Warum ich jeden Morgen aufstehe…?!

Alle, die regelmäßig einem Vollzeitjob nachgehen kennen dieses Gefühl: Das Hamsterrad, es kehr jeden Tag zurück! Wir stehen auf, gehen zur Arbeit, kommen wiederum nach Hause und gehen schlafen. Am nächsten Tag geht es wieder von vorne los. Es gibt jene von uns, die mit Grauen dieser Routine entgegenblicken, aber auch wiederum andere, die ihren Job so gerne ausüben, dass sie genau deshalb jeden Morgen positiv in den Tag starten. So wie ich! Was mich motiviert und warum der Montag für mich kein Hassobjekt ist, gibt’s hier nachzulesen …

 

Das ist die Frage …

“Warum stehst du jeden Morgen auf und gehst zur Arbeit?” – eine doch so einfache aber fast schon philosophische Frage und es gibt so viele verschieden Antworten darauf. So viele Motivationen stecken dahinter, so viele individuelle Geschichten und sogar Schicksale. Was wir mit Gewissheit sagen können, ist, dass wir in diese Leistungsgesellschaft hineingeboren werden. Wir bekommen von klein auf an gelernt, dass es ehrenwert ist, zu arbeiten und eine Tätigkeit zu verrichten – doch nicht nur das, wir müssen arbeiten, da wir uns ansonsten nichts leisten können: keine Wohnung, kein Essen, keine Hobbies uvm. Jetzt leben wir zum Glück in einem Sozialstaat, der ein gutes Auffangnetz hat, wird man erwerbslos, doch was passiert, wenn man dann zwar Geld für Wohnung, Essen und Leben erhält, ohne etwas dafür zu leisten: man fühlt sich schlecht. Ohne einer Arbeit nachzugehen, fehlt uns oft der Sinn in dieser Gesellschaft zu sein – denn wir tragen dazu ja nichts aktiv bei und dies setzt uns oft mehr unter Stress als der übliche Stress, den wir im Job verspüren. Doch der Grund, warum ich mich entschloss diesen Beitrag zu verfassen, war ein anderer: Spätestens am Sonntag sind die sozialen Medien voll von Sprüchen oder Memes, die uns wiederum ins Bewusstsein holen, dass der letzte Tag unseres heiß begehrten Wochenendes gekommen ist und bereits in ein paar Stunden der “böse” Montag vor der Türe steht. Doch warum graut uns so sehr vor dem Wochenstart und damit vor dem Beginn einer neuen Arbeitswoche? Ich finde jede/r von uns, sollte sich die Kernfrage dieses Blogposts selbst stellen: Warum steht ihr jeden Morgen auf?

 

Das ist die Antwort …

Für mich ist diese Frage recht einfach zu beantworten, denn ich gehe sehr gerne und das bereits seit über 10 Jahren arbeiten – und dies im selben Unternehmen. Die Tätigkeit, die ich gerade jetzt ausübe – also im Bereich Employer Branding – ergibt für mich einen Sinn, sie bereitet mir Freude, ich habe (fast) alle Freiheiten, die ich auch gut nützen kann und kann mich kreativ austoben. Dies sind meine persönlichen Kriterien, die mir Erfüllung bringen, mich glücklich machen. Ich kann mir meinen Tag fast selbstbestimmt einteilen, kann neue Konzepte erarbeiten, Ideen auf den Boden bringen und sie auch umsetzen. Es ist schön zu sehen, wenn aus einem Brainstorming, eine Idee wird, die dann zu einem konkreten Konzept wird und dann beispielsweise in einem Event endet – am besten mit vielen grinsenden Gesichter zum Schluss. Dies ist für mich das schönste und stärkste Feedback, welches ich mir wünschen kann. Natürlich bekomme ich dies nicht jeden Tag zu spüren und oft arbeitet man lange an so einem Prozess, wo es auch immer wieder Schwierigkeiten oder sogar Blockaden gibt, die es aufzulösen oder argumentieren gibt, doch am Ende lohnt es sich dann dafür gekämpft zu haben. Neben meinen Aufgaben, stehe ich jeden Morgen wegen meiner ArbeitskollegInnen bzw. aufgrund meines ganzen Arbeitsumfeldes auf. Dass der Faktor Mensch am Arbeitsplatz ein ganz wichtiger und essentieller ist, brauchen wir glaube ich nicht mehr thematisieren, denn schwierige Arbeitsphasen lassen sich nur mit den richtigen Personen an seiner/ihrer Seite durchstehen. Positive und nette KollegInnen, die uns zur Seite stehen, mit denen man lachen und jeden Blödsinn machen kann, sind nicht selbstverständlich und können auch durch andere Benefits, wie Bezahlung oder etwaige Vergünstigungen nicht aufgewogen werden. In meinem Fall bin ich überaus froh, über meine MitstreiterInnen, die mich schon recht lange, manche aber auch erst seit kurzem, im Unternehmen begleiten und ein wichtiger Grund sind, warum ich jeden Morgen aufstehe…

 

Warum steht ihr jeden Morgen auf? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen <3

 

**Ani**

2 Comments

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Patrickreply
September 16 at 10:09 AM

Dies ist wohl der Schlüssel zu einem glücklichen Leben, ohne sogleich die typische Negativ-Maske aufzusetzen: Sich die Frage zu stellen, welchen Beitrag man innerhalb der Gesellschaft leistet. Letztlich dafür auch entlohnt zu werden, oder durch altruistische Ideale angetrieben zu sein.
“Unbezahlbar” ist jedenfalls der Faktor jener Menschen, die uns auch in unserem beruflichen Umfeld umgeben und die, wie du schreibst, ein wichtiger Grund – abseits von Benefits oder Remuneration – sind, warum du/man jeden Morgen aufstehst!
It always starts with why 🙂

Anireply
September 29 at 05:09 PM
– In reply to: Patrick

Tolle Worte lieber Patrick! Vielen Dank für deinen Kommentar!

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