Wrong Direction! So fühlt es sich an am falschen Karriereweg zu sein

Wir kommen alle mal zu diesem einen Punkt im Leben, wo man sich denkt: Es fühlt sich alles nicht mehr so richtig an wie vorher. Das ist ganz normal und eine wichtige Erkenntnis. Noch wichtiger ist aber, dass man die Situation reflektiert und für sich selbst überlegt: Ist dies nur eine Phase, eine Laune – denn Ups & Downs gibts in jedem Job – oder habe ich wirklich eine falsche Richtung eingeschlagen? Die gute Nachricht: Es gibt Anzeichen, an denen man erkennt, dass man den falschen Karriereweg eingeschlagen hat …

 

Wann ist die Richtung eine falsche Richtung?

Warum bleiben viele Menschen in einem Job stecken, in dem sie nicht glücklich sind? Tja, das ist unserer eigenen Komfortzone zuzuschreiben, denn anscheinend leiden wir viel lieber, als einen Schlussstrich zu ziehen und mit den Konsequenzen zu leben – die dann ja meist positiver sind als der Ist-Zustand. Doch was man dazu braucht ist die Fähigkeit zur Selbstreflexion und vor allem eine ordentliche Portion Mut! Dem zugrunde liegt aber die Selbsterkenntnis und die Gewissheit, dass dem auch wirklich so ist. Vielen Menschen fehlt dies bzw. befinden sie sich in einer Art “Schwebezustand”, in dem ihnen noch nicht ganz klar ist, ob es sich vielleicht doch nur um eine schwierige Phase handelt, die es zu überwinden gilt. Schwierig ist es nur, wenn man sich zum ersten Mal in so einem Zustand befindet, da man all die Gedanken und Gefühle noch nicht wirklich einordnen kann, man weiß einfach nicht, wie man damit umzugehen hat. Es gibt aber konkrete Anzeichen, an denen man sofort abchecken kann, wie es um einen steht und vor allem, dass es für einem selbst karrieretechnisch in die falsche Richtung geht:

 

Dein Job kostet dich nur mehr Kraft

Wenn du das Gefühl hast, dass du dich nur mehr in die Arbeit schleppst und froh bist, nach deinen 8 Stunden endlich wieder nach Hause zu gehen, dann bist du definitiv im falschen Job! Saugt er dir nur mehr Kraft aus und gibt dir kaum oder gar nichts mehr zurück, dann solltest du bereits schleunigst die Notbremse ziehen. So ein Zustand schlägt sich über kurz oder lang auf die Psyche und kann ernsthafte gesundheitliche Probleme mit sich ziehen.

 

Dein Job begleitet dich überall mit hin

Deine Familie/Freunde sind schon genervt, dass du ständig über deine Arbeit erzählst? Du kannst auch am Wochenende oder im Urlaub nicht abschalten und denkst häufig an deine Arbeit? Fühlst dich dabei aber nicht motiviert und herausgefordert, sondern hast sprichwörtlich Bauchweh und Angstzustände? Auch dies ist ein Anzeichen, dass du am falschen Karriereweg bist und du schleunigst etwas ändern solltest.

 

Du suchst dir zwanghaft Aufgaben

Sucht man sich bereits während seiner Arbeit fast schon zwanghaft neue Aufgaben, die mit der eigentlichen  Tätigkeit kaum oder sogar nichts mehr zu tun haben, dann ist dies ein weiteres Warnsignal. Es deutet dann nämlich alles darauf hin, dass man den unliebsamen Tätigkeiten entfliehen will – und nicht, dass man vielleicht nicht ausgelastet ist. Viele Menschen nehmen darüber hinaus auch übermäßig viele Aufgaben entgegen, damit sie sich im Stress verlieren können und kompensieren damit gleichzeitig das Gefühl unersetzlich zu sein und gebraucht zu werden. All das Beschriebene macht aber auf Dauer krank und gilt es somit rasch zu erkennen und entgegenzuwirken.

 

Du hast Angst vor deiner beruflichen Zukunft

Eine provokante Frage: Stell dir vor, du müsstest deinen derzeitigen Job dein ganzes Leben lang machen – welches Gefühl löst dies in dir aus? Wenn du zur “OMG, das geht doch gar nicht”-Seite gehörst, dann wird es Zeit, dir zu überlegen, welche Aufgaben dir auch langfristig Spaß machen würden – dann bist du nämlich definitiv im falschen Job. Ich meine damit nicht, dass jede/r von uns sich nicht weiterentwickeln soll, doch sich diese provokante Frage zu stellen, hilft einem selbst bei der Ist-Analyse, also wo stehe ich jetzt. Denn wenn ich mir schon jetzt nicht vorstellen kann, meinen derzeitigen Job lange auszuüben, dann wird sich dies auch mit der Zeit nicht ändern. Meistens passiert eher das Gegenteil.

 

Habt ihr euch in einer oder mehreren Fragen wiedergefunden? Dann geht am besten einmal in Ruhe in euch und überlegt, was sind die Faktoren, warum eure Situation so aussieht, wie sie aussieht und was ihr ändern müsstet, damit ihr euch damit besser fühlt, der Spaß auch wiederum zurückkommt. Ich weiß, es kann schon recht aufwendig sein, aber es geht jedenfalls um eure Zukunft, die ihr damit gestalten könnt. Es geht darum, einen Job zu finden, der euch Spaß bereitet, euch herausfordert und in dem ihr euch bestenfalls verwirklichen könnt. Das sind doch gute Aussichten, meint ihr nicht? 🙂

 

**Ani**

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