“Arbeit nervt!” Die kritischsten Songs zum Thema Arbeit

Auch in der Musikwelt wird die Arbeitswelt in vielen Songs immer öfter zum Thema. Diese haben meist eine kritische Haltung gegenüber den derzeitigen Arbeitsbedingungen bzw. dass Menschen sich immer öfter “versklaven” und zum Workaholic werden, nur um Karriere machen zu können. Die besten Songs, gibts hier zum nachklicken:

Es gibt sie: MusikerInnen & Bands, die einen kritischen Blick auf unsere Arbeitswelt werfen und auf ihre Art und Weise auf die damit verbundenen Problemstellungen aufmerksam machen. Die einen sprechen es direkt an, die anderen drücken sich in ihrer gewohnten Art kreativ aus. Mir ist dieser “Trend” bereits in den letzten Jahren aufgefallen: Immer wieder greifen KünstlerInnen die bestehenden Arbeitsbedingungen auf und versuchen den Fokus darauf zu legen. Dies dient einerseits zur Selbstreflexion, andererseits aber auch, um das (Wirtschafts)System an sich anzukreiden und aufzuzeigen, dass Menschen oft mit Robotern gleichgesetzt werden. Heißt: arbeiten und dabei funktionieren.

Dass so ein System nicht lange funktionieren kann und zudem auch alles andere als gesund ist, ist uns allen klar. Trotzdem müssen wir in diesem Hamsterrad mitlaufen, um Geld zu verdienen und Karriere zu machen – ansonsten landen wir in der Negativstatistik und scheinen als “arbeitslos” auf. Diese “Blöße” möchte man sich dann auch nicht geben. Ich persönlich finde es toll, dass KünstlerInnen auch diese Thematik aufgreifen und dementsprechend verarbeiten. Welche Werke hier herausgekommen sind, habe ich für euch zusammengefasst:

** Deichkind: Arbeit nervt! **

In 3 Wörtern zusammengefasst: speziell, kreativ, direkt – ich glaube mehr gibts dazu nicht zu sagen 🙂

Seelenklempner, Viehbefruchter, Astronauten
Würden gern im Weltraum schunkeln, schwofen, saufen
Profikicker, Paparazzi, Taxifahrer
Ehrgeiz ist die letzte Zuflucht des Versagers

Arbeit nervt YeahYeahYeahYeahYeahYeah
Arbeit nervt YeahYeahYeahYeahYeahYeah
Arbeit nervt YeahYeahYeahYeahYeahYeah
Arbeit nervt! Arbeit nervt! Arbeit nervt!
Arbeit nervt! Arbeit nervt! Arbeit nervt!
Geh du da mal lieber ma hin für mich

 

** Kraftklub: Sklave **

In diesem Song aus ihrem neuen Album “Keine Nacht für Niemand” geht es um jene Menschen, die sich im täglichen Hamsterrad befinden und den Job über alles stellen:

Auf der Weihnachtsfeier richtig einen tanken
Und dann bisschen tanzen mit den neuen Praktikanten
Ich glaub, wir hab’n Papierstau, da sollte man mal nachschau’n
Ich geh’ in den Kopierraum und lass’ hinter mir die Tür auf
Ich bin teamfähig, ich bin flexibel
Ich melde mich zum Dienst und lecke deine Stiefel

Hundert Jahre Vertragslaufzeit
Ich will immer auf Arbeit bleiben
Ich sage ja, ich meine nein
Lass mich dein Sklave sein!

 

** Green Day: Working Class Hero **

Im Song “Working Class Hero”, ein Cover von John Lennon, geht es um das Leben von Menschen mit wenig Hab und Gut. Konkret handelt dieser von Ausgrenzung, Ausbeutung und Repression:

They hurt you at home and they hit you at school
They hate if you’re clever and despise a fool
‘Til you’re so crazy, you can’t follow their rules
A working class hero is something to be

 

** The Offspring: Why don’t you get a job? **

Der Titel sagt ja bereits einiges aus: Hier werden faule Menschen kritisiert, die nicht in die Gänge kommen und andererseits immer nur Geld von ihren PartnerInnen fordern:

My friend’s got a girlfriend – man, he hates that bitch
He tells me every day
He says: “Man, I really gotta lose my chick
In the worst kind of way”
She sits on her ass, he works his hands to the bone
To give her money every payday
But she wants more dinero just to stay at home
Well, my friend, you gotta say
“I won’t pay, I won’t pay ya, no way

 

** Deichkind: Bück dich hoch! **

Wie man am schnellsten ins Burn Out gelangt, erfahrt ihr in diesem Song von Deichkind:

Das muss heute noch zum Chef, besser jetzt!
Bück dich hoch.
Ach du Schreck, Bonus-Scheck, ist schon weg!
Bück dich hoch.
Fleißig Überstunden, ganz normal!
Bück dich hoch.
Unbezahlt, scheiß egal, keine Wahl!
Bück dich hoch.

 

** Papa Roach: Between Angels and Insects **

Der Song “Between Angels and Insects” wurde bereits 2002 veröffentlicht und richtet sich nicht direkt an die Arbeitswelt. Es geht vielmehr darum, dass wir uns mit unserem verdienten Geld alle möglichen Dinge kaufen, die wir eigentlich nicht brauchen. Hammer Video btw <3

You’re a slave to the system, workin’ jobs that you hate
For that shit you don’t need
It’s too bad the world is based on greed
Step back and see
Stop thinkin’ ’bout yourself, start thinkin’ ’bout…

 

Wie ihr seht, gibt es zum Thema Arbeit einige sehr gute und kritische Songs. Ich hoffe, es folgen noch viele weitere von dieser Sorte! Musik hält der Gesellschaft oft einen Spiegel vor und möchte provozieren, sodass Themen wiederum in einen gesellschaftlichen Diskurs aufgenommen und diskutiert werden. Der Output davon sollte u.a. sein, dass wir zu reflektieren beginnen: Sind wir mit unserem Job und den dazugehörigen Bedingungen glücklich? Oder sollten wir den Mut aufbringen daran etwas zu ändern und uns stattdessen unserem Glück zuwenden?

Think about it!

**Ani**

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