My Home is my Office: Der perfekte Arbeitsplatz

Die Headline ist vielleicht ein wenig überspitzt formuliert, doch trotzdem darf man „die Macht“ des eigenen Arbeitsplatzes nicht unterschätzen. Dieser trägt nämlich maßgeblich zur eigenen Produktivität bei, oder eben auch nicht. Ich verrate euch heute die wichtigsten Do’s and Don’t’s hinsichtlich der geeignetsten Arbeitsplatzgestaltung.

Der Satz „My home is my office“ ist tatsächlich in den letzten Monaten gefallen: Mein Chef sagte dies ist erst kürzlich scherzhaft zu mir, da wir alle aufgrund des hohen Arbeitsaufkommens wirklich viel Zeit im Office verbringen. Ich entgegnete ihm darauf, dass wir uns bezüglich der Work-Work-Balance unterhalten müssten. Scherz beiseite. So ein hohes Arbeitspensum ist nicht immer einfach zu bewältigen. Jede/r steht unter Druck, sodass sich dies natürlich unumgänglich auch auf die Laune aller auswirkt. Doch es gibt solche Spitzen nun mal, die wir bestmöglich meistern müssen.

Speziell in jenen Zeiten, in denen die Belastung sehr hoch ist, wird es auch zur persönlichen Herausforderung motiviert bei der Sache zu bleiben. Es gibt viele Rädchen, die die eigene Motivation beeinflussen und steuern. Ein Rädchen, welches oft aus den Augen verloren wird, ist gleichzeitig aber auch ein sehr wichtiges und sollte keinesfalls vernachlässigt werden: der eigene Arbeitsplatz! Wir verbringen so viel Zeit im Office und die meiste Zeit am Schreibtisch, sodass dieser sehr viel Einfluss auf unsere Produktivität, aber auch auf unsere Motivation hat. Dabei hat natürlich jede/r einzelne von uns eine persönliche Vorstellung vom perfekten Schreibtisch: Manche mögen es ganz clean und aufgeräumt, andere hingegen lieben „das geordnete Chaos“.

Es gibt aber ganz allgemeine Do’s, die jede/r von uns beachten sollte, sodass die Motivation und damit die Produktivität nicht sinken:

**Arbeitsmittel griffbereit halten**

Es gibt gewisse Hilfsmittel im Arbeitsalltag, die man immer wieder benötigt, wie beispielsweise Locher, Hefter, Schreibmaterial, Blöcke, Scheren etc. Genau diese Hilfsmittel sollten auch gleichzeitig immer griffbereit sein, was aber nicht heißen muss, dass diese vor euch am Tisch liegen. Hauptsache, ihr wisst wo ihr sie findet, solltet ihr sie dringend brauchen. Ich benötige am häufigsten den Hefter, sowie die „Schwiegermutter“ (zum Entfernen der Klammern), die bei mir auf einem kleinen Rollwagen unter dem Schreibtisch stehen, sodass ich sie im Notfall griffbereit habe. Wichtig: Klammern rechtzeitig nachbestellen! Denn es ist ein Gesetz: Müsst ihr rasch Seiten zusammenheften, gehen die Klammern aus 🙂 Tipps für einen schnell aufgeräumten Arbeitsplatz habe ich euch übrigens hier zusammengefasst.

**auf die Ergonomie achten**

Dadurch, dass wir Stunden auf ein und demselben Platz verbringen, können bei einer falschen Einstellung des Tisches und des Schreibtischstuhls Folgeschäden auftreten. Dieser Punkt wird oft belächelt – auch ich tat dies, doch im zunehmenden Alter merkt man einfach, dass das Thema Ergonomie ein wichtiges ist. Wir müssen uns noch eine Zeit lang im Arbeitsleben halten und dies auf eine gesunde Art und Weise. In meiner Firma finden deshalb auch die gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitsplatzbegehungen durch eine/n ArbeitsmedizinerIn statt, der/die sich die Sitzhaltung, die Abstände vom Bildschirm etc. genau ansieht und gegebenenfalls korrigiert. Falls euer Unternehmen hier den Sparstift ansetzen sollte und nicht einsieht, dass beispielsweise ein ergonomisch hochwertiger Stuhl Sinn macht, dann liegt es an euch, dies zu argumentieren und aufzuzeigen – auch hinsichtlich der Langfristschäden, welche sich nicht nur negativ auf euch, sondern auch auf eure/n ArbeitgeberIn auswirken. Seid ihr interessiert an genaueren Infos bzw. auch Inspiration, wie ein perfekter ergonomischer Arbeitsplatz aussehen sollte, dann schaut bei Kaiser & Kraft vorbei.

**sorgt für ausreichend Beleuchtung**

Nicht nur die Ergonomie, sondern auch die richtige Beleuchtung ist ein wichtiger Wohlfühlfaktor am Arbeitsplatz. Darauf wird oft vergessen, da wir meistens unter Tags arbeiten. Es gibt jedoch Büros, wo der Lichteinfall ein schlechter ist, oder denken wir einfach an den Winter, wo die Sonnenstunden doch recht kurz sind. Die Beleuchtung ist dahingehend wichtig, sodass eure Augen entlastet werden. Strengt ihr diese stundenlang „unnötig“ aufgrund der falschen Ausleuchtung an, so werden dieser mit der Zeit schlechter bzw. bekommen auch viele Kopfweh davon. Auch hier ist der/die ArbeitgeberIn verpflichtet für ausreichendes Licht zu sorgen. Ich selbst bin ein Fan der indirekten Beleuchtung und mag es beispielsweise gar nicht, wenn eine Lampe direkt auf mich oder meinen Bildschirm scheint.

**Lärm & Geräuschkulisse**

Wie ich euch bereits hier geschildert habe, ist das Thema Lärm am Arbeitsplatz ein sehr individuelles. Es gibt Menschen, die vertragen überhaupt keine Geräuschkulisse, andere benötigen Hintergrundgeräusche, um sich besser konzentrieren zu können. Dazu kommt aber noch, dass es immer auf die jeweilige Tätigkeit ankommt, welchen Pegel man gerade benötigt. Generell gilt aber: gleichmäßiger Lärm stört weniger als immer wieder neu einsetzende Geräusche und auch hohe Frequenzen wirken störender als tiefere. Habt ihr kein eigenes Büro, so hilft es sowieso nur, sich mit eurer/eurem KollegIn zu arrangieren und einen guten Mittelweg zu finden.

**Streitthema: Raumtemperatur**

Das Thema der richtigen Temperatur hat bereits oft zu hitzigen Situationen geführt. Da wirklich jede/r von uns ein eigenes Empfinden bezüglich Wärme und Kälte hat, ist dies auch schwer zu generalisieren. In diversen Ratgebern wird aber eine Raumtemperatur zwischen 21 und 23 Grad empfohlen, da hier die Konzentration am besten funktioniert. Weiters soll der Raum auch immer frisch gelüftet sein, da auch ein hoher Sauerstoffgehalt in der Luft die Konzentration fördert. Ich kann mich glücklich schätzen, dass meine Kollegin auch eine „Erfrorene“ ist, somit wäre dieses Thema schon mal geklärt 🙂

Wie vorhin schon beschrieben, ist es schwer allgemeine Ratschläge zum Thema „perfekter Arbeitsplatz“ zu geben, da wir doch individuelle Vorstellungen und Präferenzen dazu haben. Doch als ein großes Don’t gilt: Alle Dinge, die nur unnötig von der Arbeit ablenken gehören nicht auf den Schreibtisch. Somit verräumt eure Souvenirs, Zeitschriften, Briefe etc. am besten in einer Lade und lasst sie nicht offensichtlich am Tisch herumliegen.

Viel Spaß mit den Tipps!

**Ani**

<<in ergonomischer Zusammenarbeit mit Kaiser & Kraft>>

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s