Take or Toss? So klappt’s mit dem Kleiderschrank Ausmisten

In etwa 3 bis 4 mal im Jahr, da kommt dieser Tag an dem es mich packt: Ich muss meinen Kleiderschrank ausmisten, der platzt bereits aus allen Nähten! Dadurch, dass ich ein recht strukturierter Mensch bin, gibt es einen Punkt, an dem es einfach nicht mehr geht: Habe ich keine Übersicht über meine Klamotten mehr oder bringe ich vielleicht schon gar nichts mehr unter, dann ist eine große Ausmistaktion angesagt. Dies macht sogar richtig Spaß!

Letzten Samstag war es soweit! Ich war die letzten Wochen doch öfters Klamotten kaufen, da ja gerade auch SALE ist, und ein paar Schnäppchen habe ich dann doch auch gefunden. Mein Kleiderschrank, der ja eigentlich viel zu klein ist, platzte aus allen Nähten und ich bekam kaum noch etwas so hinein, dass ich es auch leicht wieder herausnehmen konnte. Darüber hinaus hingen an manchen Kleiderhaken mehrere Stücke oben, was ich eigentlich gar nicht mag, aber ja, mir gingen schlicht und einfach die Haken aus.

Somit habe ich mir fest vorgenommen ein bisschen tabula rasa zu machen und wieder Ordnung in mein Chaos zu bringen. Ich räume ja eigentlich sehr gerne auf, da es dann wieder ordentlich aussieht und ich hoffentlich schlussendlich nur mehr jene Sachen in meinem Schrank habe, die ich auch wirklich mag und vor allem trage. Naja, so ganz easy ist das dann auch nicht aber ja 🙂 Im Vergleich zu anderen mache ich dies wirklich konsequent eben ca. 3 bis 4 mal im Jahr und – es fühlt sich gut an Sachen weggeben zu können und wieder Platz zu haben. Klingt komisch, ist aber so. Wie ich an diese Challenge herangehe, habe ich für euch nun zusammengefasst:

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Motiviere dich!

Ich bin zwar konsequent und ziehe meine Aufräumaktion wirklich mehrmals im Jahr durch, doch es gelingt mir auch nicht an allen Tagen. Es muss für mich wirklich schon unbequem werden, dass ich diesen Drang bekomme, endlich was zu tun. Ist dieser dann da bzw. auch ein Tag gefunden, an dem ich dafür auch Zeit habe, motiviere ich mich noch zusätzlich, in dem ich für gute Musik sorge. Ohne Musik geht bei mir gar nichts! Somit heißt es dann Boom Box aufstellen, Spotify Liste auswählen, Türe zu und es kann losgehen! Falls ihr einen wirklich großen Motivationsschub benötigt, dann kann ich euch die Dokumentation “Minimalism” ans Herz legen 😉

Alles raus!

Am Samstag war es keine kleine Aufräum- oder Ausmistaktion, sondern eine richtig große! Hierfür machte ich den Boden frei und hantelte mich von Lade zu Lade bzw. von Kasten zu Kasten. Ich nahm wirklich alle Kleidungsstücke heraus, legte sie auf dem Boden und reinigte dabei auch gleich die Laden bzw. die Kästen, was übrigens schon dringend nötig war 🙂 Dann inspizierte ich wirklich jedes einzelne und überlegte, ob ich es denn wirklich noch tragen bzw. wie ich es dann kombinieren würde. Habe ich ein Kleidungsstück bereits länger nicht getragen, so kommt es definitiv weg – ja, so konsequent bin ich. Ich rufe mir dann in Erinnerung, dass ich sowieso kontinuierlich shoppen gehe und somit auch immer wieder neue Stücke in meinen Schrank kommen.

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Die Stapeltechnik!

Bei mir gibt es dann 2 Möglichkeiten und somit auch 2 Stapel: Weg damit! & Flohmarkt! Falls euch das zu krass ist, dann könnt ihr ja noch den berühmt-berüchtigten Vielleicht-Stapel einführen, wobei ein vielleicht sowieso einem Weg damit entspricht. Dies ist übrigens auch immer meine Devise beim Shoppen: Überlege ich zu lange und bin mir nicht sicher, ob ich es nehmen soll, dann lass ich es lieber bzw. lege es mir vielleicht für ein paar Tage zurück. Möchte ich es dann noch haben, dann hole ich es mir – doch in 99 % der Fälle bleibt es im Laden. Zum Stapel Weg damit kommen meist jene Dinge, die bereits ausgetragen oder ausgewaschen sind bzw. jene Stücke, die ich nicht trage und die auch von der Qualität nicht so hochwertig sind, dass sie zum Flohmarkt Stapel passen. Dort finden sich dann nur ausgewählte Stücke, die auch keine Schäden etc. aufweisen.

Die Ausnahmen!

Ja, auch bei mir gibt es so genannte Ausnahmen. Natürlich hängen an manchen Kleidungsstücken viele Erinnerungen dran, die man dann nicht einfach so weggeben kann. So lange sich die Ausnahmen in Grenzen halten, sodass sie nicht zur Regel werden, ist es ja OK. Ich habe beispielsweise 3 Ausnahmen: ein Shirt und eine Jeans, die ich damals mit 16 getragen hatte und beides mir heute natürlich viel zu klein ist sowie ein Tanktop von Ed Hardy. Damals war die Marke voll trendy, heute wird sie eher belächelt bzw. habe ich glaube ich vor kurzem gelesen, dass sie vielleicht wieder In werden wird?! Keine Ahnung, jedenfalls konnte ich mich auch nicht trennen 🙂

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Richtig Einräumen!

Alle Teile, die nicht auf die Stapel verteilt werden, wandern natürlich gleich wieder in den Kasten bzw. in die Lade zurück. Doch nicht einfach so, sondern ich sortiere meine Kleidung immer nach Typ (Shirt, Jacke, Hose, etc.) und dann noch nach Farbe. Auch die Basics ordne ich extra ein, da ich diese eher für meine Arbeit brauche und die T-Shirts doch mehr in der Freizeit trage. Diese kleine Unterteilung nach Arbeit und Freizeit findet sich bei mir auch noch in den anderen Kategorien, wie Jacken oder auch bei Jeans. Jene mit Löcher oder mit Boyfriend Cut, kann ich (leider) nur in der Freizeit tragen, deshalb hängen sie getrennt.

So, also ich wäre nun bereit für einen Flohmarkt! Wer hat Lust 🙂

**Ani**

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10 Comments

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Berniereply
August 19 at 04:08 PM

Hallo liebe anni , Danke für Deinen motivations -Post ! Ich bin sofort bei Flohmarkt dabei ! Miste auch gerade großzügig aus bzw durch einen privaten Umstand hab ich Sachen dazubekommen die ich aber nicht brauche…
Also ich wäre dabei ! Bin aus Wien ! Habe auch Taschen (Marken) in guten Zustand und über willhaben und shpock geht einfach nix weg !
Melde dich gerne :)) würde mich total freuen !
Glg Bernadette (bernie_lively)

Anireply
August 19 at 04:08 PM
– In reply to: Bernie

Hi Bernie! Sehr gerne und ja klingt toll! Komme nur nicht dazu, sowas auf die Beine zu stellen 🙁 Aber ich hoffe ja stark, dass sich hier wieder mal was tut – ich geb dir gerne Bescheid, sollte ich etwas hören 🙂 Ani

Berniereply
August 19 at 05:08 PM
– In reply to: Ani

Danke ! Ich dir auch ! Es gab ja sowas mal in den st Marx Hallen ?? Aber ich hab bis jetzt nix darüber gefunden !

Anireply
August 19 at 05:08 PM
– In reply to: Bernie

Puh… keine Ahnung… aber es wird sicher bald mal wieder ein Flohmarkt stattfinden 🙂

Sylviareply
August 20 at 01:08 PM

Hi Ani,

danke für die Motivation, mal wieder den Schrank auszumisten. Da sind tolle Tipps dabei – ich kann mich ja nie entscheiden, was ich wirklich weggebe und träume immer von einem noch größeren Kleiderschrank. 😉

Viele liebe Grüße, Sylvia

Anireply
August 20 at 01:08 PM
– In reply to: Sylvia

Ja gerne 🙂 hm.. ja, ein neuer noch größerer Schrank ist natürlich auch eine Methode 😉 haha! Alles Liebe, Ani

sprinzeminzereply
August 20 at 02:08 PM

Ich miste meinen Schrank regelmäßig aus, da ich einfach viel zu viel drin hab, dass ich nie anziehe oder nur einmal trage! Sammeln und aufbewahren war noch nie so meines und wenn ich keine bestimmte Erinnerung mit dem “Fetzen” habe oder er seit mind 6 Monaten nicht mehr getragen wurde kommt er auf Kleiderkreisel oder Willhaben! Ein guter Tipp ist auch Klamotten verkehrt mit dem Kleiderbügel in den Kasten geben, alles was in 6-12 Monaten immer noch verkehrt drin hängt kommt weg 😉 lg Iris

Anireply
August 20 at 02:08 PM
– In reply to: sprinzeminze

Sehr gut! Da gehts dir ja ähnlich wie mir..! Ich liebe es einfach auszumisten und Platz zu schaffen <3 Stimmt, das mit dem verkehrt hineingeben hab ich auch schon mal gehört … 👌🏻

Gudrunreply
August 20 at 02:08 PM

Dein Blogpost kommt genau richtig! Irgendwo habe ich gelesen, dass jeder Mensch im deutschsprachigen Raum um die 10.000 Dinge besitzt, das ist ja eigentlich Wahnsinn. Prinzipiell trenne ich mich gerne von Dingen, nur planmäßig geht bei mir gar nichts. Das sind dann eher so spontane Aktionen, wo ich aber auch vor Büchern und anderen Dingen nicht haltmache…

Anireply
August 20 at 03:08 PM
– In reply to: Gudrun

Hi Gudrun! Ja sehr gerne, das freut mich, dass ich dir ein bisschen Motivation mitgeben konnte 🙂

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