#CitiesILove Hamburg, du Perle!

Endlich! Letztes Wochenende ging es für mich nach Hamburg! Dieser Stadt wollte ich schon lange einen Besuch abstatten und nun war der Zeitpunkt gekommen. Wir hatten 3 Tage Zeit um sie zu erkunden – nicht allzu lange, doch wir haben viele schöne Orte, Lokale und Sehenswürdigkeiten entdeckt …

Von Hamburg habe ich schon so viel gehört! Meistens waren es nur gute Dinge. Vor allem der norddeutsche Dialekt ist ja meiner Meinung nach recht witzig und es stimmt, die Leute im hohen Norden sind allesamt wirklich sehr nett und gut gesinnt. Vor meinem Trip hatte ich leider nur wenig Zeit mich wirklich darauf vorzubereiten. Leider ist dies einer meiner Schwachpunkte in Sachen Reisen, denn ich bereite mich kaum darauf vor, also wirklich nur sehr wenig, da ich mich gerne vor Ort treiben lasse. Auf den Bildern im Internet sieht sowieso immer alles anders aus. Da vertraue ich oft meinem Instinkt und meinem Gefühl, welche Plätze und Orte ich näher erkunden sollte und welche eben nicht. Trotzdem gibt es ein paar “Must Do’s”, die man ja gesehen und besucht haben sollte. Manche davon kann man öfter aufsuchen, und bei manchen reicht es eben sie einmal besucht zu haben. Am letzten Wochenende ging jedenfalls in ganz Hamburg die Post ab: Die ganze Stadt war im bunten Hippies-Look der 70er Jahre gekleidet, da ein großes Schlagerfestival stattfand, das WM-Finale stand Sonntags am Programm, Helene Fischer trat an 2 Tagen auf und auch der Triathlon wurde dort abgehalten. Tja, die Stadt war ein wenig im Ausnahmezustand – überhaupt am Samstag, da durch den “Schlager Move” alle ganztags betrunken durch die Stadt fuhren. Da ich ja bekanntlich nicht so auf Schlagermusik stehe, war es die Hölle für mich! Wir mieden diese Plätze so gut es ging und machten einen ganz bestimmten Stadtteil unsicher …

 

 

Die Highlights 

Am wohlsten fühlte ich mich im Schanzenviertel und in St. Pauli. Diese sind vergleichbar mit unserem 6. und 7. Bezirk, da alle Menschen und Läden recht alternativ und gemütlich sind. Überall – und wirklich überall – findet man Totenköpfe, Graffiti und Sticker! Die Straßen sind voll mit kleinen Designer Läden, die wirklich coole und auch leistbare Mode verkaufen. Ein paar Tattoo Studios finden sich auch sowie ein großer Flohmarkt am Wochenende. Meine Hamburg Highlights waren also diese:

 

“Happen Pappen” & “Mamalicious” – vegane Hot Spots

Vegane Alternativen in Hamburg zu finden ist gar nicht so schwer. Zwei tolle Spots sind aber das Happen Pappen und das Mamalicious, wo täglich frisch gekocht wird und es eine echt große und großartige Auswahl gibt: Avocado Sandwich, Schweden-Bowl, Matcha Latte, Schokobananen-Kuchen, “Eierspeise”, French-Toast und “Thunfisch”-Bagel sind nur ein paar Dinge, die wir ausprobiert hatten. Auch die Preise waren schwer in Ordnung für das, was uns geboten wurde, denn die Portionen waren wirklich recht groß. Ein paar Pics vom leckeren Essen gibts übrigens auf meiner Instagram Seite.

 

Spaziergang an der Alster & Außen-Alster

Sobald ich in einer neuen Stadt bin, wird mal fleißig gewalkt! Die bequemen Schuhe angezogen und los gehts! So sieht man wirklich noch die coolen Ecken und kann mal schnell abbiegen oder auch einkehren und den Moment genießen. Ein Spaziergang an der Alster war also ein Muss – nicht nur um diese zu sehen, sondern auch um die Umgebung ein wenig zu erkunden. Unser Apartment war nicht ganz im Zentrum, aber sehr gut an der Hochbahn (= U-Bahn) gelegen. Den Samstag nutzten wir gleich, um diese mal auszulassen und an der Alster in das Stadtzentrum zu spazieren. Hier kamen wir auch am Triathlon vorbei, entdeckten bereits ein paar “Schlagerleichen” am Straßenrand und waren zum Glück recht warm angezogen, da es an diesem Nachmittag doch recht kühl war.

 

 

Bootstour an der Elbe

Was wäre ein Stadtbesuch ohne Bootsfahrt – die gehört ja unbedingt zum Programm. Oft wird man ja gerade bei solchen Fahrten abgezockt, und am Schluss stellt sich raus, dass es sich um eine richtige Tourist-Trap handelt. In Hamburg geht es auch anders: Wir kauften uns ein Tagesticket für die öffentlichen Verkehrsmittel und konnten so in der gesamten Stadt herumfahren – sollten auch die Füße mal schlapp machen. In diesem Ticket sind auch die Fahrten für Fähren inkludiert, so erspart man sich zusätzliche Ticketkosten. Wir sprangen einfach auf die Fähre rauf, fuhren eine Runde und konnten so den gesamten Hafen erkunden. Die Fähren schippern auch sehr regelmäßig und so mussten wir nie länger als ein paar Minuten auf eine warten – dies gilt übrigens auch für die anderen Verkehrsmittel in Hamburg.

 

 

Die Strandperle & Dock13

Wenn es schon einen Hafen, Piers und einen Sandstrand gibt, dann darf der obligatorische Besuch bei den diversen Lokalitäten dort nicht fehlen. Was gibt es denn schöneres als draußen zu sitzen, einen leckeren “Perlen-Spritzer” zu trinken und die Füße in den Sand zu stecken? Alles möglich in Hamburg! Die Strandperle und das Dock13 befinden sich gleich in der näheren Umgebung zueinander und sind perfekt mit der Fähre (siehe oben) zu erreichen. Die perfekte Umgebung für einen Sundowner bzw. um den Nachmittag in der Sonne zu genießen.

 

Sonntagmorgen: Fischmarkt

Es ist schon hart: Sonntag, der Wecker läutet mich um 6 Uhr aus dem Bett, aufstehen, frischmachen und ab gehts zum Hamburger Fischmarkt. Aber ich kann sagen – es zahlt sich wirklich aus! Und ja, es sind auch schon viele andere Menschen aus ihren Betten gekommen und trinken bereits um halb 8 Uhr in der Früh ihr erstes Bier (oder letztes, je nachdem :)). Es war auch schon ein wenig eine kleine Probe für mich, da es dort zuging wie eben auf einem richtigen Markt, so wie man es sich vorstellt: Da wurde herumgeschrien, denn jede/r wollte etwas verkaufen – sei es Fisch, Obst, Klamotten oder Krims Krams. Tja, auch ich habe mich schlussendlich überwunden und mir ein Matjesheringsfilet-Brötchen gekauft und auch verputzt und das gleich am frühen Morgen – Mahlzeit! Aber es hat wirklich gut geschmeckt! Die vielen Zwiebeln gehörten zwar dazu, doch so früh war dies schon ein wenig heftig. In der Fischmarkt-Halle spielten bereits 2 Live-Bands, die Menschen tummelten sich und stürmten auch gleich die Tanzfläche. Hamburg ist hier eben doch ein wenig anders – wo andere noch schlafen, geht am anderen Eck schon die Post ab.

 

 

Der “Alte Elbtunnel” & die Speicherstadt

Direkt vom Fischmarkt ging es weiter zum sogenannten “alten Elbtunnel”, der unter der Elbe auf die andere Seite der Stadt führt. Bisschen spooky ist das ganze schon, wenn man weiß, dass über einem tonnenschwere Schiffe herumfahren, aber eben auch super spannend. Entweder zu Fuß oder per Aufzug geht es runter, dann spaziert man nur ein paar Minuten und kann schon die Skyline Hamburgs bewundern. Abends ist es sicher ein Traum die vielen Lichter zu bewundern, aber auch natürlich tagsüber, wenn einem die Sonne ins Gesicht scheint. Ein weiteres Highlight ist die berühmte Speicherstadt Hamburgs. Diese ist auch nicht allzu weit weg vom Elbtunnel und zeigt Hamburg, so wie man es sich vorstellt: Hafen, Boote, Industrie, neue und alte Gebäude – und das alles direkt am Wasser. Die Speicherstadt lässt sich perfekt zu Fuß bewundern und für die Verpflegung am Weg ist auch immer gesorgt. Auch die berühmte Elbphilharmonie ist dort zu finden.

 

 

Die Reeperbahn 

Ein Klassiker! Ich glaube, die Reeperbahn ist wohl der schmutzigste Ort in ganz Hamburg. Überall liegt Müll auf den Straßen, daneben fahren aber Ferrari und Bentley auf der Straße herum. Noch bei keinem Ort habe ich diese beiden Gegensätze so krass gemerkt wie dort. Aber ja, es ist nun mal das Rotlichtviertel Hamburgs, und ich war ja bereits auf alles gefasst. Man muss übrigens keine Angst haben, wenn man dort durchmarschiert. Auch die Prostituierten sind (für mich) kaum erkennbar, da dieses klassische Bild, was man im Kopf hat, nicht erfüllt wird – also keine Miniröcke und Lackstiefel à la Pretty Woman. Dort tragen sie Jeans, T-Shirt, Ugg-Boots und Bauchtausche. Ich bin mir ein wenig wie in einer großen Spielhölle vorgekommen, da einem überall bunte und grelle Lichter entgegenleuchten. Dieser Ort gehört für mich eindeutig zur Kategorie einmal gesehen und vielen Dank.

 

Das Millerntor & St. Pauli Stadion

Normalerweise zieht es mich ja nicht wirklich zu Fußball-Stadien, die sind mir eigentlich recht egal, dadurch, dass sie sowieso alle gleich aussehen. Doch das St. Pauli Stadion ist jedenfalls einen Besuch wert, schon alleine wegen dem Fan Shop! Dies war zumindest mein Beweggrund 🙂 Dieser ähnelt nämlich eher einem Punk Rock-Shop: Man findet kaum traditionelle Fußball Dressen, so wie man sie eben kennt, sondern eher coole Shirts mit vielen Totenköpfen drauf. Aber auch Sweater, Beanies und viele Accessoires sind dort zu finden. Ich war sofort Feuer und Flamme und kaufte gefühlt den halben Shop leer 🙂 Das Stadion an sich sieht aufgrund der vielen Grafittis auch recht cool aus und ist auch kurioserweise recht zentral gelegen – nur ein paar Schritte von der UBahn-Station “St. Pauli” entfernt.

 

 

Shops & Labels

Natürlich habe ich viel geshoppt, und so hat mein T-Shirt-Stoß kräftig Zuwachs bekommen. Folgende Labels/Shops kann ich daher empfehlen:

 

An alle, die es bis dato noch nicht nach Hamburg geschafft haben: Ihr verpasst echt was! Ab in den nächsten Flieger und los gehts! Hamburg zählt echt zu meinen Städte-Highlights, und ich freue mich schon auf den nächsten Besuch in dieser sehr tollen und angenehmen Stadt <3

 

**Ani**

 

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