Effektives Selbstmarketing in Online Netzwerken – so klappt’s!

Ein Konto bei LinkedIn oder XING einzurichten ist der erste Schritt zum Einstieg ins Networking. Dies ist auch nicht schwer und geht recht rasch. Wie so ein Profil dann aber zum gewünschten Erfolg verhelfen kann, ist aber eine ganz andere Geschichte. Alles ist machbar – ich zeige euch wie…

Am letzen #CareerMonday habe ich euch meine Favoriten in Sachen Online Networking Tools vorgestellt. Ganz vorneweg stehen die beiden großen Online Netzwerke, nämlich LinkedIn & XING. Bis auf ein paar kleine Ausnahmen, funktionieren beide auf die selbe Art und Weise, somit fasse ich sie im heutigen Blogpost zusammen. Wie schon beschrieben, ist ein Konto auf so einem Netzwerk schnell angelegt, doch die Handhabe danach ist ausschlaggebend über den Erfolg, den man mit so einem Online-Profil hat.

Beachte: Online = Öffentlich

Vorab solltet ihr euch die Frage stellen: Was möchte ich denn mit so einem Profil erreichen? Möchte ich neue Business Kontakte sammeln? Möchte ich einfach mal nur vertreten sein, weil alle anderen auch Profile haben? Suche ich nach facheinschlägigen Content? Möchte ich mich mit anderen zu einem gewissen Thema austauschen? Suche ich nach einem neuen Job? Und und und…. Es gibt viele Gründe, warum man sich auf einem der beiden Online Netzwerke registriert. Wichtig ist dabei eine grundlegende Sache: Bitte vergesst nicht, dass wir uns hier in einem Business Kontext bewegen.

Die Grenzen zwischen Privat und Beruf verschwimmen bereits sehr stark. Ich als Blogger spreche da aus eigener Erfahrung, wobei ich mich bewusst auf dieses „Experiment“ eingelassen habe. Zu Beginn war mir nicht ganz klar, ob ich alles mit euch teilen soll oder doch nur bestimmte selektierte Inhalte. Die Vorstellung, das gesamte private Leben öffentlich zu machen ist doch schon recht gruselig. Ich habe mir dann ein Beispiel an anderen Bloggern genommen und auch beobachtet, wie sie es machen – und dann: einfach ins kalte Wasser gesprungen. Man gewöhnt sich zwar daran, auch das Umfeld so ein bisschen, trotzdem war dies eine bewusste Entscheidung, die ich vorab gut überlegt hatte.

Online Selbstmarketing: So geht’s!

Auch die beiden Online Netzwerke bieten die Möglichkeit das gesamte Leben öffentlich zu machen, doch sollte man dies gut überdenken – ich würde in diesem Kontext davon abraten. Außer ihr habt euch bereits zu einer „Persönlichkeit“ entwickelt und etabliert, wie beispielsweise der liebe Chief Story Teller von Whatchado Ali Mahlodji. Aber auch er präsentiert nicht sein gesamtes Leben im Netz – deshalb: seid vorsichtig! Die beiden Netzwerke bieten aber die Möglichkeit, effektives Selbstmarketing zu betreiben – so klappt’s:

** Nur ein vollständiges Profil ist ein gutes Profil **

Nicht jammern! Ja, es ist notwendig alle beruflichen Stationen in die dafür vorgesehen Felder hineinzuklopfen. Und ja, es ist viel Arbeit – überhaupt wenn man schon mehrere ArbeitgeberInnen vorzuweisen hat, aber ihr werdet sehen, es macht sich bezahlt. Dabei gilt: Nur so viel wie notwendig! Dies meint, dass ihr nicht jedes Praktikum etc. anführen müsst. Eine gewisse Übersicht muss gegeben sein, denn sonst verliert jede/r der/die sich euer Profil ansieht schnell das Interesse, wenn man mal eine Zeit braucht, bis man sich orientiert hat. Denkt an eure wichtigsten Stationen, Aufgaben, Tätigkeiten bzw. jene Qualifikationen, die es wert sind, sie mit der Welt zu teilen. Dies gilt übrigens auch für eure Interessen, Hobbys etc.

** Profilfoto: Ja, aber … **

Wie auch in eurem Lebenslauf, macht sich ein Portraitfoto immer gut. Speziell in sozialen Netzwerken ist dies finde ich ein Muss! Wer möchte denn, dass der erste Eindruck ein grauer Umriss eines Avatars ist? Dies sieht auch nicht schön und schon gar nicht professionell aus! Daraus interpretiert man nur, dass ihr euch keine Mühe gebt euch und eure Qualifikationen gut in Szene zu setzen – und da wir nicht auf Facebook sind, können derartige Rückschlüsse auch auf euer Arbeitsverhalten gezogen werden. Das Risiko sollte man nicht eingehen. Deshalb ist ein Profilfoto essentiell! Doch: Wie schon gesagt, wir sind nicht bei Facebook, weshalb der letzte Urlaubsschnappschuss kein adäquates Bild ist! Wer eine gute Spiegelreflexkamera oder auch ein Handy mit einer hochwertigen Kamera besitzt, der/die kann auch mal versuchen selbst ein professionelles Foto von sich zu machen zu lassen (Bitte keine Selfies!). Ansonsten empfehle ich den Gang zu einer/einem professionellen FotografIn. Einmal im Jahr sollte das jedenfalls drinnen sein. Vergesst nicht: Es ist eure Visitenkarte, euer erster Eindruck – und dieser ist meist der Entscheidende…

** Aller Anfang … muss nicht schwer sein! **

Ist das Profil nun vollständig ausgefüllt und das perfekte Business Foto gefunden, so fehlt es nur mehr an Kontakten – denn darum geht es ja beim Netzwerken! Wie kommt man zu diesen? Beginnt mal bei Personen, die ihr kennt: Familie, Freunde, ehemalige ArbeitskollegInnen/Führungskräfte oder auch nur Bekanntschaften. So schafft ihr euch eure Basiskontakte. Aufgrund dessen schlägt euch nun die jeweilige Seite automatisch Kontakte vor, die für euch interessant sein könnten. Durch die Suchfunktionen auf den Seiten, könnt ihr auch nach Personen suchen, die ihr zwar nicht persönlich kennt, aber mit denen ihr euch gerne vernetzen wollt – wie beispielsweise der liebe Ali von vorhin. Er nimmt eure Anfrage sicher gerne an 🙂 Weiters habt ihr auch immer die Möglichkeit, eine Einladung an eine Person ohne bzw. mit einer persönlichen Nachricht abzusenden. Mein Rat: Bei Personen, die ihr nicht kennt und wo kein Zusammenhang ersichtlich ist, warum ihr sie adden wollt, ist es höflicher eine kurze Nachricht mitzuschicken. Dabei gilt: Traut euch und springt über euren Schatten! Wir sind alle hier um zu Netzwerken 🙂

** Auch hier ist Content King/Queen **

Bitte vergesst nie: Es ist ein Business Netzwerk! Bei Party Pics oder Urlaubserinnerungen würde ich vorsichtig sein bzw. rate ich euch davon ab, diese zu posten. Habt ihr ein neues Projekt gewonnen, worüber ihr berichten möchtet bzw. dürft (!), dann ab in den Feed! Habt ihr ein Foto von euch, wo ihr vielleicht einen Preis überreicht bekommen habt oder auch euer Studium abgeschlossen habt? Dann ist das alles kein Problem, dies mit euren Kontakten zu teilen. Auch ich teile meine Career-Posts gerne mit meinen Kontakten und freue mich über jedes einzelne „Daumen-hoch“. Ansonsten bin ich doch eher zurückhaltend, muss ich zugeben und stalke eher die anderen. Ein solches Netzwerk lebt aber von Interaktion und Content, deshalb postet – aber überlegt gut, was zur Zielgruppe passt. Ganz wichtig: Bitte keine Firmeninterna ausplaudern bzw. veröffentlichen!

** Kontakte durch gemeinsame Interessen **

Eine weitere Idee um an Kontakte zu kommen, sind die sogenannten Gruppen, die es zu jedem Thema gibt – zu wirklich JEDEM 🙂 Seien es die verschiedenen Fachgruppen, aber auch Gruppen zu Hobbys etc. sind in diesen Netzwerken zu finden. Wie ihr ja wisst, spricht es sich auch leichter über jene Dinge, die man gut findet und mag. Darüber hinaus lohnt es sich auch immer, die eigene Firmenseite auf diesen Netzwerken zu liken: So ist man immer über alle Themen und Projekte, die gerade aktuell sind, informiert, und man findet den/die ein oder andere/n KollegIn wieder. Tipp: Meist werden aktuelle Jobausschreibungen auch über diese Seiten gepostet! So seid ihr auch diesbezüglich immer up2date! Ist der passende Job für euch nicht dabei, dann gilt „Sharing is Caring“: Teilt doch Ausschreibungen mit eurem Netzwerk, auch so kommt ihr wieder mit anderen in Kontakt.

Wie gesagt: Ein Netzwerk lebt von Interaktion, deshalb ist der wichtigste Tipp: Seid präsent und teilt jenen Content, der für eure Zielgruppe passend erscheint. Viel Spaß beim Online Netzwerken!

**Ani**

4 thoughts on “Effektives Selbstmarketing in Online Netzwerken – so klappt’s!

  1. Oh Mann … hab zwar ein komplettes LinkedIn Profil, aber tu dort nie was. Finds irgendwie total unübersichtlich.
    Muss mich damit wohl besser auseinandersetzen.

    Busserl

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