“Ich hasse es zu Schreiben!”

Happy Birthday! Mein Blog “King & Stars” wird genau heute 2 Jahre alt! Gleich vorweg: Die Freude am Schreiben meiner Texte ist ungebrochen. Anlässlich dieses 2-jährigen Bestehens, möchte ich euch aber etwas ganz persönliches verraten. Es war nämlich nicht immer so, dass das Schreiben zu meinen Lieblingsbeschäftigungen zählte … ganz im Gegenteil!

Juhu, mein Blog feiert den 2. Geburtstag und puh, es fiel mir gar nicht so leicht diesen Blogpost zu schreiben. Es beginnt ja schon mal so, dass man speziell zu diesem Geburtstag einen netten Text verfassen möchte. Soll es eine kleine Retrospektive sein, à la “Wie war das letzte Jahr für mich?” oder “2 Jahre Bloggen – wie geht es mir damit?”, oder aber soll sich der Text in die Zukunft richten, also in Richtung “Was habe ich mir für das kommende Jahr vorgenommen?” bzw. “Was möchte ich mit dem Bloggen noch erreichen?”. Das war mir aber alles irgendwie zu plump und ausgelutscht. Also was macht man, wenn man sich nicht recht zwischen dem einen oder dem anderen entscheiden kann oder möchte? Man wählt etwas komplett anderes! Tja, was könnte meine LeserInnen denn noch interessieren? Was würde mir Spaß machen, es hier für euch zu erzählen? Da ich ja in den letzten Monaten wiederum Kontakt zu meiner alten Schule und auch zu meinen ehemaligen SchulkollegInnen hatte, sind meine Gedanken in letzter Zeit des öfteren die Jahre zurückgesprungen. Ich habe mich an Situationen zurückerinnert und nicht nur einmal dabei schmunzeln müssen. Die Schulzeit war schon eine ganz spannende und verrückte Zeit – und natürlich auch DIE Selbstfindungsphase schlechthin!

 

Wie jede/r von uns hatte auch ich Schulfächer, die ganz witzig waren und andere mit denen ich gar nicht so richtig klar kam. Neben meinen Lieblingsfächern, wie Biologie, Psychologie und Geschichte, gab es eben ein paar Fächer, mit denen ich mich damals so gar nicht anfreunden konnte. Dazu gehörte auf jeden Fall – wie wahrscheinlich auch bei vielen von euch – Mathematik, was ich bis heute nicht verstehen will, aber auch Deutsch bescherte mir eine Zeit lang große Probleme. Meine Mutter war schon total verzweifelt, weil sie nicht wusste, wie sie mir helfen sollte. Die Rechtschreibung und Grammatik waren kein Thema, diese klappten sehr gut, doch das große Problem, mit welchen ich wirklich jahrelang zu kämpfen hatte, war mein Schreibstil. Wie wir ja alle wissen, ist der Schreibstil eine sehr persönlichen Angelegenheit. Manche LehrerInnen gefällt es, wie du gewisse Geschichten formulierst, manche wiederum können damit wenig anfangen. Ich konnte mit meinem eigenen Schreibstil selbst nicht viel anfangen! Da konnten meine LehrerInnen auch nichts dafür, das war meine eigene Sache, die ich mir eingestehen musste, sie nicht zu beherrschen. Es ärgerte mich und ich quälte mich ganz knapp mit 4er durch die Schulstufen.

 

 

 

Niemand mochte meinen Schreibstil – nicht einmal ich!

Das große Problem war, dass meine Gedanken in meinem Kopf einfach zu diffus waren, sodass ich diese straight auf’s Papier bringen konnte. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als wir bei einer Deutschschularbeit eine Bildergeschichte erzählen mussten. Ich begann zu schreiben, war ca. bei Bild 3, als mir noch etwas ganz wichtiges zu Bild 1 einfiel. Ich kritzelte es noch irgendwie dazwischen, inkl. Fußnote und anderen kreativen Verbesserungsmaßnahmen. Aber halt, ich hatte noch etwas bei Bild 2 vergessen! Nein, das musste auch noch unbedingt mit in die Geschichte. Tja, und so nahm das Drama seinen Lauf. Ihr könnt euch vorstellen, welche Note ich auf diese Schularbeit bekam, und auch mein damaliger Lehrer war nicht ganz entzückt von den hunderten Fußnoten. Meine Mutter quälte mich indessen immer wieder damit, endlich mehr Bücher zu lesen, denn dann würde sich das Ganze sicher lösen lassen. Ich verlor aber immer mehr den Spaß am Schreiben, weil es einfach nicht klappen wollte. Niemand mochte meinen Stil, nicht einmal ich. Daran kann ich mich noch sehr gut erinnern. Ich gab mich regelrecht auf, da sich diese Situation wirklich über Jahre hinweg zog. Und Bücher zu lesen, machte auch nicht den großen Spaß, wie sich mit FreundInnen zu treffen.

 

 

Kein Patentrezept, aber …

Bitte erwartet jetzt nicht, diese eine Situation, die den Knoten in meinem Knopf platzen ließ und ich so die Freude am Schreiben wiederfand. Mein Leben ist dann doch kein Hollywood-Film und die Erleuchtung überkam mich leider auch nie. Vielleicht hatte es auch mit dem Schulwechsel zu tun, ich habe keine Ahnung, aber auf einmal wollte es klappen. Die Noten und das Feedback wurden besser und so kam auch die Freude am Schreiben zurück. Es machte richtig Spaß die Worte so einzusetzen, sodass sie auf einmal gut klangen und zudem auch Sinn ergaben. Weshalb ich euch dies erzähle? Ich möchte euch Mut machen! Leider kann ich euch kein Patentrezept auf dem Silbertablett servieren, wie auch ihr zu eurem einzigartigen Schreibstil oder zum Spaß am Schreiben findet, aber ihr seht, es kann funktionieren, dass sich auch dieses Problem auf einmal quasi in Luft auflöst. Verliert also nie den Glauben an euch, denn der Knoten in eurem Kopf ist nicht permanent! Natürlich lohnt es sich an euch zu arbeiten, denn auch ich habe in dieser Zeit trotzdem versucht mehrere Bücher zu lesen. Es war aber hart, da es mich damals wirklich kaum interessiert hatte. Ich fand 1.000 andere Dinge, die mir viel mehr Spaß machten, als daheim zu sitzen und zu lesen. Wenn man aber ein Buch findet, welches interessant ist – bei mir war es die Knickerbocker Bande – dann klappt auch dies wie von selbst.

 

Ich bin froh, dass sich mein Leben so entwickelt hat und ich mich mittels Sprache und Bilder so kreativ austoben darf, wie hier auf meinem Blog. Deshalb bin ich jedem/jeder von euch dankbar für euer Feedback und die lieben Kommentare, die mich im Laufe der 2 Jahre erreicht haben und hoffentlich auch weiterhin erreichen werden. Das Bloggen ist wirklich zu einem besonderen Hobby, sogar schon zu einer Herzensangelegenheit geworden, das ich nicht missen möchte. Es fließt so viel Zeit und Arbeit in diesen Blog, doch am Ende des Tages fühlt es sich nicht wie Arbeit an, sondern hinterlässt einfach nur ein tolles Gefühl. Deshalb nochmals: Vielen herzlichen Dank an euch und euren Support! Auf viele schöne weitere Jahre …

**Ani**

2 Comments

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Natayareply
February 01 at 04:02 PM

Das ist ja wunderbar geschrieben. Alles Gute zum Geburtstag King👑 und 🌟🌠 , viel Erfolg weiterhin. Dein mutende Beitrag kommt in richtiger Zeit, da ich gerade leider noch mal in so ungefähr ähnlichen Phase bin. Danke dafür. Liebe Grüße,

Anireply
February 02 at 05:02 PM
– In reply to: Nataya

Vielen lieben Dank für dein süsses Feedback und dir ganz viel Ausdauer und Geduld in dieser Phase! Bleib weiterhin positiv! Alles liebe Ani

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