Resilienz – So lernst du den wichtigsten Soft Skill der Zukunft

Es gibt einen Skill, der immer wichtiger im persönlichen Skill Set wird – das ist die Resilienz, also die psychische Widerstandskraft. Was es damit genau auf sich hat und wie man diesen Soft Skill erlernen kann, verrate ich euch in diesem Blogpost …

 

Resili…. was?

Resilienz gehört eindeutig zu den “jungen” Anforderungen an alle ArbeitnehmerInnen. Derzeit findet sich Resilienz noch in keiner Stellenanforderung, was schade ist, denn speziell dieser Skill ist bereits ein sehr wichtiger und wird es in Zukunft noch mehr sein. Aufgaben nehmen zu, so auch die Geschwindigkeit diese zu erledigen und damit wird auch Effizienz ein immer essentielleres Thema. Schlagworte wie Work 4.0, New Work oder Arbeitsplatz der Zukunft tun ihres noch dazu und somit sind wir alle bis jetzt mehr oder weniger in der neuen Arbeitswelt angekommen. Die äußeren Gegebenheiten und Einflüsse ändern sich, doch es scheint so, als wären die Anforderungen an die ArbeitnehmerInnen in der Zeit stehengeblieben. In den Stellenanzeigen finden sich immer noch die selben Floskeln wie “Kommunkationsfähigkeit”, “Stressresistenz” oder auch “Durchsetzungsvermögen”. Aber auch gerade dieses Skill-Set muss weiterentwickelt werden bzw. in den Auswahl- und Entwicklungsprozess mitaufgenommen werden. Was meint Resilienz aber nun genau?

 

Unter Resilienz wird die Fähigkeit von Menschen verstanden, Krisen im Lebenszyklus unter Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen zu meistern und als Anlass für Entwicklung zu nutzen. (Quelle)

 

Die zweitwichtigste Frage ist aber: Kann man Resilienz erlernen? Die Antwort ist: ja! Manche Menschen können sich glücklich schätzen, denn sie haben eine gewisse Widerstandsfähigkeit bereits in ihrer Kindheit durch ihr soziales Umfeld mitbekommen. Dies geschieht durch stabile und vertrauensvolle Beziehungen durch mindestens eine Bezugsperson. Kinder werden also nicht durch “Abhärtung” resilienter, sondern durch liebevolle Beziehungen. Ein resilienter Mensch kennt seine/ihre Grenzen und geht nicht selbstausbeuterisch mit sich selbst um. Dabei geht es aber nicht darum, in jeder Situation eine Lösung für sich parat zu haben, beispielsweise in der Trauerphase nach dem Tod einer nahestehenden Person. Vielmehr ist es die Selbstachtung und Achtsamkeit sich Zeit zu geben und auch mal nicht zu wissen, wie man mit diesen schwierigen Situationen umgeht.

 

The Road To Resilience

Die American Psychological Association hat die sogenannte “Road to Resilience” zusammengestellt und 10 Verhaltensweisen definiert, die die innere Widerstandsfähigkeit stärken sollen. Die genaue Erklärung findet ihr in meinem damaligen Blogpost, den ich euch hier verlinkt habe. So wichtig es ist, an der eigenen inneren Stärke zu arbeiten und den äußeren Einflüssen standzuhalten, umso wichtiger ist es aber zu wissen, dass Resilienz kein “Allheilmittel” ist. Es macht nicht gesünder, schützt nicht vor Rückschlägen und zaubert auch keine neuen Jobs hervor. Resilienz hilft aber bei temporären überwindbaren persönlichen Krisen und macht Menschen bei großen Krisen widerstandsfähiger. Was aber gesagt werden kann ist, dass resiliente ArbeitnehmerInnen jene sind, die lösungsorientiert arbeiten, Dinge verändern wollen, optimistisch denken und aktiv werden. Genau diese Menschen wird es künftig benötigen, um jene, die diese Kraft und Möglichkeite nicht besitzen, mitzureißen und in Veränderungsprozessen, die immer häufiger stattfinden werden, zu unterstützen.

 

**Ani**

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