstens empfehlen: Bakers & Roasters und The Avocado Show, welches ich bereits aus den sozialen Medien kannte. Bei Bakers & Roasters hatten wir Glück, dass wir noch einen Platz ergatterten und The Avocado Show hatte am Freitag ihr Pre-Tasting und Samstags, als wir vorbeischauten, erst den zweiten Tag geöffnet. Die Speisekarte war demnach auch noch minimiert, trotzdem konnten wir uns von den Leckereien überzeugen. Das Service in beiden Lokalen war top und äußerst freundlich! Schaut unbedingt vorbei!

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++ MUSEUMSBESUCHE ++

Amsterdam hat kulturtechnisch sehr viel zu bieten: Fast an jeder Ecke verbirgt sich ein anderes Museum. Die zwei berühmtesten und größten Museen befinden sich dazu gleich nebeneinander: Das Rijksmuseum und das Van Gogh Museum. Da für Samstag Regenwetter vorhergesagt wurde, wollten wir hier einen Museen-Tag einlegen. Tja, das dachten sich nur alle anderen TouristInnen auch 😉 Die Ticket-Shops teilen ihren BesucherInnen Zeitslots zu, wo man die Möglichkeit hat, das Museum zu besuchen – die waren an diesem Tag leider schon alle vergeben. Klar! Nichts desto trotz schauten wir im Diamanten-Museum und im Modern Contemporary (Moco) Museum vorbei und konnten u.a. die tollen Werke von Banksy und Dalí bewundern.

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++ DAS JORDAAN VIERTEL ++

Shopping-Möglichkeiten gibt es in Amsterdam ja wirklich genug, doch die wirklich hippen Läden findet man eindeutig im Jordaan Viertel. Generell lohnt es sich einfach durch die kleinen Gassen und über die vielen Brücken zu spazieren und sich durch die Stadt ein wenig „treiben“ zu lassen. Hinter jeder Ecke gibt es viele schöne und einzigartige Dinge zu entdecken.

 

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In den vier Tagen konnten wir viele wunderschöne Eindrücke der Stadt gewinnen, unsere Koffer waren prall gefüllt und wir kommen gerne wieder!

**Ani**

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