Storytelling! Wie uns eine gute Geschichte zum Erfolg führen kann

Ein Trend aus der Vergangenheit, der uns auch noch in Zukunft zu Erfolg führen kann ist das sogenannte “Storytelling”. Viele berühmte Key Note Speaker bedienen sich schon länger diesem Instrument, aber auch in vielen heimischen Firmen hat es bereits Einzug gehalten. Doch wann funktioniert Storytelling, warum sollte man es überhaupt anwenden und was sind absolute No Go’s?

 

Die Wirkungsmacht von Storytelling – eigentlich ein “alter Hut”

Ich war ja bereits bei vielen Vorträgen und mir ist schon länger eines aufgefallen: Alle Vortragende, von denen ich sofort begeistert war und wo ich im Nachhinein immer sehr viele Inhalte mit nach Hause nehmen konnte, bedienten sich immer einer Methode: dem Storytelling. Es ist irgendwie schräg diese als “Trend” zu bezeichnen, da sie bereits angewandt wurde, als es noch keine schriftlichen Überlieferungen von Geschichten gab. Das Weitererzählen von Geschichten gehört zum Mensch-Sein dazu, denn auch mit diesen hat sich die Sprache überhaupt erst entwickeln können. Ganze Religionen und Kulturen wurden vom Weitererzählen von Geschichten beeinflusst bzw. sogar erschaffen. Ihr seid also sehr gut beraten, euch diese Wirkungsmacht zunutze zu machen, im beruflichen Kontext, aber auch im privaten Umfeld. Es herrscht aber noch ein großer Irrglaube, dass alleine eine gute Geschichte, der Schlüssel zum Erfolg von Storytelling ist. Vor allem muss die Geschichte zum jeweiligen Thema passen. Die Kernbotschaft muss mit dieser vermittelt werden, ansonsten scheitert die Methode. Verpackt man darin noch geschickt eine ordentliche Portion Humor, dann funktioniert es noch besser, da man sich so an diese auch noch Wochen später erinnern wird. Ich selbst habe es noch nie erlebt, dass Storytelling so schief gegangen wäre, dass ich es gemerkt hätte. Manchmal fragte ich mich schon: “Was hat das ganze jetzt mit dem Thema zu tun?”, aber gute Speaker schaffen es eben, den Spannungsbogen weit zu spannen, um dann treffsicher auf die eigentliche Kernbotschaft wieder zurückzukommen. Weiters habe ich es auch schon erlebt, dass manche Speaker ihre Geschichten teilweise erfunden bzw. aufgepimpt haben, um sie spannender zu gestalten. Bleibt dies in einem gewissen Rahmen, dann ist es ja auch in Ordnung. Trägt es dazu bei, wichtige Inhalte transportieren zu können und nachhaltig zu verankern, dann sehe ich da keinen Grund zur Sorge.

 

Storytelling – How To?

Die Frage ist aber: Gibt es hinter dem Storytelling eine Struktur oder Kriterien, die zu beachten sind, damit dieses funktioniert oder erzählt man einfach mal drauf los und gestaltet alles nach Bauchgefühl? Wie ihr es bereits ahnt trifft ersteres zu – natürlich gibt es Kriterien, die über den Erfolg oder eben den Misserfolg dieser Methode entscheiden. Einige wichtige Punkte möchte ich diesbezüglich mitgeben:

 

  • Identifikation: Kenne dein Publikum, denn diese müssen sich mit der Situation der Geschichte identifizieren können
  • Unterhaltungswert: Deine Geschichte muss definitiv unterhaltsam sein – den Humor nicht vergessen!
  • Emotionalität: Es sollen definitiv Emotionen, wie Glück, Angst, Erleichterung etc., angesprochen werden
  • Überraschungsmoment: Eine überraschende Wendung inmitten der Erzählung fördert die Aufmerksamkeit beim Publikum
  • Alltagssituation: Bitte gestalte deine Geschichte/dein Thema nicht zu komplex
  • Authentizität: Wie bei allen Methoden funktioniert auch Storytelling am besten durch authentische Inhalte, die zu euch passen
  • Angreifbar: Zeigt ihr euch authentisch, so macht ihr euch mit euren eigenen Geschichten natürlich angreifbar – seid euch dessen immer bewusst – doch genau dieser Faktor lässt das Publikum Vertrauen zu euch fassen

 

Habt ihr selbst diese Methode schon mal ausprobiert? Falls nicht, versucht es einfach mal! Am besten könnt ihr es im privaten Umfeld ausprobieren, bevor ihr es für Präsentation im beruflichen Kontext anwendet. Ihr werdet jedenfalls rasch merken, dass man sich eure Inhalte besser merkt und ihr eure Kernbotschaften so gut positionieren könnt. Ich freu mich auf eure Erfahrungsberichte 🙂

 

**Ani**

Share your thoughts

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.