Sleepless Nights… Wie sich zu wenig Schlaf auf die Produktivität auswirkt

Nicht nur die Motivation ist wichtig für eure Produktivität, sondern auch der Faktor Schlaf sollte nicht außer Acht gelassen werden. Ausreichend oder eben zu wenig Schlaf wirkt sich auf unseren gesamten Alltag aus…

Erst letztens habe ich folgendes Zitat entdeckt: „I am a Daydreamer and a Nightthinker“. Ich denke, das trifft auf so manchen von uns zu. Sobald man im Bett liegt und sich vom Tag erholen möchte, schwirren Gedanken, Ideen, Themen im Kopf herum, die sich dann nur schwer einfangen lassen. Es gibt so Phasen im Leben, da fällt auch mir das Ein- bzw. Durchschlafen unheimlich schwer. Da kreisen Situationen, Pläne, Gespräche etc. in meinem Kopf herum, die ich verarbeiten muss – und das dauert. Oft liege ich über 1 Stunde im Bett, möchte einschlafen, doch es gelingt mir einfach nicht. Das schlimmste was ich in so einer Situation machen kann, ist auf die Uhr zu schauen, denn dann wird mir so richtig bewusst wie spät es nicht schon ist und Stress macht sich breit. Stress zu wenig Schlaf zu bekommen und den folgenden Tag mit zwei müden Augen herumzulaufen.

Wenn man wie ich jeden Tag um 5 Uhr in der Früh aufsteht, dann kann dieser Stress schon recht rasch einsetzen, denn die Nacht hat dann nur mehr wenige Stunden und mein Schlaf ist mir wirklich heilig! Wenn ich mal nicht so gut schlafe oder öfters in der Nacht munter werde, dann zieht sich dies durch den ganzen Tag. Ich schaffe es einfach nicht mehr so richtig wach und motiviert zu werden, was ich dann schade finde, denn ich versuche jeden Tag so gut es geht zu nutzen. Außerdem bin ich ein Mensch, der stundenlang schlafen könnte. Es ist keine Seltenheit, dass ich mal 12 Stunden durchschlafe. 8 Stunden Schlaf müssen es aber mindestens pro Tag sein, ansonsten fühle ich mich nicht fit und ausgeruht.

Schlafdefizit ausgleichen? Das kann schon mal ein paar Tage dauern…

Dazu muss ich sagen, dass ich auch nie der Typ war (auch nicht in jungen Jahren), der nächtelang fortgehen konnte und am nächsten Tag wieder fit in der Uni oder Arbeit saß. Das war ich nicht und werde ich auch nie sein. Im zunehmenden Alter ist das überhaupt unvorstellbar für mich: War eine Nacht mal eher kurz, so brauche ich doch schon ein paar Tage, um das Defizit wieder auszugleichen. Man wird eben nicht jünger. Speziell wenn man einen sehr herausfordernden Beruf hat, ist zu wenig Schlaf nicht gerade förderlich, da man den ganzen Tag über konzentriert bei der Sache bleiben muss. Da auch in meinem Job Effizienz und Produktivität an erster Stelle stehen, kann ich es mir somit kaum leisten, nicht 100% zu geben. Trotzdem gibt es eben die vorher genannten Phasen, wo es mir richtig schwer fällt, auf meine 8 Stunden Schlaf zu kommen.

Ich habe mich letztens, wo ich wieder diese Phase des Schlechtschlafens hatte, selbst dabei beobachtet, was an solchen Tagen mit weniger Schlaf anders ist, als bei jenen, wo ich ausgeschlafen in der Arbeit bin. Wie wirkt sich also wenig Schlaf auf meine Produktivität aus?

Ich bin vergesslich!

Oft bekomme ich To Do’s zwischen Tür und Angel aufgetragen, dann läutet plötzlich noch das Telefon, ein Mail kommt rein und was war das jetzt nun, was ich doch noch schnell erledigen sollte? Puh! Da brauche ich dann schon ein paar Minuten Nachdenkzeit, wie denn der Arbeitsauftrag von vorhin lautete. Ärgerlich!

Ich kann mich nicht konzentrieren!

Wie komme ich denn nun am einfachsten zur Lösung meines Arbeitsproblems? Normalerweise fallen mir Entscheidungen und Lösungsvorschläge nicht schwer, bin ich aber nicht ganz bei der Sache, dann kann so etwas schon länger dauern.

Ich kann nicht logisch denken!

Die einfachsten und simpelsten Zusammenhänge scheinen auf einmal so kompliziert. Das gibt es doch nicht! Kann dies denn sein? Die schlimmste Situation für mich ist immer noch, wenn ich genau weiß, dass die Lösung direkt vor meiner Nase liegt und ich einfach nicht dahinter komme, es aber so naheliegend ist.

Ich werde leichter krank!

Ja, auch dies ist eine Konsequenz von zu wenig Schlaf. Das Wohlbefinden an sich schwindet mit jedem Tag, ich fühle mich öfters unwohl, mir ist kalt und in letzter Konsequenz werde ich krank. Dann gilt zu entscheiden, bin ich so krank, dass ich besser zu Hause bleiben soll oder geht es so halbwegs, sodass ich doch arbeiten gehe. Aber Vorsicht: ein falscher Präsentismus kann fatale gesundheitliche Folgen haben! Mehr dazu hatte ich euch bereits hier zusammengestellt.

Was sind denn eure Erfahrungen mit zu wenig Schlaf? Steckt ihr ein Schlafdefizit leichter weg als ich?

„Dear brain, please shut up and let me sleep!“

**Ani**

2 thoughts on “Sleepless Nights… Wie sich zu wenig Schlaf auf die Produktivität auswirkt

  1. Auweh! 😀
    Ich kenn das Dilemma des Nightthinkers sehr gut! Da ergeht es mir recht ähnlich wie dir: Einmal zu wenig Schlaf, braucht es gleich mal ein paar Tage bis sich der Biorhythmus wieder einspielen kann. Bei mir werden aus einer Stunde dann aber leider gleich drei, hops, da ist es vier Uhr morgens und ich frag mich spontan, ob es sich überhaupt noch auszahlt jetzt einzuschlafen, um zwei Stunden später völlig K.O. aufzuwachen.

    Damit dieser Verarbeitungsprozess und das ganze Overthinking gleich von Anfang an in gesunde Bahnen gelenkt werden kann, schreib ich, seit ich 10 bin, Tagebuch. Klingt total blöd, hilft aber zu 99% wunderbar. Vor allem, wenn es um die Problemlösungskompetenz geht.

    Liebe Grüße

    1. Hi Tanja! Danke für dein Feedback ❤ Das mit dem Tagebuch ist eine echt tolle Idee – hab es damals mit mit Zettel und Stift versucht, welche ich neben dem Bett platziert habe 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s