#WhenIwas15 I wanted to be …

Auf LinkedIn läuft gerade eine interessante Kampagne: Im Kommentarfeld gibt es den Hinweis, man solle doch mit dem Hashtag #WhenIwas15 posten, welchen Beruf man damals gerne ausgeübt hätte. All dies aufgrund dessen, dass das soziale Business Netzwerk seinen 15. Geburtstag feiert. Ich fand dies eine coole Idee und stellte mir selbst die Frage: “#WhenIwas15 I wanted to be …?”

 

Was war los im Jahr 1999?

Es ist gar nicht so einfach, sich zurückzuversetzen in eine Zeit wo man selbst 15 Jahre alt war. Bei mir heißt es ganz konkret: Versetze dich in das Jahr 1999 zurück. Ersten kann ich sagen “Oh Gott ich fühl mich alt!” und zweitens “Puh, was ist denn genau in dieser Zeit so alles los gewesen?” Was mir aus dieser Zeit noch recht stark in Erinnerung geblieben ist, war die Panik vor dem Weltuntergang. Ja, das ist jetzt kein Scherz! Die Menschen hatten Angst, dass zum einen die Welt untergeht, weil irgendwelche Propheten dies s0 prophezeiten. Zum anderen erwarteten viele einen Crash der Systeme, da keiner wusste, was passieren würde, wenn sich am 31.12.1999 kurz nach Mitternacht alle Systeme auf 1.1.2000 umstellten. Schafften sie das? Funktionierte noch alles weiterhin so wie bisher oder gäbe es eine Art Blackout? Ja, dies waren damals ernsthafte Sorgen, da Computer noch nicht allzu lange im Gebrauch waren und keiner konnte so einen (Jahrzehnte)Wechsel einschätzen. Doch die ganze Aufregung – und ja es gab wirklich eine sehr große Aufruhr – war umsonst. Alle warteten gespannt auf 00:00 Uhr und es passiert nichts. Es gab keinen Crash, kein Blackout und alles lief weiter so wie bisher.

 

 

Blackout und Blink 182

Dies war eine Erinnerung, die mir wirklich noch sehr im Gedächtnis geblieben war. Es gab sogar verschiedene KünstlerInnen, die genau dieses Ereignis vorab in einem Musikvideo festhielten, wie beispielsweise Jennifer Lopez in ihrem Song “Waiting for Tonight”. Wenn ihr euch das Video anseht, dann wird die Silvester-Szene genau nachgespielt: Die Uhr schlägt um auf 00:00 Uhr, alle erstarren, kurz wird es dunkel, da das Licht wegbleibt, doch nur ein paar Sekunden, bevor die Musik wiederum beginnt und Jennifer einfach um 00:01 Uhr weitersingt, als wäre nichts gewesen. Das Leben geht weiter und es hat sich so gar nichts verändert. Da mich die Musik ja bereits mein ganzes Leben lang begleitet, war das Jahr 1999 auch recht ausschlaggebend in Sachen Musik: Ich war zu 100% in der Pop Punk Musik angekommen! Bands wie Blink 182, Limp Bizkit und natürlich Linkin Park liefen bei mir rauf und runter. Das Leben war cool, denn ich hatte damals einen Freund, der bereits ein Auto besaß und die Welt konnte somit nicht besser sein. Wir fuhren einfach überall hin, waren überall dabei und ja, ich muss zugeben es hatte schon etwas, wenn man fast als einzige von der Schule mit dem Auto abgeholt wurde 🙂 Ja, auf die kleinen Dinge im Leben war man stolz – ich zumindest.

 

Mein Berufswunsch damals? Hm ….

Doch wie stand es denn jetzt mit meinem Berufswunsch? Gute Frage! #WhenIwas15 I wanted to be … ich hatte ehrlich gesagt keine Ahnung! Jetzt wisst ihr auch, warum ich einen Blogbeitrag darüber schreibe und diese Frage nicht einfach auf LinkedIn beantworte, wie viele andere auf dieser Plattform. Wobei ich zugeben muss, dass ich es den meisten nicht abnehme, wenn sie irgendwas von “Rockstar” oder “enjoy the Rockstar life” hinschreiben. Ääähm ok?! Vielleicht ist es aus derzeitiger Sicht, also rückblickend, cool, wenn man den Berufswunsch eines Rockstars gehabt hätte aber ja, da wären an der Welt mehrere verloren gegangen. Whatever und jedem/jeder das seine/ihre! Ich hatte ehrlich gesagt keine Ahnung! Und auch das ist eine wichtige Botschaft! Es besteht in unserer Gesellschaft schon länger der Druck, dass man möglichst früh weiß, was man werden möchte. Diese Fragerei beginnt ja bereits im Kindergarten und zieht sich bis zum Studium, ersten Job etc. hindurch und hört im schlimmsten Falle nie auf. Es ist eine große Bürde, die wir unserer Jugend damit auferlegen – schon früh zu wissen, wie man später seinen Lebensunterhalt verdienen möchte, in einem Stadium, wo man teilweise noch nie gearbeitet hatte. Das kann ja nicht funktionieren! Ich nehme mich mal als gutes Beispiel heran, um zu zeigen, dass man nicht schon immer einen verborgenen Wunsch haben muss, um später zufrieden und erfolgreich in seinem Beruf zu sein. Und jetzt mal ehrlich: Wer hat denn schon den Personalbereich im Fokus des Berufswunsches? Richtig, niemand! Ich wusste damals nicht einmal, dass es einen solchen Bereich bzw. Beruf gibt.

 

Deshalb mein Rat: Lasst euch nicht stressen, hört in euch hinein, verlasst euch auf euer Gespür, auf eure Interessen und konzentriert euch auf das was euch Spaß macht bzw. machen könnte. Lasst euch auf keinen Fall einschüchtern oder zu sehr unter Druck setzen und seht mögliche Fehlentscheidungen nicht als komplette Niederlage, dann wird das schon mit dem späteren “Traumjob”.

**Ani**

 

All Pics by Pascal Riesinger Photo Art <3

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