It’s just Me, Myself and I! Warum mir eine Auszeit von der Welt manchmal gut tut

Ich bin ganz allein. Ganz alleine mit meinen Gedanken, meinen Ängsten, meinen Freuden – einfach ganz alleine mit mir selbst. Ich sitze einfach nur da, höre ein wenig Musik und schaue aus dem Fenster. Die Gedanken kreisen und die Zeit vergeht wie im Flug. Ein Zustand, in den ich mich gerne hineinversetze, denn es gibt nur mich – die Welt ist auf „Pause“ geschalten.

Es gibt ja viele Menschen, die einfach nicht alleine sein können. Ich spreche nicht von einem Beziehungsstatus, sondern von dem Umstand gelegentlich mit sich selbst Zeit zu verbringen: Musik zu hören, ein Buch zu lesen oder einfach nur da sitzen und in die Luft zu schauen. Es kann auch schon etwas gruseliges an sich haben, mit seinen Gedanken so ganz alleine zu sein und sich damit befassen zu müssen. Für mich hatte es schon immer etwas befreiendes. Ich bin ein sehr kopflastiger Mensch, und sich Zeit für seine Gedanken, Gefühle und Ängste zu nehmen, gehörte für mich immer schon dazu.

Ich habe euch ja bereits erzählt, dass ich mir in letzter Zeit bewusste Auszeiten aus dem Alltag nehme, um zu Entschleunigen. Aufgrund des immer stärker werdenden Drucks, ist dies für mich zu einer großen Notwendigkeit geworden. Eine andere bzw. weitere Form des Abschaltens ist Zeit mit mir selbst zu verbringen. Zeit, in der ich an vergangene Situationen denke, diese reflektiere. Es sind schöne Situationen, spaßige, aber auch ernste oder jene, die mich wirklich aufgeregt hatten. Alles ist hier dabei. Es ist eine Art „Me-Time“, die ich für mich selbst nehme. Meist drehe ich meine Lieblingssongs dazu auf, und schon lasse ich die Reise beginnen.

Auszeit von der Welt_1

Den Kopf frei bekommen durch „Me-Time“

Was ich bisher gelernt habe: Es ist wichtig, sich mit seinen eigenen Gefühlen zu befassen, egal ob diese gerade positiv oder negativ sind. Ablenken und dies auf später verschieben ist leider eine Taktik, die langfristig nicht fruchtet. Denn unsere Gedanken und Gefühle holen uns irgendwann mal ein. Für mich ist meine „Me-Time“ eine Art meinen Kopf frei zu bekommen. Andere gehen joggen, ich sitze da und schaue aus dem Fenster 🙂 Wie gesagt, es ist nur eine Art damit umzugehen, doch sie tut mir persönlich gut, denn ich praktiziere diese bereits seit meiner frühen Jugend.

Auszeit von der Welt_2

Du musst präsent sein, um in der Gesellschaft mitzuspielen

Tagtäglich prasseln so viele Impulse und Informationen auf uns ein, sodass die Zeit alleine mit sich selbst schon zu einer sehr raren und wertvollen Zeit geworden ist. Auch ich schaffe es nicht immer, sie mir zu nehmen. Doch ich spüre, wann es denn wiedermal Zeit wäre und dann versuche ich mich von jeglichen Verpflichtungen freizuschaufeln. Gar nicht so einfach wenn man bedenkt, dass dies auch oft bedeutet, seine Familie und FreundInnen zu vertrösten. Doch nach genau diesen Auszeiten, macht es noch mehr Spaß, sich wiederum seinen Mitmenschen zu widmen.

Leider wird heutzutage, in einer Gesellschaft, in der jede/r präsent sein muss um etwas zu sein oder Erfolg zu haben, das Alleinsein mit Einsamkeit gleichgesetzt. Man gilt sogar als komisch, entzieht man sich den gesellschaftlichen Spielregeln, die verlangen, für alle erreichbar und sichtbar zu sein. Doch gerade deswegen ist es wichtig, sich diesem Umstand entgegenzustellen und öfter auf sich und sein Inneres zu hören.

It’s just me, myself and I!

**Ani**

2 thoughts on “It’s just Me, Myself and I! Warum mir eine Auszeit von der Welt manchmal gut tut

  1. Hallo Ani!

    Ganz genau so sehe ich das auch. Für mich ist es wunderschön und befreiend, mir Zeit für mich selbst zu nehmen. Es lädt meine Batterien wieder auf für den tagtäglichen Wahnsinn. 😀 Das war bei mir eigentlich auch schon immer so, ist mir aber erst in den letzten zehn Jahren oder so wirklich bewusst geworden.

    Viele Grüße
    Ben

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