Hast du es, das Skill-Set für die digitale Arbeitswelt?

Dass unsere Welt immer digitaler wird, ist kein Geheimnis mehr. Viele Unternehmen setzen bereits auf automatisierte Prozesse und arbeiten sich hin zum papierlosen Büro. Doch es ist eine Sache, Maschinen und Computer dahingehend fit zu machen – auf der anderen Seite stehen die Menschen, die sich genauso in diese Richtung hinentwickeln müssen. Sind wir dafür überhaupt schon bereit?

Bereits im Jahr 2025 werden 90 % der Jobs sogenannte “digital skills” erfordern. Derzeit haben jedoch nur 40 % der ArbeitnehmerInnen diese spezifischen Kompetenzen. Die technische Entwicklung rast quasi derzeit an uns vorbei: alles wird schneller, automatisierter und wir kommen kaum hinterher! Bereits in meinem Umfeld spüre ich diese Schnelligkeit, die vor ein paar Jahren so noch nicht da war. Auf der einen Seite bietet diese Schnelligkeit Platz für die eigenen kreativen Ideen, man sieht Dinge vor einem entstehen und dies gibt wiederum Motivation, denn “es tut sich etwas”. Stillstand ist es, der vielen ArbeitnehmerInnen die Eigenmotivation raubt und zu Frustration führt. Dreht sich die Welt um einen selbst aber weiter und gibt es die Möglichkeit, sich auch hier aktiv einzubringen, dann gibt uns dies einen unheimlich großen Schub. Doch diese Schnelligkeit, so wie wir sie heutzutage vorfinden, birgt auch ihre Tücken. Viele Menschen kommen damit einfach nicht klar und fühlen sich überfordert. Doch “das Rad” dreht sich nun mal und es wird auch in den nächsten Jahren nicht damit aufhören. Wir müssen unbedingt fit werden, um mit dieser Entwicklung mithalten zu können.

 

Die Jobs der Zukunft, die wir heute noch gar nicht kennen

Dies hört sich immer recht dramatisch an. Veränderung sehen manche Personen als Chance, für andere jedoch ist dies die Horrorvorstellung überhaupt. Kann mal nicht alles so bleiben wie es gerade ist? Die digitale Entwicklung wird leider recht oft in ein negatives Licht gestellt, doch betrachtet man die letzten Jahrzehnte gab es nie einen Stillstand – wir haben uns immer weiterentwickelt! Zum Glück, denn sonst würden wir uns viele Chancen entgehen lassen. Entwicklung ist in uns selbst – das Streben nach Veränderung ist in uns drinnen. Alles was von außen auf uns einprasselt, versucht uns nur zu verunsichern und die negativen Seiten davon in den Vordergrund zu stellen. Ich beispielsweise versuche eher nach dem Motto “Nicht reden, einfach machen!” zu leben, denn oft zerreden wir Themen und geraten damit in eine Art “Panikmache”, die es so gar nicht geben muss. Denke ich an meine Schulzeit zurück und damit an die Frage: Was willst du später einmal werden?, dann wäre mir damals nie in den Sinn gekommen, dass es einmal einen Beruf geben wird, der sich mit “Social Media” beschäftigen würde. Klar, denn damals gab es keine Handys, kein Facebook, kein Instagram etc. und damit auch keinen Berufswunsch der damit verbunden war. Heutzutage gibt es beispielsweise SpezialisitInnen, die sich mit der Drohnentechnologie auseinandersetzen – dies stand vor 25 Jahren auch noch nicht auf der TOP-Berufsliste.

Technologische Veränderungen sind in erster Linie eine große Chance für uns: Natürlich werden damit auch viele Berufsgruppen verschwinden bzw. sich verändern, jedoch kommen auch eine ganze Reihe neuer Berufe hinzu, die wir bis dato selbst noch nicht kennen bzw. erahnen können. Davor brauchen wir aber alles andere als Angst zu haben, denn es gibt ein spezielles Skill-Set, welches uns dabei hilft, mit diesen Veränderungen im beruflichen Kontext gut umgehen zu können – das Skill-Set der digitalen Zukunft!

 

Skill No. 1: Veränderungsbereitschaft & Resilienz

Wie vorhin schon erwähnt, gehören Veränderungen zu unserem gesellschaftlichen Dasein einfach zu. Menschen, die diese als selbstverständlich und “natürlich” ansehen, haben künftig einen sehr großen Vorteil. Firmen suchen nach diesem Skill, da sie PartnerInnen brauchen, die Ideen entwickeln und Fortschritt vorantreiben. Aufgrund der immensen Schnelligkeit liegt auch Unternehmen ein großer Druck, am Markt mithalten zu können. MitarbeiterInnen, die hier mitgehen wollen und Veränderungen als Motivator sehen, sind somit auch künftig für Unternehmen unerlässlich.

 

Skill No. 2: Neugierde & Offenheit

Diese Skills können wir uns von Kindern abschauen: Aufgrund dieser Schnelligkeit und der Flut an Informationen, ist es wichtig, trotz alledem neugierig zu bleiben. Dies geht einher mit dem Bedürfnis, immer wiederum dazu zu lernen und die neuesten Infos förmlich aufzusaugen. Dies hört sich recht einfach und unaufregend an, doch in unserer schnellen Welt immer up2date zu bleiben, ist alles andere als einfach. Wir werden tagtäglich mit tausenden an Informationen bombardiert, sodass wir automatisch einen Filter setzen, welche davon relevant sind und welche nicht. Dies kostet nicht nur Zeit, sondern oft auch Nerven und Geduld – aber auch Training. Ist man immer wieder diesen Situationen ausgesetzt, so funktioniert diese antrainierte Filter-Technik fast automatisch. Je größer unsere Neugierde ausgeprägt ist, desto größer ist die Offenheit für Neues, desto höher sind die tatsächlichen Leistungen im Job und desto größer ist das Streben nach Leistung. Eine Kette, die künftig eine immer größere Bedeutung im beruflichen Kontext bekommen wird.

 

Skill No. 3: Innovation & Lösungsorientierung

Das Wort “Innovation” ist ja bereits in aller Munde. Ein damit verbundener Skill meint also, eine Art Mindset zu haben, diese zu entwickeln bzw. voranzutreiben. Die eigenständige Entwicklung von neuen Denk- und Lösungsansätzen ist eine Eigenschaft, der bereits in der Gegenwart sehr viel an Bedeutung zugemessen wird. Unternehmen sind darauf angewiesen, neue, möglichst innovative Produkte, Dienstleistungen, Lösungen etc. anzubieten, um eben am Markt mithalten zu können. Gibt es bereits inhouse MitarbeiterInnen, die solche Fähigkeiten besitzen, so erspart sich das Unternehmen enorm viel Geld. Darüber hinaus wird das Wissen intern aufgebaut und auch weitergegeben, sodass auch dieses nicht extern zugekauft werden muss.

 

Skill No. 4: Analysefähigkeit & Strukturiertheit

Unsere Welt wird immer komplexer. Die Daten, die aus der digitalisierten Welt gewonnen werden, werden immer größer, immer mehr und alle sprechen von “Big Data”. Doch nicht nur die Datenvielfalt findet andere Ausprägungen, sondern auch die Technologien werden immer komplexer. Hier bedarf es eines hohen Grades an Analysefähigkeit, zum einen um die große Datenmasse herunterbrechen und daraus auch Schlussfolgerungen ziehen zu können. Zum anderen auch Menschen, die die Fähigkeit besitzen, komplexe Inhalte klar und einfach erklären zu können, sodass hier ein Wissensaustausch und damit eine -sicherung erfolgen kann.

 

Skill No. 5: Initiative & Eigenständigkeit

Der letzte Skill, der uns künftig von anderen abheben kann, ist die Fähigkeit zum eigenständigen Arbeiten. Schon gegenwärtig gibt es kaum Berufe oder Tätigkeiten, wo es möglich ist, abzuwarten, bis man eine Anweisung erhält, was zu tun ist. Dieser Anteil an Arbeiten wird künftig verschwindend gering werden. Es braucht also MitarbeiterInnen, die eigeniniativ Arbeiten erkennen, Probleme aufzeigen und geeignete Lösungsvorschläge dazu präsentieren. Abzuwarten bis man einen Arbeitsauftrag bekommt, ist also die schlechteste Eigenschaft, die man im beruflichen Kontext  an den Tag legen kann. Der Fokus wird also auf jenen Personen liegen, die durch Leidenschaft und Passion, Themen und Innovationen steuern möchten.

 

**Ani**

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