Träume, Passion & die Lila Wolken – #maximaCOMEPASS

Schon im Kindergarten fragen wir uns gegenseitig: Was willst du mal werden wenn du groß bist? Wir kommen zur Welt und schmieden Jahr für Jahr Träume, in welche Richtung wir uns entwickeln, was wir einmal erreichen und wie wir leben möchten. In unserer herausfordernden (Arbeits)Welt vergessen wir oft unsere ursprünglichen Träume. Es wird Zeit, diese bunte Traumvielfalt wiederum hervorzuholen und in uns hineinzuhören…

Träume

Erst vor ein paar Wochen wurden die WienerInnen zu den grantigsten Personen gekürt. Ich halte zwar von derartigen Auszeichnungen nichts, dennoch sind wir mit diesem Stereotyp schon recht lange indirekt behaftet. Also irgendwo her muss dieser ja seinen Ursprung haben bzw. aufgrund von den verschiedensten Erfahrungswerten entstanden sein. Im Alltag merke ich diesen “Grant” nicht so sehr, wie am Arbeitsplatz. Viele ArbeitnehmerInnen sind generell sehr unzufrieden – und zwar wie mir vorkommt mit Allem. Klar, man kann es nie allen recht machen, doch es gibt schon so manche Personen, die mit jeder Handlung, mit jeglichen Taten unzufrieden sind. Jede Aktion wird auf die Waagschale gelegt und negativ ausgelegt. Dies ist mit Sicherheit die schlimmste “Grant”-Variante die existiert, doch es beginnt auch schon im Kleinen: Der berühmte “Monday Blues” kommt nicht von ungefähr und auch der “Friyay” darf in dieser Reihe nicht fehlen. Diese Ausdrücke werden durch diverse Memes noch in einen witzigen Kontext eingebettet und schon wissen wir in welche Richtung es geht: “Oh Gott, es ist Montag und die schlimme Arbeitswoche beginnt!” oder auch: “Endlich ist Freitag – das Wochenende kann beginnen!”

So ab und zu sind derartige Witze über die Arbeitswoche bzw. das Wochenende ja recht amüsant, jedoch setzt sich dieser Humor dann doch schnell bei uns fest und wird kurzerhand zur Realität. Je öfter wir dies hören oder lesen, desto schneller manifestiert es sich zur Wirklichkeit. Verbinden wir dies noch mit Gefühlen, dann setzt es sich ganz massiv fest, und wir suggerieren schon mit dem Wort “Montag” oder “Freitag” ein bestimmtes Gefühl, eine gewisse Stimmungslage. Dieser “Grant”, diese negativen Gefühle kosten nichts Anderes als Energie – wertvolle Energie, die wir in unsere Träume, unsere Taten, in Motivation, in Engagement und in gute Ideen einsetzen könnten. Wir befinden uns Tag für Tag in einer Art Hamsterrad, was uns oft daran hindert nach links und rechts bzw. über den Tellerrand zu blicken. Bald sind wir betriebsblind und glauben in unserem eigenen Schicksal “gefangen” zu sein. Es ist jedoch wichtig, gerade wenn einem bewusst wird so “gefangen” zu sein, sich Zeit für Selbstreflexion zu nehmen: Fühle ich mich in meinem derzeitigen (Arbeits)Leben wohl? Läuft es so, wie ich es mir damals erträumt habe? Was ist eingetroffen? Was habe ich erreicht und welche Ziele möchte ich noch weiterverfolgen? Und die wichtigste Frage: Was muss ich tun, dass ich in meinem Arbeitsleben wieder zufrieden und glücklich bin?

 

Passion

Mir selbst gibt es immer wieder einen Motivationsschub, wenn ich mich mit meinen Träumen und meinen Zielen beschäftige, denn erst dann habe ich das Gefühl wieder selbstbestimmt, also ganz bei mir zu sein. Ich kann somit frei über mein Leben bestimmen, meine Ziele verändern, neue setzen und alte wiederum verwerfen. Diese Selbstbestimmtheit, mir auszusuchen wie ich meinen Berufsalltag gestalten möchte, gibt mir persönlich neue Energie und neue Kraft. Verspüre ich dies, gehe ich ganz anders an meine beruflichen Aufgaben heran: Da ist das Feuer, dieses “ich will das unbedingt” und auch dieses “es ist mir egal wie und wann ich das schaffe – ich möchte es schaffen”. Dieses “Brennen”, welches man verspürt, wenn man jene Aufgaben erledigen kann, die einem Spaß machen, sinnvoll erscheinen oder einfach wichtig sind, nennt man Passion. Steckt in unserem Handeln Passion, so werden wir ganz andere Ergebnisse erzielen, als wenn es nicht so wäre. Dies führt wiederum dazu, dass wir Dinge schaffen, wo wir uns nie gedacht hätten, dass wir sie schaffen und dies führt wiederum zu neuer Energie, also zu neuer Motivation. Dann befinden wir uns in der sogenannten Positivspirale, in der wir dem “Monday Blues” und dem “Friyay” nicht mehr so viel Beachtung schenken.

Wenn ihr nun denkt, dass dies esoterisches Gerede und Idealvorstellungen sind, die man sowieso nicht erreichen kann, dann liegt ihr vollkommen falsch. Es ist nicht einfach herauszufinden wofür man brennt und dies dann auch dementsprechend umzusetzen bzw. anzugehen, da gebe ich euch recht. Doch irgendwo in uns drinnen, sind wir doch alle auf der Suche danach, sonst würden sich auch nicht so viele Ratgeber und Biografien von jenen Menschen, die ihren Traum verwirklicht haben und “Genies” in ihrer Branche sind, verkaufen. Und genau jene Personen, die es geschafft haben ihren Traum zu leben, bewundern wir und eifern ihnen nach. Es lohnt sich also in sich hinein zu hören, die “alten” Träume wieder hervorzukramen und zu schauen, wofür man “brennt”. Ihr werdet es nicht glauben, aber genau diese Passion, diese Begeisterung macht sich unbewusst in euren Handlungen bemerkbar: Bewerbungsunterlagen werden mit viel mehr Liebe gestaltet, und es wird penibel darauf geachtet, dass ja keine Rechtschreibfehler passieren bzw. dass keine Infos fehlen und dass alles an seinem Platz ist. Beim Bewerbungsgespräch spürt das Gegenüber, dass Motivation da ist, die Augen leuchten unbewusst und auch die Sprache verändert sich zum Positiven. Und noch vieles mehr verändert sich, sobald man ehrlich versucht seine Ziele und Träume zu erreichen – sobald man Passion verspürt und dieser folgt.

 

Die Lila Wolken

Die Suche nach unserer Passion, nach unseren Träumen ist Teil unserer Aufgabe, die da heißt: Leben. Unsere Ziele verändern sich und sind Teil einer Entwicklung, die wir unser ganzes Leben über durchmachen. Ich wollte beispielsweise im Kindergartenalter immer Lehrerin werden, später dann sogar Ärztin. Und siehe da: Ich bin im Personalbereich gelandet und es macht mir verdammt Spaß! Dies bedeutet aber nicht, dass ich für immer und ewig genau auf diesem Platz bzw. in diesem Bereich bleiben werde. Ich möchte und werde mich weiterentwickeln, genauso wie sich die Welt um uns herum auch immer weiterdrehen wird. Stillstand bedeutete Rückschritt, weshalb wir immer neugierig und offen bleiben sollen: Was passiert um uns herum? Wie verändert sich die Welt? Mit welchen Herausforderungen werden wir konfrontiert und welche technischen Entwicklungen erwarten uns? Welchen Beitrag können wir für eine bessere Welt leisten? Die “Lila Wolken” aus dem gleichnamigen Song vom deutschen Rapper Marteria stehen für mich für genau dieses Lebensgefühl. Wir drehen uns mit der Welt, suchen unsere Träume, unsere Passion und feiern jeden Tag – bis die Wolken wieder lila sind. Denn unser Leben ist so vielfältig, so bunt. Wir haben so viele Möglichkeiten uns zu verwirklichen, uns und unsere Visionen einzubringen und die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als wir sie vorgefunden haben.

 

“Jung und ignorant, stehen auf’m Dach
Teilen die Welt auf und bau’n ein’ Palast
Aus Plänen und Träum’n, jeden Tag neu
Seh’n Geld gegen Probleme, wir nehm’n, was wir woll’n
Woll’n mehr sein, mehr sein als nur ein Moment
Yeah, komm mir nicht mit großen Namen, die du kennst
Wir trinken auf Verlierer, lassen Pappbecher vergolden
Feiern hart, fallen weich auf die lila Wolken” – Marteria

 

**Ani**

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