#CitiesILove Prag: Unser Kurztrip nach Prag

Endlich durfte ich mein Weihnachtsgeschenk einlösen! Es ging für ein Wochenende nach Prag! Eine Stadt, die Wien schon recht ähnlich ist. Was wir dort erlebt haben und welchen veganen Prager Hotspot ich euch empfehlen kann, hab ich euch in diesem Blogpost zusammengefasst…

Freitag Nachmittag ging es nicht per Flugzeug, nicht per Auto und auch nicht per AnhalterIn nach Prag, sondern wir stiegen in den Zug! Mit der tschechischen Gesellschaft RegioJet ging es in nur 4 Stunden und mit viel Wasser und Entertainment ganz gemütlich in die tschechische Hauptstadt. Der Zug fuhr pünktlich von Wiener Hauptbahnhof ab und schon gleich begann das Bord-Service: Gratis Wasser, Zeitschriften (leider auf tschechisch) und Kopfhörer für den kleinen Monitor im Sitz vor mir wurden mir verteilt. Nein, wir buchten nicht die Business Class, sondern “Holzklasse”, die jedoch von der Ausstattung her, viel mehr hermachte als die Business Class. Die Fahrt verlief sehr ruhig und Ryan Gosling versüßte mir in La La Land die Stunden :). In Prag angekommen, ging es direkt vom Hauptbahnhof zu unserer Unterkunft, die zum Glück direkt in der City lag. Es war ein Apartment, welches gleich in der Nähe des größten Einkaufscenters lag – perfekt! Leider war unser Vermieter nicht zur vereinbarten Uhrzeit da, weshalb wir kurzerhand entschlossen in die nächstgelegene Pizzeria zu gehen. Wir hatten ja schließlich Hunger!

 

 

Leider verspätete sich der Vermieter so sehr, dass ich selbst schon sehr grantig wurde – trotz der leckeren Pizza in der Pizzeria La Ventola, die ich wirklich nur empfehlen kann. Nachdem er nach fast 3 stündiger Verspätung endlich bei der Wohnung ankam, entschuldigte er sich zwar, doch das half meiner Laune auch nicht mehr viel. Dafür startete der Samstag mit dem perfekten Frühstück! Wir entschlossen uns das neue MyRaw Café, welches ganz in der Nähe unserer Unterkunft lag, zu testen. Alle Speisen und Getränke waren vegan und natürlich raw, also nicht erhitzt (max bis 40 Grad C) und schmeckten sehr lecker! Wir testeten uns durch die üppige Speisekarte, die für jeden Geschmack etwas beinhaltet. Egal ob süß oder salzig, sie verblüfften uns regelrecht mit den manchmal doch speziellen Kreationen. Das MyRaw Café ist wirklich ein kleiner, recht versteckter Hotspot in der Prager Innenstadt, den es jedoch unbedingt zu besuchen gilt! Gestärkt ging es weiter in Richtung historische Altstadt – ja, zu den bekannten Touri-Spots. Ich hatte alle bereits gesehen, doch sind die pompösen Kirchen einfach schön anzusehen. Als wir dann Karlsbrücke und Co besichtigt hatten, ging es weiter in einen anderen Stadtteil von Prag.

 

 

Da es an diesem Wochenende sehr eisige Temperaturen hatte, bis zu -5 Grad C, mussten wir des öfteren kurz in den diversesten Restaurant halt machen, um uns kurz aufzuwärmen. Deshalb ging es schnurstracks ins Restaurant Lavicka, wo ich mir einen heißen Ingwer-Honig Tee gönnte. Gestärkt und ein wenig aufgewärmt, hieß die nächste Station “Vinohrady”. Diesen Stadtteil kannte ich bis dato noch gar nicht, da er wirklich recht abseits der TouristInnen-Spots ist. Inmitten dieses Teils steht ein riesiger Fernsehturm, wobei ich diese Art von Sehenswürdigkeiten eher versuche zu meiden. Ich finde sie einfach nur hässlich. Tja, was soll’s, dafür war die Gegend um diesen Turm herum recht beeindruckend: viele historische und auch bunte Gebäude befanden sich in diesem Viertel und auch ein jüdischer Friedhof versteckte sich hinter dem Koloss von Fernsehturm. Die Historie holt einem in Prag immer wieder ein. Ein paar Schritte weiter, standen wir sogleich in einem riesigen Park, wo man einen tollen Blick auf die gesamte Stadt werfen konnte (Riegrovy sady). Nachdem ich nun wieder sehr durchgefroren war, suchten wir schnell einen warmen Platz. Wir kamen an einer größeren Bar vorbei (Potrefená Husa Hybernská), wo wir halt machten und uns zur Feier des Tages einen leckeren Cocktail gönnten – um umgerechnet knapp 5 Euro ein wahres Schnäppchen und das ganz ohne Happy Hour!

 

 

Insgesamt haben wir an diesem Tag ca. 14 km zu Fuß zurückgelegt und das bei den doch eisigen Temperaturen. Am Abend war ich deshalb schon ein wenig kaputt, doch nach einem leckeren vietnamesischen Essen ging es noch in den angesagten Prager Club Roxy, der bei uns fast um die Ecke war. Neben dem Club befand sich das dazugehörige Café, wo wir uns mit ein paar Getränken aufwärmten, bevor dann der Club aufsperrte. Wer House-Tunes gerne hört, der ist im Roxy genau richtig. Weiters haben sie dort tolle Lichteffekte, die fast den gesamten Raum ausleuchteten und für eine tolle Atmosphäre sorgten. Dass ich in dieser Nacht wie ein Stein schlief, glaubt ihr mir wahrscheinlich auf’s Wort. Sonntag hieß es dann wiederum die 7 Sachen zusammenpacken und einen gemütlichen Frühstücksspot zu suchen. So spazierten wir durch die sehr ruhige und leere Altstadt auf der Suche nach Essbarem, denn in jenem Lokal, was wir uns davor rausgesucht hatten, war leider kein Platz mehr frei. Doch kein Problem! Schlussendlich fanden wir ein nettes Lokal, welches zwar leider keine veganen Speisen anbot (sie wussten nicht mal was “vegan” überhaupt heißt), doch waren sie dort so freundlich und zuvorkommend, dass wir kurz anhielten.

Danach hieß es schon wieder Abschied nehmen und wir nahmen den RegioJet vom Prager Bahnhof in Richtung Wien. Das Wochenende verging wie immer viel zu schnell, doch nehme ich viele schöne Eindrücke und Erinnerungen mit – denn das ist doch, was Reisen schlussendlich ausmacht…

**Ani**

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