What stress can cause… Hätte ich das nur früher gewusst!

Stress ist mittlerweile zu einem fixen Bestandteil unseres Alltags geworden. Jede/r von uns geht damit anders und natürlich individuell um: Manche stecken „harte Zeiten“ leichter weg, als wiederum andere, die nicht mehr Wissen wo ihnen der Kopf steht. Dass diese Art von Belastung sichtbar wird, ist auch kein Geheimnis – überall wird vor den Folgen von Stress gewarnt, doch so lange man selbst nicht davon betroffen ist, sind auch dies nur leere Worthülsen.

Ich dachte mir immer, dass ich mich selbst schon sehr gut kenne – mich und meinen Körper bzw. meine Psyche. Ich dachte auch immer, dass ich mit den Anforderung im Alltag sehr gut umgehen kann: Mein Job ist fordernd, er macht mir aber sehr viel Spaß, ich setze mich mit den Themen Wohlbefinden, Stress-Prävention etc. auseinander und bin also gut sensibilisiert, und ich achte auf eine Art „Work-Life-Balance“ (ich hasse dieses Wort). Sagen wir mal so: Ich versuche eine Art Ausgleich zum beruflichen Alltag zu finden. Und trotzdem meldet sich des öfteren mein Körper! Meistens in den unpassendsten Momenten.

Eustress VS Dystress – eine Abgrenzung

Stress (engl. für ‚Druck, Anspannung‘; lat.stringere[1] ‚anspannen‘) bezeichnet zum einen durch spezifische äußere Reize (Stressoren) hervorgerufene psychische und physische Reaktionen bei Lebewesen, die zur Bewältigung besonderer Anforderungen befähigen, und zum anderen die dadurch entstehende körperliche und geistige Belastung. (Quelle: Wikipedia)

Stress ist aber auch nicht gleich Stress! Positiver Stress, auch Eustress genannt, hilft uns dabei unsere Ziele zu erreichen. Diese Art von Druck gibt uns den nötigen Tritt in den Hintern in den wichtigen Momenten Höchstleistung zu erbringen und nicht nur das: Haben wir eine solche herausfordernde Situation gemeistert, stößt der Körper Endorphine aus, und wir empfinden Stolz. Die andere Art von Stress, die sich negativ auf unseren Körper und unsere Psyche auswirkt nennt sich dagegen Dystress. Im Alltag finde ich es oft sehr schwer zwischen diesen beiden Arten zu unterscheiden, denn ich empfinde im Alltag häufig Druck: Manchmal stellt sich danach dieses positive Gefühl ein, manchmal aber auch nicht?!

In der Literatur klingt es immer so einfach: Eustress ist für uns positiv, Dystress wirkt sich negativ auf uns aus und ist somit weitestgehend zu vermeiden. Ich denke wir kämpfen uns alle oft durch den Alltag, in der Hoffnung, allen Anforderungen so weit wie möglich gerecht zu werden. Da gehört Druck auf jeden Fall dazu: Auf der einen Seite jener, den wir von anderen Personen bekommen, aber auch jener Druck, den wir uns selbst auferlegt haben – auch weil wir bestimmten Klischees und Bildern bewusst aber auch unbewusst entsprechen wollen: die perfekte Mutter, der perfekte Vater, die perfekte Business Lady, der erfolgreiche Manager etc.

Der Körper meldet sich zu Wort – es ist ein Hilfeschrei!

Von diesen gesellschaftlichen „Wunschvorstellungen“ habe ich mich persönlich weitestgehend verabschiedet. Trotzdem gibt es Phasen in meinem Leben, in denen ich sehr stark merke, dass mir das Abschalten doch recht schwer fällt. Doch nicht nur das. Wie schon vorhin erwähnt, zeigt mir mein Körper, wann denn wieder einmal genug ist. Körperliche Befindlichkeiten stellen sich immer dann ein, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Es ist eine Art Hilfeschrei, der uns wachrütteln soll und uns zeigt, dass wir uns nun vermehrt wieder um uns selbst kümmern sollten. Rückblickend war dies in den letzten Jahren doch recht häufig der Fall.

Da diese körperlichen Beschwerden sehr unverhofft, meist sehr kurzfristig also von einen auf den anderen Tag sichtbar werden, war ich anfangs doch recht verwirrt. Mir war nicht immer klar, dass sich dies so zeigt: der Stress machte mir doch etwas aus! Mittlerweile kann ich doch recht gut einschätzen, wann ich selbst die Bremse anziehen und auf meinen Körper hören sollte. Diese Erfahrungen möchte ich auch mit euch teilen. Ich möchte euch mit diesem Blogpost auf das Thema sensibilisieren: Die Psyche hat wirklich einen sehr großen Einfluss auf unseren Körper – viele Beschwerden haben psychische Ursachen, und deshalb hilft es auch nicht nachhaltig dagegen Medikamente zu nehmen.

Stress kann…

… zu diversen Hautkrankheiten führen

Neurodermitis oder auch Psoriasis hatten sich bei mir bemerkbar gemacht, obwohl ich vorher keinerlei Erkrankungen dieser Art hatte. Natürlich können Hautkrankheiten viele Ursachen haben und sie lassen sich auch nicht immer nur durch eine bewusstere Lebensweise einschränken. Eines kann ich aber sagen: durch negativen Stress verschlimmern sich diese Krankheiten immens.

… Verdauungsprobleme hervorrufen

Keine Ahnung was schlimmer ist: Verstopfung oder Durchfall? Bei Menschen, wo sich Stress sofort auf den Magen schlägt (wie bei mir) gehört dies fast täglich dazu. Da man aber schlecht den Job deswegen kündigen kann, hat bei mir die Ernährung schon sehr viel geholfen. Generell sollte man bei länger andauernden Problemen die Ärztin/den Arzt aufsuchen, denn es kann natürlich auch andere Gründe haben, warum diese Symptome auftreten. Doch genau wie bei Hauterkrankungen hat Stress einen immensen Einfluss, speziell auf unser Verdauungssystem.

… Allergien auslösen

Ich und Allergien? Pff – ich doch nicht! Tja, bis ich vor ein paar Jahren niesend im Büro saß und nach ein paar Wochen feststellen musste, dass es keine Erkältung war. Es ging sogar so weit, dass ich mich komplett durchtesten ließ und keine Allergie laut Arzt festgestellt werden konnte. Wie das? Woher kommt dann das andauernde Niesen? Der Arzt meinte damals, dass es sich um eine vorübergehende Allergie handeln könnte, die nach einer gewissen Zeit wieder vorüber geht und somit auch nicht bei den Tests ausgewertet werden konnte – und so war es auch! Einmal gekommen, nach ein paar Wochen wieder gegangen, und ich blieb ratlos aber erleichtert zurück.

… Schwellungen fördern

Vor ein paar Jahren, da gab es eine Zeit, wo ich jeden Tag mit extrem geschwollenen Augen aufwachte. Sie waren teilweise so arg geschwollen, dass ich kaum aus ihnen raussah. Und nein, es lag nicht daran, dass ich die Nacht zum Tag machte – im Gegenteil: Ich schlief oft recht lange, also mindestens 8-10 Stunden und sah trotzdem aus, als wäre ich die Schwester von Amy Winehouse. Es hing auch nicht mit der vorher erwähnten Kurzweil-Allergie zusammen, denn die trat zu einer anderen Zeit auf. Ich versuchte spezielle Augencremes, schlief auf 2 Pölster, dass das Blut besser zirkulieren konnte (?) und legte mir eine abschwellende Augenmaske zurecht. Doch all dies half nur bedingt. Irgendwann ging auch diese schlimme Phase zu Ende – einfach so.

… den Kreislauf außer Gefecht setzen

Ich gehöre zu jenen Menschen, die ihr Leben lang bereits unter niedrigen Blutdruck leiden. Somit weiß ich wie es sich anfühlt, wenn das Schwindelgefühl aufgrund von großer Hitze oder Anstrengung einsetzt. Doch negativer Stress kann genauso ein Schwindelgefühl auslösen, nur es fühlt sich anders an. Es ist schwer zu beschreiben, aber es ist jedenfalls kurzweiliger. Man kann sich recht schnell wieder fassen und ist dem Gefühl nicht ganz so ausgeliefert. Es tritt bei mir außerdem nur in extrem stressigen Situationen auf.

Dies sind eigentlich schon recht viele Erlebnisse, die ich bzw. mein Körper mit negativen Stress hatte, und es werden wahrscheinlich noch weitere dazu kommen. Der Stress in unserer (Arbeits)Welt wird nicht weniger und die Anforderungen steigen. Hätte ich gewusst, wie mein Körper auf Stresssituationen reagieren kann, wäre ich jedenfalls bei den ersten Anzeichen nicht so ausgeflippt und hätte weniger Panik geschoben. Somit kann ich euch nur folgendes mitgeben: Hört auf euren Köper und nehmt die Symptome ernst! Legt euch darüber hinaus eure persönlichen Strategien zurecht, wie ihr mit stressigen Lebensphasen, sei es beruflich aber auch privat, am besten umgehen könnt und sucht euch Ventile, damit ihr einen Ausgleich schaffen könnt.

Schaut auf euch!

**Ani**

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