Minusmenschen @ Work: Was sie mit uns machen und wie wir ihnen entkommen

Wer kennt sie nicht? Jene Menschen, die mit ihrer schlechten Laune bzw. ihrer pessimistischen Einstellung einem jegliche Motivation oder Kraft rauben. Doch was passiert eigentlich, wenn man sich länger mit ihnen umgibt?

Minusmenschen – das sind für mich Personen, die es schaffen, dass ich mich nach kürzester Zeit total ausgelaugt und lasch fühle. Es ist ja wahrlich ein Phänomen, wie sie dies schaffen. Ab einem gewissen Alter denkt man, dass man gut gerüstet für jegliche Situationen, Menschen etc. ist, und trotzdem schaffen es gewisse Personen, die Motivation und Kraft, aber auch die Kreativität und Inspiration regelrecht aus einem auszusaugen. Dies können Vorgesetzte, KollegInnen, aber auch in meinem Fall BewerberInnen sein. Ja, es war nicht nur einmal der Fall, dass ich aus einem Bewerbungsgespräch hinausgegangen bin und mal kräftig durchatmen musste, weil die letzten 60 Minuten dermaßen kräfteraubend waren.

Minusmensch, was machst du mit mir?

Nicht nur, dass man sich schlecht und ausgelaugt fühlt, Minusmenschen schaffen es überdies, dass unser Stresspegel steigt: Negative Neuigkeiten bauen in uns einen gewissen Druck auf bzw. rufen Angst und damit Stress hervor. Umgibt man sich nun länger mit Minusmenschen, so kann dies zu ernsthaften Folgeerscheinungen führen, die sich physisch als auch psychisch auswirken können. Dies ist von Mensch zu Mensch verschieden, da wir alle unterschiedlich und verschieden stark auf Negatives reagieren. Was uns aber alle gleichermaßen betrifft, ist der Fakt, dass wir uns ganz bald nicht mehr gegen diese destruktive Haltung wehren können. Wenn Menschen in unserer näheren Umgebung, sprich bspw. KollegInnen, uns dauern nur aufzeigen möchten, welche Umstände schlecht sind bzw. künftig schlecht werden, dann zieht uns dies über kurz oder lang mit in diese Negativspirale.

Gerade diese Negativspirale ist sehr tückisch, da man es selbst nicht ganz kontrollieren kann, ob und wann man hier reinrutscht. Schwupps, ist man schon mitten drinnen und kommt hier nur wieder schwer raus, da man vieles bereits internalisiert, also das negative Gedankengut verinnerlicht hat. Dieses negative Gefühl, welches dann in uns steckt, ist dann nur mehr schwer wieder aus uns „herauszubringen“. Weiters schlägt deren Einfluss auf unsere Kompetenz – und dies in jeglicher Hinsicht. Denn wie wir wissen: Mit schlechter Laune lassen sich Problemstellungen nicht mehr ganz so einfach lösen, wie mit einer guten Portion Optimismus. Es scheint fast so, als blockieren destruktive Gedanken unsere Problemlösungskompetenz und schieben jeglichen Lösungsansätzen einen Riegel vor.

Raus aus der Negativspirale!

Minusmenschen sind uns in der Vergangenheit oft begegnet und werden dies auch in Zukunft tun – dies ist, was ich euch garantiert sagen kann. Je älter man wird, desto schneller kann man sie zwar identifizieren, aber so wirklich in Acht kann man sich nie. Nach den obigen Ausführungen, die ja teilweise erschreckend und jedenfalls ernstzunehmen sind, taucht unweigerlich die Frage auf, wie man sich denn vor den Minusmenschen schützen kann. Was kann man tun, um aus dieser Negativspirale rauszukommen bzw. erst gar nicht hineinzukommen?

Wie bei fast allen Lösungsansätzen, gilt es auch hier nicht zu versuchen, andere Menschen ändern zu wollen. Es bringt auch nichts, mit dem Finger auf diese zu zeigen und zu meinen, dass sie Schuld an der eigenen Misere sind. Es gilt vielmehr, an sich selbst zu arbeiten und zwar in dem man Minusmenschen rasch erkennt und sich auf der einen Seite von ihnen so gut es geht distanziert. Auf der anderen Seite, wenn beispielsweise eine Distanzierung nicht möglich ist, kann es die Strategie sein, auf diese Person zuzugehen und die Frage zu stellen: „Und, wie hast du vor dieses Problem zu lösen?“. Vielen Minusmenschen ist vielleicht gar nicht bewusst, dass sie gerade einer sind – auch wir sind hin und wieder Minusmenschen. Solange dies nicht notorisch wird, ist es ja auch ein guter Selbstschutz, um Frust, Druck etc. abbauen zu können.

Schwierig ist es ja erst, wenn man sich so in der Negativspirale befindet, sodass man gar nicht mehr bemerkt, darin gefangen zu sein. Deshalb ist es auch gut, Minusmenschen darauf aufmerksam zu machen, dass sie sich zu sehr in negative Themen verstricken. Kontert man hier mit Anreizen zur Lösungsfindung, kann sich die Negativspirale auch recht schnell auflösen.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Minusmenschen gemacht?

**Ani**

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