Lebst du um zu arbeiten, oder arbeitest du um zu leben?

Ich denke, jeder Mensch kommt im Leben an einen Punkt, wo er/sie die vergangenen Jahre Revue passieren lässt und den Sinn in seinem/ihrem bisherigen Tun hinterfragt bzw. reflektiert. Dies führt oft zu einer kurzfristigen Sinnkrise, und man stellt sich die Frage: Ist meine Arbeit überhaupt sinnvoll?

Im Laufe eines (Arbeits)lebens ändern sich die individuellen Sichtweisen und Einstellungen zu den jeweiligen Lebensphasen. Zu Beginn schließt man die Ausbildung ab und konzentriert sich darauf, erste Berufserfahrung zu sammeln, vorzugsweise in jenem Gebiet, wo man sich spezielle Kenntnisse angeeignet hat bzw. welches einem auch interessiert. Danach gilt es, so viel Erfahrung wie möglich zu sammeln und auch so viel wie möglich zu sehen, damit man das Fachwissen gut aufbauen kann. Hat man auch diese Hürde gemeistert, verfolgt man meist ein höheres berufliches Ziel (Führungskraft, höhere Managementposition etc.). Spätestens dann bzw. bei vielen auch bereits davor, taucht die Frage nach dem Sinn hinter der aktuellen Tätigkeit auf.

Sinnkrise? Muss nicht sein!

Meistens ist man auf diese Frage nicht gefasst. Sie kommt ganz schleichend, meistens in Verbindung mit einem einprägsamen Erlebnis, sei es im privaten aber auch im beruflichen Bereich. Auch ich habe mir diese Frage bereits des öfteren gestellt und meine bisherige Laufbahn Revue passieren lassen. Meist stellt sie sich mir, wenn Dinge in meinem Umfeld passieren, die ich nicht verstehen kann, beispielsweise Situationen, wo Menschen unfair behandelt werden. Schlussendlich passiert gar nichts, da sich das Hamsterrad Tag für Tag weiterdreht – es sei mal dahingestellt, ob dies gut oder schlecht ist.

Fakt ist jedoch, dass uns nur eine sinnerfüllende Tätigkeit lange motiviert und uns die Kraft gibt, tagtäglich unser bestes zu geben. So gibt es scheinbar allgemein sinnvolle Tätigkeiten, die eigentlich keine weitere Erklärung verlangen, wie beispielsweise das Berufsbild Arzt/Ärztin, aber auch PädagogInnen, oder auch religiöse Berufe fallen in diese Kategorie. Keine/r hinterfragt den Sinn eines/einer Arzt/Ärztin: Sie sind da um anderen zu helfen und sogar um Leben zu retten. Tja, nur sind wir nicht alle ÄrztInnen oder auch PädagogInnen, um unsere ganze Generationen adäquat auszubilden. Was dann?

Das hat doch alles gar keinen Sinn – oder etwa doch?

Es ist jedenfalls kein Grund, in eine tiefgreifende Sinnkrise zu verfallen, im Gegenteil. Wie ihr ja wisst, bin ich ein Mensch, der versucht in jeder Situation das Positive zu sehen und dies versuche auch euch mitzugeben. Deshalb bin ich fest der Überzeugung, dass man in jedem Berufsfeld, welches immer positive sowie auch negative Aspekte in sich birgt, einen Sinn zu erkennen. Dies hat nichts mit Bildung, Gehalt, Status oder anderen Aspekten zu tun, nur mit der inneren Einstellung, die in einem selbst ruht. Das ganze klingt nun vielleicht ein wenig theatralisch, falls dies so ankommt, kann ich euch beruhigen. Ich habe da nämlich ein paar praktische Beispiele für euch, anhand dessen es greifbarer wird:

Ihr seht, den Sinn in unserer Arbeit bestimmen wir ganz alleine! Dies hat nichts mit dem Unternehmen zu tun, für welches wir tätig sind und ob dieses uns beispielsweise gut bezahlt oder nicht. Den Sinn und damit die Zufriedenheit mit einer Tätigkeit, die wir Tag für Tag ausüben, schreiben wir selbst zu oder eben auch nicht.

**Ani**

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